Mathe Aufgaben nach Rezept abarbeiten

Oft werden immer dieselben Sachen gefragt, nur werden die Aufgaben anders verpackt. Deshalb kann man sich für viele Aufgabentypen einfach Rezepte erstellen, nach denen man vorgehen kann. So etwas macht man am besten in einer Lerngruppe und bittet den Lehrer das Ergebnis, also das fertige Rezept danach zu überprüfen.

Um beispielsweise aus einer Textaufgabe zum Thema Extremwerte eine Gleichung und daraus dann eine Lösung zu bekommen, könnte ein Rezept so aussehen:

  •     Zur Aufgabe gehörende Funktion finden.
  •     Funktion ableiten.
  •     Nullstelle der Ableitung bestimmen
  •     x-Wert der Nullstelle in Funktion einsetzen


Dabei kann man Punkt 1 wiederum aufteilen, zum Beispiel so:

  •     Text in eine Gleichung übersetzen.
  •     Alle Gleichungen untereinander aufschreiben.
  •     Einen Parameter nach dem anderen bestimmen.
  •     Alle Parameter einsetzen.


Punkt 2 kann man dann auch wieder einzeln aufteilen, genauso Punkt 3. Und so kann man es nach Belieben weiter treiben, um zu verstehen, WAS man eigentlich tut. Damit habe ich bei allen meinen Nachhilfeschülern gute Erfahrungen gemacht.

Macht euch die Mühe und schaut mal die Aufgaben durch, die euer Lehrer euch oft gibt, denn die scheint er für wichtig zu halten. Seht nach, wo sie gemeinsame Kernpunkte haben, und übt diese Kernpunkte intensiv. Was das ist, hängt vom Lehrer, der Klasse und in manchen Fällen vom Bundesland ab.

Man muss ein solches Rezept nur einmal erstellen und kann von da an damit leichter lernen, und wenn man eine kleine Gruppe bildet, ist es leicht diese Rezepte zu erstellen, aber noch leichter ist es sie, nicht zu erstellen. Aber wie so oft: Von nichts kommt nichts. Probiert es einfach aus!

 

Keine Angst vor der Mathearbeit - Mathe muss nicht furchtbar sein

Viele Autoren haben darüber geschrieben, wie man Mathematik den Schülern näher bringen kann, damit es ihnen leichter fällt, Mathe zu lernen. Oft versucht man den Schülern die Angst zu nehmen und ihnen zu zeigen, dass sie eigentlich alles Nötige in sich tragen. Die mathematische Denkweise wird im Unterricht aber leider oft vernachlässigt.

Es gibt Fragen, die man (am besten schriftlich) beantworten sollte, bevor man sich mit dem Lösen einer schwierigen Aufgabe versucht. Das Ziel dabei ist, dass man sich beim Mathelernen nicht total übermannt und dumm fühlt. Hier eine kleine Liste möglicher Fragen:

  • Was ist gesucht?
  • Habe ich schon ähnliche Aufgaben gelöst?
  • Welches Thema war im Unterricht gerade aktuell?
  • Kann ich eine Zeichnung anlegen?
  • Was müsste ich ermitteln, um das Ergebnis bestimmen zu können?
  • Welche Angabe fehlt mir zum weiter kommen?
  • Gibt es Verweise mit anderen Teilaufgaben (oft helfen Ergebnisse aus Teil a) einer Aufgabe bei Teil b) oder c) weiter)?



George Pólya hat, nach eigenen Angaben, sehr erfolgreich mit solchen Fragen gearbeitet. Er schreibt darüber in seinem Buch "Schule des Denkens - Vom Lösen mathematischer Probleme".

Es ist leicht diese Fragen auf einem Blatt zu beantworten, aber es ist auch leicht, es nicht zu tun. Es schadet jedenfalls nicht und kostet nicht viel Zeit. Die Chance, dass man sich damit leichter tut, ist aber sehr hoch.
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Autor seit 4 Jahren
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