Um dies alles zu vermeiden habe ich mir ein Gitarrenbuch für den ersten Anfang gekauft "Acoustic Guitar Basics" von Voggenreiter, das ich sehr empfehlen kann.

Vereinfachungen und Aufbau des Buches "Acoustic Guitar Basics"

Genauer gesagt handelt es sich bei "Acoustic Guitar Basics" eher um ein Heft. Es gut 60 Seiten, hat DINA 4 Format und es ist eine Beispiels-CD beigefügt.

 

Letztendlich handelt es sich um vier Teile. Zuerst wird die Gitarre als Instrument erklärt, wie die einzelnen Teile heißen, wie man sie beim Spielen hält und wie man sie stimmt (wobei ich für letzteres zur Anschaffung eines Stimmgeräts raten würde, das vereinfacht diese lästige Übung ganz erheblich).

Danach wird erst das Akkord-Spiel (15 Seiten) und danach das Einzelton-Spiel (10 Seiten) erklärt. Am Schluss erst folgt ein Teil zur Musiktheorie; das ist sehr praktisch, damit Leute, die sich ein bisschen mit Noten auskennen es nicht immer zwischendurch lesen müssen.

Die Lieder in Acoustic Guitar Basics

Das finde ich bei so einem Buch ziemlich wichtig. Das habe ich erst gemerkt, als ich noch ein anderes bestellt habe, in dem aus Copyrightgründen von bekannten Liedern nur der Text stand, keine Noten, und mit Noten nur angeblich ganz tolle Eigenkompositionen des Verfassers. So toll fand ich diese jedoch nicht, ich fand sie sogar meist ziemlich langweilig. Außerdem ist es blöd, sich gleichzeitig mit einem neuen Instrument und neuen Liedern und Melodien zu beschäftigen.

 

In diesem Buch sind dagegen schwungvolle bekannte Lieder mit Noten enthalten, wie "Oh when the Saints go Marching in "Tom Dooley", "John Browns Body" und die nicht ganz so bekannten Texte, deren Melodien mir aber etwas sagten wie "Down in the Valley" und "I Can't beliefe it".

 

Die Lieder im Akkord-Teil sind ohne Noten und kommen ebenfalls aus dem Bereich Folk/Country. Beispielsweise "What shall we do with the drunken sailor", "Swing Low, Sweet Chariot", "House of Rising Sun".

Womit Anfangen?

Besonders schön ist das Einzeltonspiel erklärt (in Teil 2, mit dem man übrigens auch Anfangen kann). Früher dachte ich immer, das ist auf der Gitarre wahnsinnig schwierig und nur etwas für Fortgeschrittene, und Anfänger müssen immer zuerst Akkorde lernen und können keine Melodien spielen. Stimmt gar nicht! Das Einzeltonspiel finde ich sogar viel leichter. Man muss nur maximal eine Seite mit der linken Hand drücken, das ist einfacher zu merken und auch schonender für die Finger. Und mit der rechten Hand muss man auch nur diese Seite anschlagen.

 

Das Einzeltonspiel wird auf nur 10 Seiten erklärt. Ich würde auch empfehlen, damit zuerst anzufangen. Man muss dann nur ganz vorne die Haltung der Gitarre ansehen und beim Einzeltonspiel die Haltung der Hände. Dann wird mit ein paar kleinen Übungen der Anschlag der leeren Seiten geübt (das sind die, bei denen man nur die rechte Hand benutzt, also mit der linken nichts extra greifen muss). Die Übungen sind jeweils nur eine Zeile lang, es sind jeweils eins bis drei Übungen vorgesehen.

 

Danach werden einzelne höhere Zwischentöne gezeigt und es gibt ein paar Übungen, bei denen man dann beide Hände benutzen muss. Nur unter Verwendung der "H"-Seite kann man dann schon das erste Lied spielen, nämlich "Oh when the Saints"! Später folgen die niedrigen Seiten mit jeweils kurzen Übungen und Liedern. Fertig.

Zusatzinfos zum schnellen Gitarre lernen

Ein paar Verdeutlichungen sind meines Erachtens zum Einzeltonspiel noch hilfreich: Damit man mit rechts ohne Verzögerungen von den tiefen Tönen zu den hohen Tönen - und umgekehrt - wechseln kann, sollte der Daumen der rechten Hand immer vor den anderen Fingern gehalten werden. Dann bewegt man nur die Finger der rechten Hand, nicht den Arm. Damit alle Finger dennoch über dem Schallloch spielen sollte der rechte Arm weit an der Seite der Gitarre liegen.

 

Und bei schwierigeren Stücken – die in dem Buch nicht vorkommen, aber vielleicht geht man zum Spielen von anderen Liedern über – steht für die linke Hand ein so genannter Lagenwechsel an. Denn am Anfang spielt man links nur mit dem Zeigefinger, dem Mittelfinger und dem Ringfinger, also drei Fingern. Damit kann man nur auf den äußersten drei Bünden spielen. Wenn man zum vierten Bund möchte, sollte man die ganze linke Hand nach rechts bewegen statt einen einzelnen Finger weit abzuspreizen.

Autor seit 6 Jahren
212 Seiten
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