Informationsveranstaltung für Interessierte am neuen Studiengang ab Herbst 2019

Ein Betriebswirtschaftsstudium ist keineswegs langweilig. Dies erfuhren rund zwei Dutzend Interessenten für den neuen Studiengang »Betriebswirtschaft für kleine und mittlere Unternehmen (BW KMU)« bei einer Informationsveranstaltung Anfang Juni im Seminarraum der Technischen Hochschule Aschaffenburg (Fakultät Wirtschaft und Recht) auf dem Campus in Miltenberg.

Jens Marco Scherf, Landrat des Landkreises Miltenberg, hatte die Begrüßung vorgenommen. Die Teilnehmer waren neben den Interessierten die beiden Professoren Hartwig Webersinke und Boris Bauke sowie die Koordinatorin des Studiengangs, Charlotte Jäger und einige Kreistagsmitglieder. Scherf wies auf die Bedarfe der Unternehmen in der Region hin, die händeringend gut ausgebildete und »top motivierte« Fachkräfte benötigten. Er wies auf die besonderen Vorteile des Studiums in Miltenberg hin, das auch Menschen in besonderen Lebenslagen einen Bachelor-Abschluss ermögliche. Er bedankte sich bei den Kreistagsmitgliedern. Mit der Zustimmung zur Finanzierung des Umbaus der Räumlichkeiten und der Ausstattung des an die Berufsschule angedockten Campus hätten sie die Chance des Studiums in Miltenberg erst ermöglicht. Der Studiengang gehe nun bereits in die dritte Runde.

Landrat Scherf begrüßt.

Landrat Scherf begrüßt. (Bild: Ruth Weitz)

Unternehmensnachfolge und Digitalisierung als Mega Themen

Dekan Hartwig Webersinke brachte es auf den Punkt: »Unternehmensnachfolge und Digitalisierung sind die Mega-Themen«. Im Studium BW KMU werde der Digitalisierung in verschiedenen Modulen Rechnung getragen. Buchführung, Marketing, Personalmanagement, Recht und viele Fächer mehr seien im Basisstudium enthalten. Die Neigungen stellten sich erst im Verlauf des Studiums heraus. »Sie können sich dann Ihren Schwerpunkt aussuchen«, erläuterte er. Das Besondere an dem Studium in Miltenberg sei das so genannte »Blended Learning«, ein Mix aus Präsenz aus zwei Tagen pro Woche im Hörsaal und an virtuellem Lernen zuhause. Es nähmen insgesamt 35 Studierende an jedem Studiengang teil.

Die beiden Professoren Boris Bauke ...

Die beiden Professoren Boris Bauke und Hartwig Webersinke informieren über Details. (Bild: Ruth Weitz)

Eigenmotivation gefordert

»Sie müssen ein bisschen anpacken wollen«, stellte Professor Boris Bauke fest. Er informierte über den Einsatz von digitalen Lehr- und Lernmethoden. Eigenmotivation sei gefordert, um einen guten Lernansatz zu erarbeiten. Der Professor stellte fest: »Das nutzt auch im späteren Berufsleben«. Über eine zentrale Lernplattform im Internet, teilweise mit Interaktionsmöglichkeiten, würden viele Möglichkeiten eröffnet. Insgesamt habe das Blended Learning einen großen Vorteil gegenüber einem Fernstudium, weil es Ansprechpartner vor Ort gebe, die Kombination von virtuellem Lernen und das Vermitteln von Fachwissen durch Präsenz im Hörsaal ideal seien.

Wie sich der Einstieg ins Studium gestaltete und welche Erfahrungen sie gemacht haben, erzählten zwei Studenten aus ihrer persönlichen Lebenslage heraus. Beide hatten nach dem Abitur eine Berufsausbildung gewählt und sich erst dann zu dem Studium entschlossen. »Ich kann es nur empfehlen«, sagte einer von beiden.

Bildimpressionen

Gruppenbild mit Kreistagsmitgliedern, Landrat und Dekan (Bild: Alexandra Engel)

Eine kurze Einführung in die Betriebswirtschaftslehre
BWL kompakt für Dummies

Technische Hochschule steht den Studenten mit Rat und Tat zur Seite

Aus der Runde der Interessenten kamen viele Fragen wie »Muss ich unbedingt Abitur haben?«, »Wie sieht es mit dem Verdienst aus?«, »Kann ich nebenher auch noch arbeiten?«, »Was kostet mich das Studium?« und mehr. Da es sich um eine staatliche Hochschule handele, fielen keine Studiengebühren an. Bei individuellen Fragestellungen stünden die Mitarbeiter der Hochschule mit Rat und Tat zur Seite, beispielsweise auch bei der Vermittlung von Praktikumsplätzen, waren einige Antworten seitens der Professoren.

Anschließend bestand die Möglichkeit, die Räume anzuschauen. Koordinatorin Charlotte Jäger erklärte die technischen Möglichkeiten, die nach modernstem Standard eingerichtet wurden. Sie stand auch für Fragen der Interessenten zur Verfügung. Ein Thema, das Studierenden in spe von auswärts auf den Nägeln brennt, ist eine preiswerte Übernachtungsmöglichkeit für eine Nacht während der Präsenz in Miltenberg. »Da hätten wir gerne Unterstützung«, so Professor Webersinke.

Die Anmeldefrist fürs neue Semester läuft noch bis 15. Juli und zwar ausschließlich online unter www.studiereninab.de/bw-kmu.

Weitere Informationen auf der Internetseite der Technischen Hochschule Aschaffenburg.

 

Krimifreundin, am 06.06.2019
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Bildquelle:
Reisefieber (Wo kann man Tourismus studieren?)

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