• Am häufigsten sind Mißempfindungen in Armen und Beinen
  • Am zweithäufigsten Sehstörungen
  • An dritter Stelle stehen Kraftlosigkeit, Muskelsteifigkeit bis hin zu Lähmungen gepaart mit Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen 

Seltener sind Entleerungsstörungen der Blase und eine verwaschen Sprache.

Diese Vielzahl der Symptome machen es so schwer, Multiple Sklerose schon in einem frühen Stadium zu diagnostizieren. Typisch ist auch ein Verlauf in Schüben, aber auch diese sind je nach Form der MS nicht immer gegeben. 

Ist MS vererbbar?

Nicht ohne Grund wird MS daher auch die Krankheit mit den tausend Gesichtern genannt. Multiple Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung und hat nichts wie häufig angenommen mit Muskelschwund zu tun, auch wenn die Symptome ähnlich sind.

Ist die Diagnose MS endlich gestellt, fragen sich viele Betroffene, ob MS vererbbar ist. Multiple Sklerose ist nicht vererbbar, allerdings wird nach neuesten Forschungen diskutiert, ob eine Neigung an MS zu erkranken möglicherweise vererbbar ist. 

Progressive MS

Die progressive MS ist eine Form der MS, die es in der primären und der sekundären Ausprägung gibt. Bei der primären Form verläuft die Multiple Sklerose von Anfang an ohne Schübe. Der Zustand verschlechtert sich zusehends.

Die Gabe von Cortison ist hierbei sinnlos, da Cortison nur während eines Schubs gegeben wird und Wirkung zeigt. Diese Form ist nicht sehr häufig, der Verlauf in Schüben kommt häufiger vor.

Bei der sekundären progressiven MS verläuft die Krankheit anfangs noch in Schüben, nach einigen Jahren dann aber ohne.

Von einem Schub spricht man, wenn sich innerhalb von Stunden oder Tagen neue Symptome entwickeln und diese länger als 24 Stunden anhalten. Bei einer Liquoruntersuchung sind Entzündungszeichen zu sehen und auch beim MRT zeigen sich neue Herde oder bestehende Herde haben sich vergrößert. 

Multiple Sklerose – Schübe nehmen im Lauf der Jahre ab

Sind Schübe am Anfang der Erkrankung noch häufig, nehmen diese im Laufe der Jahre ab. Zu Beginn sind es etwa zwei Schübe pro Jahr, nach etwa zehn Jahren sind es weniger als einer.

Nach 10-15 Jahren geht eine schubweise verlaufende MS dann bei 30-40% der Betroffenen in eine progressive MS über.

Nur in sehr seltenen Fällen sind die Auswirkungen in wenigen Jahren so schlimm, dass der Betroffene schwerstgradig behindert ist. Die Krankheit beginnt meist zwischen den 20. und 40. Lebensjahr. 

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