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Definition und Symptome

Unter dem Begriff "Hyperkinetisches Syndrom" versteht man eine Aufmerksamkeitssörung, die in erster Linie bei Kindern anzutreffen ist. Symptome können Konzentrationsstörungen, motorische Unruhe und impulsives Verhalten sein. Die Ursachen sind vielfältig  und  oftmals nicht geklärt. So werden zum Beispiel eine Reizüberflutung durch die Umwelt oder genetische Entwicklungsstörungen diskutiert.

Behandelt wird das Hyperkinetische Syndrom in erster Linie mit Hilfe der Schulmedizin. Neben der Verhaltenstherapie werden oftmals Psychopharmaka verabreicht. Diese greifen in den neurologischen Stoffwechsel ein. Die Medikamente können in Einzelfällen durchaus Vorteile bringen, nicht bedacht werden allerdings die unzähligen Nebenwirkungen.

Der folgende Artikel gibt einen Überblick über mögliche naturheilkundliche Alternativen. Diese können bei richtiger Anwendung das hyperkinetische Syndrom positiv beeinflussen.

Ernährung

Die Ernährung sollte auf jeden Fall gesund und vollwertig sein. Nahrungsmittel, die eine Hyperaktivität begünstigen können, sind nicht zu empfehlen.

Der übermäßige Genuß von Zucker kann zu Konzentrationsstörungen und Nervosität führen. Stark zuckerhaltige Produkte sind deswegen eingeschränkt oder - wenn möglich - ganz zu eliminieren.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien sollten unbedingt vermieden werden. Wenn nicht anders möglich, sind die Lebensmittel einzeln auszutesten. Kommt es zu keiner allergischen Reaktion, können nach und nach andere Nahrungsmittel ausprobiert werden.

Man sollte einen Blick auf die Zutatenliste werfen. Insbesondere Farb- und Geschmacksstoffe sind zu meiden, das Risiko einer negativen Reaktion ist hier als besonders hoch einzuschätzen.

Wichtig ist die Einhaltung einer phosphatarmen Ernährung. Phosphate sind zum Beispiel in Wurstwaren und Limonaden enthalten. Wissenschaftliche Studien belegen einen Zusammenhang zwischen den oben genannten Lebensmitteln und einer Zunahme von Hyperaktivität.

Nahrungsmittel mit einem hohen Gehalt an Salizylsäure (Zitrus- und Steinfrüchte) können ebenfalls zu Verhaltensauffälligkeiten führen.  

Orthomolekulare Therapie

Magnesium und Zinkmangel können zu einer Hyperaktivität führen. Kommt es zusätzlich zu Konzentrationsstörungen, liegt oftmals ein Mangel an B-Vitaminen vor. Die oben genannten Spurenelemente sollten bei einem Mangel substituiert werden. B-Vitamine befinden in zahlreichen Lebensmitteln, zum Beispiel in Vollkornwaren (siehe Bild links). Insbesondere das Vitamin B 1 spielt im Nervensystem eine hohe Rolle. Es hat hier die Funktion eines Überträgerstoffes.

Homöopathie

Möchte man ein hyperaktives Kind homöopathisch behandeln, ist der Gang zum Heilpraktiker angebracht.  Mit Hilfe einer ausführlichen Anamnese und nachfolgender Repertorisation ist dieser in der Lage, das beste Mittel zu finden und zu verschreiben.

Soll der Heilpraktiker nicht in Anspruch genommen werden, ist die Wahl eines homöopathischen Komplexmittels angebracht. Zappelin (Globuli) deckt den hyperaktiven Symptomenkomplex wie Reizbarkeit und Nervosität relativ gut ab. Das Mittel ist  in jeder Apotheke zu erwerben.

Phytotherapie

An dieser Stelle sollen nur zwei wichtige Heilpflanzen vorgestellt werden. Der Baldrian Valeriana officinalis und die Melisse Melissa oficinalis eignen sich bei Hyperaktivität als hervorragendes "alternatives Medikament". Beide Pflanzen wirken entspannend und entkrampfend und können hervorragend bei Kindern eingesetzt werden.  Melissa und Valeriana sind als Medikament, als Tee oder Badezusatz im Handel zu erwerben..

Baldrian

Bachblütentherapie

Bachblüten beeinflussen in erster Linie den seelischen Zustand eines Kindes. Diese sind nach dem englischen Arzt Edward Bach benannt. Edward Bach erstellte 39 Blütenessenzen, welche sich unter anderem zur Behandlung psychischer Ausnahmezustände eignen. Im Rahmen des hyperkinetischen Syndroms können folgende Bachblüten verordnet werden.

Impatiens kann bei Ungeduld und Nervosität eingesetzt werden, Scleranthus bei Konzentrationsproblemen und Wils Oat bei Orientierungsstörungen. Bachblüten können in kleinen braunen Fläschen erworben werden. Für weitere Informationen soll auf die unten angegebene Literatur verwiesen werden.

Psychotherapie

Die Psychotherapie bittet einige Möglichkeiten hyperaktiven Kindern eine Hilfe anzubieten. Wichtig ist es, den Betroffenen einen strukturierten Tagesablauf anzubieten. Hierunter versteht man zum Beispiel einen festen Schlaf-Wach-Rhythmus und die Einnahme regelmäßiger Mahlzeiten. Vorteilhaft wirken sich Beschäftigungen wie Malen oder Basteln aus, besteht ein Bewegungsdrang kann dieser zum Beispiel durch Spielen ausgeglichen werden. Eine Reizüberflutung ist allerdings zu vermeiden. Die Eltern sollten ihrem Kind genügend Aufmerksamkeit schenken. Übertriebender Ehrgeiz, Streit und negative Kritik steigern die Probleme eher, anstatt sie zu senken. Kann die Hyperaktivität auf diesem Weg nicht gesenkt werden, sollte professionelle Hilfe wie sie unter anderem von Familienbildungsstätten angeboten wird, in Anspruch genommen werden.

Mein Artikel kann nicht den Rat eines Arztes oder Heilpraktikers ersetzen!

Ashlie, am 09.07.2011
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Autor seit 6 Jahren
212 Seiten
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