Praktisch: Digitales Röntgen

ZahnarztbehandlungZwar werden zum digitalen Röntgen einige zusätzliche Geräte benötigt, die in der Anschaffung teuer sind, in Zukunft werden jedoch immer mehr Krankenhäuser und Zahnarztpraxen auf diese Methode umsteigen. 
Gerade in großen Gemeinschaftspraxen und Hospitälern etabliert sich das digitale Röntgen allmählich, da die zahlreichen Vorteile nicht von der Hand zu weisen sind: Durch zusätzliche Zahnarztsoftware kann das Röntgenbild digitalisiert und so auf verschiedenen Geräten dargestellt werden. 
Da die Bilder nun digital nachbearbeitet werden können, kann fast jedes Bild so weit korrigiert werden, dass es brauchbar ist. Wenn beim Röntgen etwas schiefgeht, muss nun kein weiterer Durchgang stattfinden, bei dem der Patient unnötigerweise mit gefährlicher Röntgenstrahlung belastet wird.
Mit der entsprechenden Software ist der Radiologe oder Zahnmediziner nun in der Lage, bestimmte Bereiche farbig hervorzuheben, in das geröntgte Gewebe "hineinzuzoomen", Messungen durchzuführen und das Bild 3-dimensional darzustellen. Der Arzt kann somit die betroffene Stelle besser untersuchen und dem Patienten mit Hilfe verschiedener Farben Dinge besser erklären.
Da digitales Röntgen die Abspeicherung auf einer Festplatte oder einem anderen Speichermedium ermöglicht und die Entwicklungszeit wegfällt, kann der Radiologe somit Zeit und Materialkosten einsparen.

Für mehr Präzision und gegen die Angst vor Zahnarztbesuchen: Der Laserbohrer

An der Universität Bonn wird momentan der Prototyp eines Laserbohrers getestet, der bereits in wenigen Jahren in fast allen Zahnarztpraxen gefunden werden könnte. Das Gerät ermöglicht nicht nur beinahe schmerzfreies Bohren, sondern sorgt für wesentlich mehr Präzision bei allen Eingriffen.
Der Zahn wird bei diesem neuartigen Laserbohrer mit kurzen Lichtimpulsen "beschossen", die zwar in der Lage sind, beschädigtes Gewebe zu entfernen, allerdings sollen weder die typischen Vibrationen noch als Nebenprodukt Wärme entstehen, wie es bei marktüblichen Zahnarztbohrern der Fall ist. Eben die Einwirkung von Vibration und Wärme auf das empfindliche Zahnfleisch und die Zahnnerven verursachen die Schmerzen.
Mit Hilfe eines Laserbohrers soll es möglich sein, die Schmerzen des Patienten so weit wie möglich zu minimieren. Dies würde den meisten Betroffenen auch die Angst vor Besuchen beim Zahnarzt nehmen, da sie nun nicht mehr fürchten müssen, dass sie Schmerzen erleiden, wenn der Zahnmediziner bei der Behandlung einen Millimeter mit dem Bohrer abrutscht.
Auch in Sachen Präzision sind Laserbohrer den herkömmlichen Zahnarztbohrern weit überlegen: Da mit winzigen Lichtimpulsen auf das Gewebe geschossen wird, ist es möglich, weit kleinere Bereiche zu behandeln. Somit soll es in Zukunft möglich sein, ganz exakt bei der Entfernung von Füllmaterial und Karies vorzugehen, sodass der Zahnschmelz nicht angegriffen wird und nur das unerwünschte Gewebe entfernt wird. 
Auch die Kombination mit speziellen Diagnosegeräten soll möglich sein: Mit ihnen würde der Bohrer eigenständig Karies- von Zahngewebe unterscheiden und eigenständig stoppen, wenn die Strahlen etwas außerhalb des Kariesbefalls treffen würden.

Bilder © CandyBox Images - Fotolia.com

Nadinesss, am 18.10.2012
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Bildquelle:
Foto Kerstin Schuster (DRF Luftrettung: Menschen auf dem Luftweg retten, ohne Förderer fas...)
Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de (Deutsche Hausärzte wissen zu wenig über Autismus)

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