Neuregelung des Waffengesetzes

Die Anschaffung eines speziellen Waffentresores ist in Zusammenhang mit der Neuregelung des Waffenrechtes eingeführt worden. Demnach ist jeder, der mit entsprechender Erlaubnis eine Schusswaffe besitzt, verpflichtet, diese in einem Waffenschrank aufzubewahren. Zudem wurde auch der Waffenbesitz selbst weiter eingeschränkt, so kann die zuständige Behörde den Waffenbesitz verweigern, wenn Zweifel an dem Verantwortungsbewusstsein und der Rechtstreue des Antragstellers bestehen. Ein Waffenschein und eine Waffenerlaubnis sind demnach heute schwieriger zu bekommen. Bei Antragstellung werden Erkundigungen über Vorstrafen eingeholt und bei Menschen unter 25 Jahren auch ein psychologisches Gutachten veranlasst. Eine Ausnahme bilden die Jäger, die nach entsprechender Ausbildung und abgeschlossener Jagdprüfung auch ohne ein solches Gutachten das Recht bekommen, eine Waffe anzuschaffen. Auch für Jäger jedoch ist die Aufbewahrung der Jagdwaffen in einem Waffenschrank Pflicht.

Der Waffenschrank soll verhindern, dass die Waffe in die Hände von Unbefugten geraten kann, wie dies unlängst in einigen tragischen Fällen (Amokläufe an Schulen) beispielsweise geschehen ist.

Welche Sicherheitsanforderungen muss der Waffentresor erfüllen?

Mit der Neuregelung des Waffengesetzes wurden auch die Sicherheitsanforderungen für Waffenschränke verschärft. Zusätzlich zur Waffe musst auch die Munition im Tresor aufbewahrt werden. Neu ist außerdem, dass für bestimmte Waffengruppen auch verschiedene Sicherheitsanforderungen gestellt werden. Die entsprechenden Sicherheitsstufen können den Hersteller Informationen entnommen werden. Langwaffen müssen nach dem neuen Gesetz zum Beispiel in einem Waffenschrank der Sicherheitsstufe A aufbewahrt werden. Sollen in dem Tresor mehr als zehn Langwaffen oder gleichzeitig Munition und Kurzwaffen aufbewahrt werden, verlangt der Gesetzgeber sogar einen Waffenschrank der Sicherheitsklasse B, der sich unter anderem durch Mehrwandigkeit auszeichnet und entsprechend teurer ist.

Wer die Neuregelungen des Waffengesetzes nicht befolgt, muss mitunter damit rechnen, dass der Versicherungsschutz erlischt und die Waffenlizens entzogen wird. Deswegen ist es wichtig, beim Kauf auf die richtige Sicherheitsstufe zu achten. Zudem ist es empfehlenswert, sich für ein modernes Modell mit Finger Print Reader zu entscheiden. Bei Zahlenschlössern besteht immer die Gefahr, dass Familienmitglieder oder andere Personen den Code entschlüsseln, indem sie den Waffenbesitzer beim Öffnen des Schrankes heimlich beobachten. Die sicherste Variante ist heute der Fingerabdruck.

 

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