Cremen und nochmals cremen!

Genau ist bis heute noch immer nicht geklärt, warum manche Menschen unter Neurodermitis leiden. Dermatologen gehen inzwischen davon aus, dass eine veränderte Zusammensetzung der Hautfette bei Neurodermitis-Kranken zu den Hautproblemen führt. Die Hautoberfläche ist poröser als bei anderen Menschen und das bewirkt gerade bei Schüben, dass mehr Allergene in die Haut gelangen können. Vor allem bei Schüben in der Neurodermitis ist damit das Cremen besonders wichtig. So wird durch die Nutzung sehr fettiger Cremes der Schutzfilm der Haut wieder geschlossen. Damit werden sowohl der Juckreiz als auch die Problematik der Hauteinrisse unterbunden oder zumindest reduziert. Eine gute Fettversorgung der Hautoberfläche ist gerade in Schüben der Neurodermitis auch über den Tag unerlässlich. Es wird empfohlen sich mehrmals täglich ordentlich einzucremen.

 

Cortison für den absoluten Notfall

Das Cremen der Haut in Schüben der Neurodermitis bewirkt, dass die Hautoberfläche geschlossen wird. Der Heilungsprozess dauert aber eine Weile. Damit der Juckreiz durch das Eindringen der Allergene reduziert wird, kann man sich vom Arzt eine niedrig dosierte Cortison-Salbe verschreiben lassen. Diese bewirkt, dass durch das ausgebremste Immunsystem auch der Juckreiz der Haut reduziert wird. Die Cortison-Therapie sollte aber so maßvoll wie möglich ausfallen und nur in extremen Notfällen angewandt werden, wenn der Juckreiz der Haut unerträglich ist und damit auch durch das Kratzen Wunden auf der strapazierten Haut entstehen. Generell sind sehr stark fettende und den Heilungsprozess unterstützende Cremes - so häufig wie möglich auch während des Tages angewandt - eine wirkliche Hilfe. Oft reicht auch der Hautkontakt beim Cremen allein schon aus, um das Jucken zu verringern, da dort nicht mit den harten Nägeln, sondern mit der weichen Handinnenfläche über die gereizte Haut gestrichen wird.

 

Cortison im Notfall, Fettcreme immer

Die Schübe der Neurodermitis kommen gerade dann, wenn die Haut besonders großen Belastungen ausgesetzt ist. Im Notfall kann Cortison - kurzfristig und so gering wie möglich dosiert - als Erste-Hilfe-Therapie gegen einen Neurodermitis-Schub bzw. den Juckreiz sehr hilfreich sein. Parallel dazu sollte man das Eincremen der Haut mit sehr fettiger und heilender Creme noch häufiger als außerhalb der Schübe umsetzen.

Autor seit 3 Jahren
38 Seiten
Laden ...
Fehler!