(Bild: Maren Bessler - pixelio.de)

Nikotinpflaster

Die Benutzung von Nikotinpflastern birgt auch einige Risiken in sich, obwohl es von einigen Ärzten empfohlen wird. Das Pflaster kann auf die Haut reizen und zu allergischen Ausschlägen führen. Für Menschen, die bereits unter Hautkrankheiten leiden, ist von der Benutzung abzuraten. Außerdem kommt es zu einer erheblichen Nikotin-Überdosierung, wenn der Raucher dennoch ab und an zu einer Zigarette greift, weil die gewohnte Zigarette in der Hand fehlt. Denn viele Gewohnheitsraucher genießen die Zigarette zu einer Tasse Kaffee, einem Bier oder ähnlichen Gelegenheiten. Aber auch ohne diese Abtriften in alte Gewohnheiten treten nicht selten Beschwerden auf. Es kann zu Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen und Übelkeit kommen. Für Menschen mit Herzerkrankungen und Schwangere kommen sowieso keinerlei Nikotinersatzmittel in Betracht, da diese zu schweren Schädigungen beim Erkrankten oder dem ungeborene Leben führen können. Empfohlen werden Nikotinpflaster bei mittleren bis starken Rauchern, die keine sonstigen gesundheitlichen Probleme haben. Eine Abhängigkeit von Nikotinpflastern soll es nicht geben.

Nikotinkaugummi

Der Nikotinkaugummi ist für Menschen gedacht, die nur wenig oder nur in geselliger Runde rauchen. Sie werden wie andere Kaugummis auch gekaut. Es gibt sie in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Angeblich sollen sie als Zusatzmittel zum Nikotinpflaster genommen werden dürfen, wenn der Entwöhnungswillige trotz des Pflasters ein starkes Verlangen nach einer Zigarette hat. Bei regelmäßiger Benutzung von Nikotinkaugummis kann dieser jedoch auch zur Sucht führen.

Nikotinlutschtabletten

Für Nikotinlutschtabletten gilt das Gleiche wie für die Nikotinkaugummis. Sie werden nur bei Bedarf benutzt. Die Nikotinzufuhr kann selbst gesteuert werden.

Nikotinnasenspray

Das Nikotinspray leitet das Nikotin über die Nasenschleimhäute in den Körper. Wie bei anderen Nasensprays auch wird hier eventuell eine hohe Abhängigkeit stattfinden, da die Nasenschleimhäute immer mehr austrocknen, je öfter Nasenspray benutzt wird.

 

Zum Nikotin Inhalator zählt auch die sogenannte E-Zigarette, über die gerade im Moment heiße Diskussionen entflammt sind. Fest steht, dass dies der für Raucher ähnlichste Weg ist. Hier sieht die Pharma-Industrie viele kleine Konkurrenten auf dem Markt und geht mit massiven Mitteln gegen diese vor. Denn, bislang wurden die E-Zigaretten auch von vielen Rauchern als Ersatz akzeptiert und ist lange nicht so teuer, wie der in Apotheken erhältliche Nikotin Inhalator. Vom Gesetzgeber stehen hier noch Entscheidungen aus.

Nachtrag: Jetzt hat der Gesetzgeber entschieden: E-Zigaretten dürfen weiterhin auch außerhalb von Apotheken verkauft werden.

Nikotin Inhalator und E-Zigarette

E-Zigarette (Bild: Dirk Kruse - pixelio.de)

Akupunktur und Akupressur

Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin gibt es am Körper bestimmte Suchtpunkte, bei denen durch Stechen oder Pressen der Haut eine Linderung der Entzugserscheinungen möglich wäre. Bisher gibt es jedoch noch keine wissenschaftlichen Studien, die dieses bestätigen.

Hypnose

Zwar gilt Hypnose bereits als anerkanntes medizinisches Mittel, jedoch ist noch unklar, ob es tatsächlich dazu beitragen kann, dass ein Raucher zum Nichtraucher wird. Bisher wurde das noch nicht ausreichend erforscht.

Empfohlen werden auf alle Fälle immer Bewegung, Sport, Entspannungstraining und Ablenkung, um gar nicht erst das Verlangen nach einer Zigarette entstehen zu lassen. Den Mund zwar beschäftigen, aber nur mit Obst, Gemüse und zuckerfreien Naschereinen, sonst fängt die Kleidung schnell an zu zwicken und die ersten Nähte reißen. Ein angehender Nichtraucher wird oft durch die Entzugserscheinungen unausstehlich. Diese Phase soll sich jedoch nach ein paar Wochen wieder legen. Je nach Veranlagung steigert sich nach 80 bis 120 Tagen das Verlangen nach Zigaretten noch einmal enorm, da Zigaretten auch Nornikotin enthalten. Dieses Suchtmittel ist erst nach diesem Zeitraum im Körper abgebaut und er verlangt erneut danach.

Ajerrar, am 25.09.2014
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