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Einleitung

Bodenbeläge bestimmen in erster Linie die Wohnqualität eines Hauses. Sie sollten einen positiven Einfluß auf das Raumklima haben. Bodenbeläge aus natürlichen Materialien, dazu gehören zum Beispiel Holz und Linoleum, beinhalten wenig Schadstoffe. Auch die Ökobilanz dieser Produkte ist in der Regel überzeugend. Unter einer Ökobilanz versteht man Kriterien wie den Energieaufwand bei der Herstellung oder die späteren Entsorgungskosten.

Natürliche Bodenbeläge gibt es vielen Varianten zu kaufen. Vor dem Kauf sollte überlegt werden, wo der Belag eingesetzt werden soll. Auch subjektive Eigenschaften spielen eine Rolle. Zum Beispiel können ökologische Stoffe bei einigen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen.

Holz

Holzparkett und Holzdielen gibt es in vielen Varianten zu kaufen. Holz ist ein vielseitiger Baustoff. Er vermittelt eine wohnliche Atmosphäre und ist in hohem Maße wärmedämmend. Bodenbeläge aus Holz geben ihre Wärme nur langsam ab, so daß sie als fußwarm gelten. Den Baustoff Holz gibt es aus Ahorn, Buche, Eiche oder aus Nußbaum. Der Vielfalt sind hier keine Grenzen gesetzt.

Tropenhölzer sollten allerdings nicht eingesetzt werden, diese dienen dem Schutz der Regenwälder. Es gibt inzwischen Hölzer aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Auf Grund der langen Transportwege ist aber trotzdem vom Einsatz dieser Materialien abzuraten (negative Ökobilanz).

Kork

Bodenbeläge aus Kork bestehen in der Regel aus Naturkork. Dieser wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen. Ein Bindemittel aus Naturharz hält das Material zusammen. Korkprodukte müssen mit Hilfe von Öl und Wachs vor Feuchtigkeit geschützt werden. Das Material Kork ist wärmedämmend und -speichernd. Es wirkt in hohem Maße trittschalldämmend und antistatisch. Der Naturstoff Kork kann universell eingesetzt werden (außer in Feuchträumen). Korkfliesen lassen sich verkleben, Korkparkett wird schwimmend verlegt.

Linoleum

Der Bodenbelag Linoleum existiert schon seit vielen Jahrzehnten. Viele Gebäude wurden besonders in den 50er und 60er Jahren mit diesem Belag ausgestattet. Zwischenzeitlich geriet dieser Stoff zugunsten synthetischer Produkte in Vergessenheit. Heute erlebt  Linoleum eine neue Renaissance.

Linoleum setzt sich aus den Wörtern "linum" für Leinen und "oleum" für Öl zusammen. Der Stoff setzt sich tatsächlich aus diesen beiden Bestandteilen zusammen. Weitere Inhaltsstoffe sind Jute, Holz- und Korkmehl.

Linoleum hat viele positive Eigenschaften. Es ist strapazierfähig, antistatisch, pflegeleicht und nur schwer entflammbar. Linoleum kann gut über Fußbodenheizungen verlegt werden. 

Naturfasern

Zu den pflanzlichen Naturfasern zählen Baumwolle, Sisal, Jute und Kokos, zu den tierischen Fasern Wolle, Seide und Ziegenhaare.

Wolle nimmt einen großen Teil dieser Produkte ein. Der Naturstoff ist antistatisch und unempfindlich  gegen zu hohe Luftfeuchtigkeit. Allerdings hat Wolle einen natürlichen Feind - die Motte. Manche Wollteppiche werden mit dem Insektizid Permethrin behandelt, ein unter Baubiologen sehr umstrittener Stoff.

Sisal und Kokos werden aus Pflanzenfasern gewonnen. Die Sisalfasern stammen aus den Blättern der Sisalagave, die Kokosfasern werden aus der Kokosnuss gewonnen. Beide Produkte werden  zu Matten und Fliesen verarbeitet. Sisal und Kokosbeläge sind langlebig, schallschluckend, wärmeisolierend, schwer entzündbar und unempfindlich gegen Pilzbefall.

Bambus

Bambus ist ein weiterer natürlicher Baustoff aus dem Bodenbeläge wie Parkett, Fliesen oder Platten hergestellt werden. Auch diese Beläge zeichnen sich durch Stabilität und Langlebigkeit aus. Sie lassen sich im Rahmen des ökologischen Bauens hervorragend einsetzen.

Ashlie, am 05.07.2011
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Bildquelle:
Amazon (Holz)
Quelle: www.fensterhandel.de (Kunststofffenster sparen nicht nur Energie)

Autor seit 5 Jahren
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