Täglich 100 Tote durch Ertrinken in EUROPA

In Europa ertrinken jedes Jahr nach Informationen der Weltgesundheitsorganisation WHO zwischen 35.000 und 40.000 Menschen. Jeden Tag sterben in Europa demzufolge statistisch gesehen 100 Menschen im Wasser – im Urlaub, in der Freizeit und während der Berufsausübung. Bei Kindern ist Ertrinken in fast allen europäischen Ländern die zweithäufigste Todesursache nach Verkehrsunfällen. Die meisten Todesfälle liegen in den Monaten Mai bis September, also in der Haupt-Badesaison. Jahr für Jahr verschwinden somit die Bewohner einer kompletten Kleinstadt. Und die Politik tut erschreckend wenig bis gar nichts. Für die Sicherheit an Badeseen gibt es bisher keine einheitlichen Regelungen auf Bundesebene und vor allem keine klaren Verantwortlichkeiten. Nach dem "Verursacherprinzip" sollen sich die Gemeinden darum kümmern. Doch das Aufstellen von Badeverbotsschildern, die viel zu oft ignoriert werden, stellen wegen leerer Kassen vielfach die einzige, allerdings fragwürdige Möglichkeit für viele Kommunen dar, sich schadlos zu halten. Schilder wie "Baden auf eigene Gefahr" sind aber kein geeignetes Mittel für mehr Badesicherheit. 

Zitat Organisation "Blausand": "Es gibt wenig vergleichbare Bereiche in Deutschland und Europa, in dem die Verantwortung so verantwortungslos delegiert wird wie bei der Badesicherheit und damit die Grenze von fahrlässigem Verhalten deutlich überschreitet".

Denn eindeutig zuständig sind die für die Badesicherheit verantwortlichen Gemeinden in Deutschland als Eigentümer der Badegebiete. Und die Kommunen haben die "Verkehrssicherungspflicht"!

Sie, meine Damen und Herren aus der Politik tragen die Verantwortung!

Meine sehr geehrten Damen und Herren in der Politik, Sie bekommen ihre nicht geringen Bezüge, weil sie Verantwortung übernommen haben. Ich muss Sie hiermit auffordern, dieser gerecht zu werden. Wie kann man in ihrer Position zulassen, dass Lehr-Schwimmbäder geschlossen werden und Schwimm-Unterricht ausfällt? Natürlich weiß auch ich, dass unsere Kommunen klamm mit finanziellen Mitteln sind. Und das man natürlich alles finanzieren und gegenfinanzieren muss! Alles? Wer fragt bei Rettungsschirmen für Banken nach der Gegenfinanzierung? Auch beim Thema Diätenerhöhung hab ich diese Worte nie gehört. 10 % Erhöhung ihrer Bezüge, wird dafür das Parlament verkleinert? Wird an anderer Stelle eingespart? Nein, mehr Geld für Sie und noch ein par Pöstchen extra geschaffen. Der deutsche Michel hat es ja. Andererseits gehen Ihnen 5 – 600 Menschenleben jährlich allein in Deutschland an der hinteren Körperöffnung vorbei! Weg sehen und bei diesen Zahlen nichts zu tun, ist in meinen Augen mehr als fahrlässige Tötung. Ich fordere Sie hiermit dringend auf: "Unternehmen Sie etwas! Schwimm-Unterricht muss Pflichtfach ab 6 Jahren sein. Schulen müssen über geeignete Lehrbecken und das nötige Fachpersonal verfügen." Verantwortlichkeit muss klar geregelt sein. Ehrenamtliche Retter sollten besser gewürdigt werden. Zumindest eine Aufwandsentschädigung erhalten.  

Wenn man möchte, gäbe es eine Lösung
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Schwimmrettungsgürtel, wäre das eine Lösung?

Piloten haben Fallschirme, jedes Auto verfügt über einen Sicherheitsgurt.

Den einzuführen und das Tragen bzw. Anschnallen zur Pflicht zu machen und durchzusetzen war auch nicht einfach. Nun gibt es für Surfer auch ein Rettungssystem, mit kleinen Pressluftflaschen aufblasbare Rettungsbojen für den Notfall. In Flugzeugen funktionieren die Schwimmwesten nach diesem Prinzip. Es besteht also die Möglichkeit auch für Schwimmer einen einfachen Gürtel zu konstruieren, der beim Baden nicht behindert, der aber im Notfall ausgelöst werden kann. In diesem doppelwandigem Gürtel befindet sich ein aufblasbarer Rettungsring aus imprägniertem Stoff. Alles sehr leicht, hautfreundlich und in ansprechendem Design. Gerät ein Schwimmer in Not, kann er die Kartusche betätigen. Er bekommt soviel Auftrieb, dass er atmen kann. Auch für Retter ist es einfacher einen Ohnmächtigen zu bergen, der an der Wasseroberfläche bleibt. Außerdem stabilisiert er seine eigene Lage durch seinen eigenen Gürtel. Denn auch Lebensretter sind schon ertrunken.

Ich hab mir über solch ein Utensil Gedanken gemacht. Dabei festgestellt, dass es bereits ein Patent (WO 2002098729 A1-Schwimmrettungsgürtel) darauf gibt. Bedauerlich dabei ist, dass es in einer Schublade verkommt. Auf meine Anfragen wurde nicht geantwortet. So ein Gerät müsste an allen nicht überwachten Bademöglichkeiten Pflicht werden. Sicherlich bedarf es da einer Gesetzes-Vorgabe. Und die Umsetzung wird vermutlich Kritiker und Widerspenstige auf den Plan locken.

Aber wäre das nicht 4 – 600 Menschenleben wert? Möglicherweise könnte man ja auch andere EU-Staaten davon überzeugen.

Autor seit 5 Jahren
268 Seiten
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