Heimlichwünscher oder Zufallsoptimierer?

Seit einigen Jahren ist Wünschen ein Thema, welches inzwischen allgemein Beachtung findet, ohne dass man gleich schief von der Seite angesehen wird. Jeder von uns kennt sicher wenigstens einen Menschen, der sich zumindest schon einmal im Parkplatzwünschen versucht hat, weil er zum achtundneunzigsten Mal um dieselbe Ecke gekurvt ist, nur, um einen einigermaßen geeigneten Parkplatz zu ergattern. Vielleicht gehört der Eine oder Andere zu denjenigen, die, je nach Gemütsverfassung und Wunschproblematik, laut, leise oder hinter vorgehaltener Hand wünschen. Ob heimlich oder öffentlich, jeder wünscht und hofft doch insgeheim, dass seine Wünsche in Erfüllung gehen und wer sich nicht an große Wünsche wagt, wünscht erst mal im Kleinen. Hier bietet sich der Parkplatz geradezu an, weil die möglichen Folgen bei Wunscherfüllung oder -verweigerung verschmerzbar erscheinen. Jeder, bei dem der Parkplatzwunsch, obgleich den übelsten Parkplatzaussichten geklappt hat, freut sich und schiebt es entweder auf den Zufall oder auf seinen perfekt formulierten Wunsch. Wenn man es genau betrachtet ist der Parkplatz in beiden Fällen dem Glücklichen zugefallen, wobei es sich nun diskutieren lässt, ob ein erwünschter Zufall und ein gezielter Wunsch nicht ein und dasselbe sind? 

Ein Pessimist spricht hier sicherlich von Zufall, während ein Optimist vermutlich der Wunscherfüllung den Vorzug gibt. Entspannter ist sicherlich der Optimist. Er kutschiert sein Auto wahrscheinlich recht frohen Mutes mittendrein in das Chaos der Großstadt und weil er sich die Nervosität erspart und besonnen fährt, erhascht er tatsächlich eine passende Parkmöglichkeit zu seinen Konditionen.

Der feine Unterschied - ...und der heimliche Neid auf Erfolg

Den optimistischen Wünscher und den pessimistischen, beziehungsweise heimlich zuversichtlichen Zufallsoptimierer erkennt man meist auf den ersten Blick:

Der optimistische Wünscher hat im Normalfall keinerlei Hemmungen zuzugeben, dass er sich Parkplätze oder andere Nützlichkeiten wünscht, die sein Leben bereichern oder anderweitig verbessern. Der Könner wünscht routiniert Querbeet und macht auch vor neuen Möbeln, beneidenswerten Reisen und einem teuren Auto nicht halt - neue Liebe inbegriffen. Beeindruckender Weise hat er oft Erfolg und strotzt förmlich vor Vertrauen, auch wenn mal etwas schief geht – er hat eben nur schlecht formuliert.

Der getarnte Wünscher, oder besser: der Zufallsoptimierer, hält mit seinem Optimismus, was das Wünschen angeht, gern fein säuberlich hinterm Berg und hofft nonchalance auf Erfüllung. Wünschen ist für ihn esoterisches Klimbim, das zumeist von, in Batik gekleideten Menschen mit Persönlichkeitsstörung angewendet und beweihräuchert wird. Gut gekleidete Wünscher hält der Zufallsoptimierer in der Regel für Bur...oder doch lieber zu Fußnout - gefährdet, oder zumindest für chronisch überbelastet. Unter dieser Prämisse wären also mindestens zwei Drittel unserer Mitmenschen seelisch dringend erholungsbedürftig und sollten, nach einem ausgedehnten Urlaub, einen Psychiater aufsuchen, der zuverlässig beeinträchtigte Gehirnwindungen entwirrt. Erstaunlich ist dabei, dass der bestrebende Zufallsoptimierer mit einem Hauch von Neid auf die Erfolge des Wünschers schielt....

Positiv denken!

In unserer Gesellschaft ist das Bestreben nach Geld, Macht und Erfolg unübersehbar mit dem Ansehen einer Person verknüpft. Die Sehnsucht nach Anerkennung ist groß und die Hoffnung auf Erfüllung unserer insgeheimen und laut ausgesprochenen Wünsche ungebrochen. Es scheint, als ob Menschlichkeit, Herzlichkeit und ein liebevolles Miteinander auf der Treppe in die Chefetage nicht mehr gefragt sind. Auf den einen Wunsch folgt der Nächste und auf diesen wieder einer. Trotz des gegenseitigen Konkurrenzkampfs sehnen sich die meisten Menschen jedoch nach Ruhe, Geborgenheit und Liebe. Einige gehen ganz offen damit um, andere behalten solche Äußerungen lieber für sich. Vielleicht ist das der Grund, weshalb es immer mehr Ratgeber für erfolgreiches Wünschen und positives Denken gibt. Im geheimen Kämmerlein kann ein Jeder sein persönliches Potential auf dem Gebiet des positiven Denkens schulen und die Wirkung seiner Wünsche analysieren und falls nötig, neu formulieren. Allerdings sollte man sich tunlichst gut überlegen, was und wie man sich etwas wünscht. Es könnte nämlich passieren, dass man es genauso bekommt! - Nicht nur Negativdenker erhalten mit der verkehrten Formulierung ihrer Wünsche ein unerwünschtes Ergebnis.

Damit Sie ihr perfektes Wunschergebnis erhalten wird das Wie und Warum des Wünschens verständlich und stimmig von verschiedenen Autoren in zahlreichen Büchern genau beschrieben und erklärt.Wer also aus der anstrengenden Negativschleife seines Alltags aussteigen will oder sich einfach ein wenig Zuspruch, Hilfe und Anregungen für eine positivere Denkweise holen und das nicht unbedingt öffentlich tun möchte, ist mit dem breitgefächerten Angebot von Wunschliteratur gut beraten. Professionelle Beratung bei einem Psychiater oder Psychologen wäre wesentlich teurer und manchmal hilft auch ein kleiner Anstoß, um umzudenken und um sich selber am Schlafittchen zu packen.

Richtig wünschen - Tipps von Pierre Franckh und Michaela Merten

Buchempfehlungen und Ratgeber - ... die sie auf Ihrem Weg in eine zufriedene Zukunft begleiten können

Empfehlenswerte Bücher zum Thema Wünschen sind erschwinglich und leicht über die bekannten Portale im Internet zu bestellen oder im Fachhandel und in Buchhandlungen erhältlich.

Ich wünsche allen heimlichen und unheimlichen Wünschern und Zufallsoptimierern eine stets gute Bilanz auf dem Weg zu ihrem persönlichen Erfolg und immer einen guten Parkplatz!

Autor seit 4 Jahren
2 Seiten
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