Singlebörsen: Frauen bevorzugt!

Wer Single ist, hat es heutzutage unverschämt leicht, mit anderen Singles ins Flirten zu kommen: Einfach in einer der vielen kostenlosen Singlebörsen eine Kontaktanzeige geschaltet, fertig! Dabei haben Frauen, auch wenn der Geschlechteranteil in einer Partnerbörse oft ausgewogen ist, weitaus einfacher, angeschrieben zu werden. Trotz Emanzipation und Gleichstellung gilt auch im Web: Frauen wollen umworben werden, Männer wollen buhlen!

Unfähig zu normaler Kommunikation?

Mit umso mehr Erstaunen oder blankem Entsetzen müssen weibliche Singles registrieren, dass sich unter den Zuschriften so manche Botschaften von Creeps oder absonderlichen Freaks befinden. Datings erscheinen mit derlei Zeitgenossen außer Frage zu stehen.

Und dennoch versuchen sie es immer wieder: Plumpe Anmachsprüche, aufdringliche Zeilen oder sehr eindeutige Fotos vermiesen den Spaß am Partner suchen und finden - ganz zu schweigen davon, dass sie dem männlichen Geschlecht einen verheerenden Ruf einbringen und bei so manchen Frauen den Eindruck entstehen lässt, als bevölkerten fast ausschließlich solche Männer das Internet, die außerhalb ihrer eigenen vier Wände unfähig zu normaler menschlicher Kommunikation sind.

Minderheit bringt Mehrheit in Verruf

Hierbei darf man aber eines nicht übersehen: Eine Minderheit bringt die Mehrheit in Verruf! Ein beispielsweise in den Medien seit jeher verbreitetes Phänomen: Einzelfälle werden dermaßen aufgebauscht, dass es scheint, als stünden ihre Verfehlungen stellvertretend für die Mehrheit einer bestimmten Gruppierung.

Dabei zeigt aber bereits das Faktum, dass es sich um wenige Fälle handelt, eindeutig auf, wie selten sie vorkommen. Andernfalls kämen die Medien mit der entsprechenden Berichterstattung gar nicht mehr nach.

Was eine Geste bewirken kann

Ein großer Nachteil der Singlebörsen gegenüber der "echten Welt" ist natürlich das Fehlen unterschwelliger Kommunikationsmittel. Ein Satz wie: "Das werde ich mir merken!", wirkt in der geschriebenen Version bedrohlich. Spricht man diesen jedoch aus und lächelt dabei oder gestikuliert entsprechend beschwichtigend, kann dieser eine völlig andere Wirkung erzeugen. Auf diese Weise entstehen viele Missverständnisse, die etwa beim realen Flirten in der Disco ausblieben.

Post von Creeps gehört in den Papierkorb

Zu guter Letzt sollte man nicht vergessen, dass auch im Internet Menschen mit all ihren Schwächen hinter dem Bildschirm sitzen. Da ist schon mal rasch ein falsches Wort geschrieben oder eine Frage missverständlich formuliert.

Aber was tun, wenn man als weiblicher Single seltsame Nachrichten von Creeps erhält? In fast allen Fällen genügt es, diese Nachrichten ungelesen im Papierkorb zu entsorgen, ohne aufgebracht oder wütend zu antworten. Dann vergeht irgendwann auch dem abgefahrensten Freak die Lust am Schreiben.

Nikakoi, am 11.01.2013
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