Sukkulenten sind pflegeleichte Zimmerpflanzen

Als Vorratslager für die benötigte Flüssigkeit können Stängel, Stamm, Wurzel, Blätter oder Stacheln dienen. Das macht die Pflanzen anspruchslos gegenüber klimatischen Unbilden, und deswegen überstehen die Pflanzen oft klaglos längere Dürreperioden durch sehr unregelmäßiges Gießen

Sukkulenten werden gelegentlich auch als "Fettpflanzen" bezeichnet. Am bekanntesten ist wohl die "Fette Henne".

Zwei Pflanzen verwöhnen selbst die größen Giessmuffel mit zahlreichen und wunderschönen Blüten: Die Kalanchoe muss nur alle zwei Wochen gegossen werden, die Phalaenopsis erwartet vom Menschen alle zwei Wochen ein 30-minütiges Tauchbad mit anschließendem Abtropfen.

Ausreden gelten nicht: Zum Einhalten der 14-Tages-Frist kann die Weckfunktion des Handys aktiviert werden.

Acht Vorschläge für pflegeleichte Zimmerpflanzen

Mit diesen acht Vorschlägen werden Sie ohne Aufwand zum "Pflanzenkenner und Pflanzenversteher".

Vorschlag 1: Grünlilie

Eine Grünlilie verträgt ohne Murren staubige, unbelüftete und Räume ohne viel Licht; aus diesem Grunde hat sie den landläufigen Spottnamen "Beamtenkraut" zu Recht erhalten. Natürlich gedeihen Grünlilien an hellen Standorten besser. Sie haben dicke Wurzeln, die das Wasser ausgezeichnet speichern und ein unregelmäßiges Gießen gut verkraften.

Grünlilien vertragen aber keinen Frost, aber zum Glück sind Beamtenstuben meist gut beheizt.

Vorschlag 2: Bogenhanf

Der Bogenhanf überlebt in Innenräumen fast jede (Nicht-)Behandlung. Mit seinen schwertförmig nach oben gerichteten Blättern sieht er nicht nur wehrhaft aus, denn er erträgt als Wüstenpflanze fast alles – außer Temperaturen unter 12 Grad Celsius. Vor Verdunstung schützen ihn seine harten Blätter. Er verträgt deshalb seltenes Gießen sehr gut. Auch dunkle Standorte machen ihm nicht viel aus.

Bogenhanf gehörte den 60er Jahren zu festen Einrichtung in jedem Wohnzimmer und Büro. Nun erlebt er sein Comeback und erntet auf vielen Social Media-Kanälen zum Thema Klima als natürlicher Luftfilter reichlich Lob, denn Bogenhanf filtert Giftstoffe und sorgt so für eine verbesserte Luftqualität.

Vorschlag 3: Fensterblatt

 

Das Fensterblatt trägt den monströsen lateinischen Namen "Monstera deliciosa", weil ihre großen dunkelgrünen Blätter an Monsterhände erinnern. Ihr deutscher Name besagt zugleich viel über den geeigneten Standort der Pflanze: Sie gehört zu jreder Jahreszeit an einen hellen Fensterplatz ohne allzu starke direkte Sonneneinstrahlung. Weil sie Luftwurzeln bildet, die Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen, reicht gelegentliches Gießen oder Düngen völlig aus.

 

Vorschlag 4: Efeutüte

Sie ist die kleinere Schwester des Fensterblatts und deshalb ebenso ein guter Luftfilter. Auch sie braucht einen hellen oder halbschattigen Standort, um ihre hellgrüne typische Maserung auszubilden, verlangt aber einmal pro Woche das Gießen oder eine Dusche aus der Sprühflasche.

Vorschlag 5: Elefantenfuß

Wer die bisherigen vier Vorschläge immer noch für einen zu großen Pflegeaufwand hielt, sollte es einmal mit dem Elefantenfuß versuchen; er gilt als pflegeleichteste Zimmerpflanze. Manchmal trägt der der Elefantenfuß auch den bezeichnenden Namen Flaschenbaum, da sein flaschenförmiger Stamm Wasser für mehrere Monate speichern kann. Ihm machen Temperaturschwankungen genau so wenig aus wie eine mangelnde Beleuchtung. Eigentlich ist es ein Wunder, dass er dennoch mit seinem wuchtigen Fuß und den langen Blättern hübsch aussieht.

 Vorschlag 6: Geldbaum

Der Geldbaum benötigt einen hellen Standort ohne direktes Sonneneinstrahlung. Pflanzen dieser Gattung sind kaum totzukriegen. Als Wüstenpflanze mag der Geldbaum auch schattige Plätze. Eine mäßige Bewässerung reicht. Eine Düngung ist nur in den ersten Lebenswochen nötig.

Vorschlag 7: Yucca-Palme

Die Yucca heißt auch Palmlilie, ist ein Agavengewächs und in Mittel- und Nordamerika heimisch. Sie wächst rasch und ist auch besonders pflegeleicht. Yucca-Palmen bevorzugen sonnige Orte, im Sommer gedeihen sie gerne auch auf dem Balkon. Sie ist allerdings nichts für Faulpelze und überzeugte Gießmuffel, denn die Erde der Yucca-Palme muss konstant feucht gehalten und alle drei Wochen gedüngt werden.

Die Yucca stören dunkle Räume nicht, aber auch starke Sonneneinstrahlung machen ihr nichts aus.

Vorschlag 8: Kentia-Palme

Die Kentia-Palme ist eine der beliebtesten Zimmerpflanzen und gilt auch als die robusteste Palmen-Art. Kentiapalme sollten nie einen sonnigen Standort haben; ein Halbschatten ist für sie am besten.

Die Pflanze hat nur einen sehr geringen Wasserbedarf. Vor dem Gießen ist stets zu prüfen, ob die Erde wirklich trocken ist, denn nur dann verträgt sie eine erneute Wasserzufuhr.

 

 

 

 

 

 

Autor seit 5 Jahren
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