Pfingstrosen in der Medizin

Alle Teile der Pflanze, von der Wurzel bis zu den Samen sind giftig und enthalten Anthocyanglykoside (Paeonin) und Alkaloide. Dennoch spielte die Pfingstrose in der Volksheilkunde lange Zeit eine Rolle. Aus der Wurzel wurde ein Heilmittel gegen Gelbsucht, Nieren- und Blasenleiden gewonnen. Essenzen aus der Pfingstrose fanden auch bei Gicht, Rheuma und Epilepsie Verwendung. In der traditionellen chinesischen Medizin spielt die Pfingstrose nach wie vor eine große Rolle und wird dafür sogar großflächig angebaut. In Europa wird die Pfingstrose nur mehr homöopathisch verwendet. Andere Zubereitungen und Tees aus den Blüten sind absolut abzulehnen. Die Therapie mit der Pfingstrose ist nicht zur Selbstmedikation geeignet. Bei einer Vergiftung können Erbrechen, Magen- und Darmbeschwerden, Durchfall und Koliken auftreten.

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Pfingstrosen im Staudenbeet

Pfingstrosen sind Starkzehrer, sie benötigen einen nährstoffreichen Boden und einen sonnigen Standort. Obwohl sie einen hohen Nährstoffbedarf haben, wirkt sich stickstoffreicher Dünger oder Mist nachteilig aus. Die Pfingstrosen reagieren darauf mit gelben Blättern oder abfallenden Knospen. Päonien sollten immer in größeren Gruppen, im Abstand von mindestens einem halben Meter gepflanzt werden. Zwischen den Pfingstrosten können noch kleinblumige Massenblüher wie Vergissmeinnicht, Steinkraut oder Schleifenblumen, gesetzt werden. Als Hintergrund im Staudenbeet eignen sich Fingerhut oder Eisenhut, die erst nach den Pfingstrosen blühen.

Dekorations-Tipp: Pfingstrosen sind sehr gute Schnittblumen für die Blumenvase. Die frisch aufgeblühten Blüten lassen sich, am Stiel kopfüber aufgehängt, auch sehr gut trocknen. Ganze Blüten kann man für Gestecke verwenden, die Blütenblätter machen sich gut in duftendem Potpourri.  

Pflege und Vermehrung der Pfingstrosen

Die Stiele der Stauden-Päonien sollten bei der Blüte gestützt werden, damit die doch relativ schweren Blüten bei Wind und Regen nicht umfallen können. Das Laub der Staudenpfingstrosen wird erst im Herbst zurück geschnitten. Die verblühten Blüten sollte man jedoch nach der Blüte entfernen ohne eine Samenentwicklung zuzulassen, da diese der Pflanze die Kraft raubt. Eine Vermehrung durch Samen ist zwar möglich, erfolgt aber besser durch Teilung der Wurzelstöcke. Dafür ist von September bis Oktober der günstigste Zeitpunkt. Die Blattaustriebe (Augen) dürfen nur mit ungefähr 5 cm Erde bedeckt werden. Zu tief eingesetzte Päonien blühen nicht gerne. Bis zur ersten Blüte von Jungpflanzen vergehen mitunter drei Jahre. Ein Umsetzen ist nach Möglichkeit zu vermeiden, da sich Pfingstrosen am selben Standort wohlfühlen und sich über Jahre weiterentwickeln. Auch Baum- und Strauchpeonien lieben einen geschützten und vollsonnigen Standort und einen gut durchlässigen Boden. Sie können nach der Blüte etwas zurück geschnitten werden. 

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