Kategorie Bäume: Feld-Ahorn

Der Feld-Ahorn (Acer campestre) wird Baum des Jahres 2015. Dies gaben die Baum des Jahres Stiftung und das Bundesamt für Naturschutz bekannt.

Der Feld-Ahorn, auch Maßholder genannt, ist mit 15 - 20 m relativ klein und wirkt knorrig. Im Wald ist er selten zu finden, er wächst eher am Waldrand oder in Hecken. Da er sommerwarme Standorte bevorzugt, eignet er sich hervorragend als Stadt- und Straßenbaum. Als Stadtbaum eignet er sich zusätzlich aufgrund seiner Toleranz gegen eine höhere Bodenverdichtung, gegen Sommerhitze und Sonnenstrahlen. Der Feld-Ahorn spielt in der kommerziellen Holzbewirtschaftung keine Rolle, sein Stamm ist dafür zu dünn.

Wegen seiner geringen Höhe und wegen seiner Toleranzverträglich gegen Umwelteinflüsse eignet er sich besonders zur Luftreinigung in Städten, so die Begründung für seine Wahl.

 

Kategorie Blumen: Der Gewöhnliche Teufelsabbiss

Der Gewöhnliche Teufelsabbiss wurde von der Loki-Schmidt-Stiftung in Hamburg zur Blume des Jahres 2015 gekürt.

Mit der Auszeichnung soll auf besonders schützenswerte Pflanzenarten aufmerksam gemacht und das Bewusstsein für die Bedrohung vieler heimischer Pflanzen und Tiere geschärft werden. Der Gewöhnliche Teufelsabbiss kommt auf feuchten Wiesen und in Moorgebieten vor. Die intensive Landwirtschaft hat diese Flächen weitgehend trockengelegt, so dass diese Pflanzen ihre Existenzgrundlage zunehmend verlieren. Größere Bestände befinden sich derzeit noch in den Alpen. Einer Sage nach soll der Teufel aus Zorn über ihre Heilkraft die Wurzeln abgebissen haben.

 

Kategorie Heilpflanze: Die Gemüsezwiebel

Der Verein NHV Theophrastus hat die Gemüsezwiebel zur Heilpflanze des Jahres 2015 gekürt.

Die Gemüsezwiebel ist reich an Vitamin C und Kalium. Dazu hat sie quasi kein Fett und nur sehr wenige Kalorien. Sie ist auch eine Allzweck-Wunderwaffe im Arsenal der Heilpflanzen. Die Zwiebel enthält nämlich eine sehr große Menge der Aminosäure Alliin. Diese ist antioxidativ und beugt Krebs vor. Zudem hilft die Zwiebel bei Mittelohrentzündung und Erkältungen. Bei Insektenstichen unterstützt sie außerdem das Abschwellen der Quaddeln. Das Nahrungs- und Würzmittel sei auch bei Appetitlosigkeit und zur Vorbeugung altersbedingter Gefäßveränderungen wirksam. Laut NHV verzehren die Deutschen pro Kopf und Jahr sieben Kilogramm der Gemüsezwiebel. Die Gemüsezwiebel wird seit mehr als 5000 Jahre kultiviert und kommt in fast allen Kulturen vor.

 

 

Kategorie Pilze: Die Becherkoralle

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie hat die Becherkoralle zum Pilz des Jahres 2015 gewählt.

Die in den letzten Jahren betriebene intensivierte Holznutzung unserer heimischen Wälder hat dazu geführt, dass zahlreiche Pilze ihrer Nahrungsquelle entzogen werden. Die Becherkoralle findet man an absterbendem Holz. Durch die intensive Bewirtschaftung gibt es aber kaum noch absterbendes Holz. Die Forstwirtschaft wird aufgerufen eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zu betreiben, die die Lebensräume der gefährdeten Pilzwelt erhält.

 

Kategorie Waldgebiet: Der Grunewald

Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) wählte den Grunewald zum Waldgebiet des Jahres 2015.

Die Wahl wurde damit begründet, weil es hier in besonderer Weise gelingt, den hohen Besucherdruck mit bis zu 100 Millionen Waldbesuchen pro Jahr in Einklang mit Naturschutz und der forstlichen Nutzung zu bringen. Es ist die Leistung der Forstleute vor Ort, die dafür gesorgt haben, dass der Grunewald in nachhaltiger Weise bewirtschaft wird, und somit das Ökosystem erhalten bleibt. Zudem ist der Grunewald ein sehr schönes Waldgebiet und kann als einzigartig in Deutschland bezeichnet werden.

Kategorie Wildtiere: Feldhase

Der Feldhase ist das Tier des Jahres 2015. Gewählt wurde der Feldhase von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild (SDWI), die sich dem Erhalt der freilebenden Tierwelt verschrieben hat.

Durch Umwelteinflüsse ist der Bestand stark zurückgegangen. Auf der Roten Liste wird der Feldhase als gefährdet eingestuft. Nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) findet das Tier nur noch schwer den benötigten Lebensraum. In der intensiven Landwirtschaft mit großen Ackerflächen und Monokultur fehlen ihm Ackerrandstreifen und kleinere Gehölze.

 

Kategorie Vögel: Habicht

Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Habicht (Accipter gentilis) zum "Vogel des Jahres 2015" gewählt.

Der Habicht ist wie viele andere seiner Verwandten immer noch der illegalen Verfolgung ausgesetzt, Die Jagd auf den Habicht ist seit den 1970 er Jahren verboten. Bei Geflügel- und Taubenzüchter ist der Habicht unbeliebt. Mittels Fangkörben versucht man dem Habicht Herr zu werden.

Der NABU und der LBV möchten mit der Wahl auf das Schicksal des Habichts hinweisen.

Kategorei Fische: Der Huchen

Der Deutschen Angelfischerverbande und des Bundesamtes für Naturschutz haben den Huchen zum Fisch des Jahres 2015 gewählt.
Der Huchen ist einer der größten heimischen Fische aus der Lachsfamilie --- Natürliche Bestände sind durch Lebensraumverluste stark bedroht, und wurde auf die Rote Liste gesetzt. Seine natürliche Verbreitung ist in Deutschland auf das Einzugsgebiet der Donau beschränkt, daher wird er auch als "Donaulachs" bezeichnet. Anfang des 20. Jahrhunderts war der Huchen in der Donau noch bis weit oberhalb Ulm und in den Donauzuflüssen wie Isar, Lech und Regen anzutreffen. Durch die Errichtung von Wehren und Regulierung der Donau wurde die Wanderung des Huchen stark eingeschränkt.
Durch Wiederherstellung und Erhaltung frei durchwanderbarer Fließgewässer mit natürlicher Gewässerdynamik und Gewässerstruktur sollte der Lebensraum des Huchen geschützt und wiederhergestellt werden.

Weitere Pflanzen- und Tierarten des Jahres 2015

  • Kategorie Stade: Die Segge
  • Kategorie Arzneipflanze: Das Echte Johanniskraut
  • Kategorie Gemüse: Chili und Paprika
  • Kategorie Streuobst: Der Anhalter

 

 

  • Kategorie Höhlentier: Die Keller-Glanzschnecke
  • Kategorie Gefährdete Nutztier: Das Deutsche Karakul
  • Kategorie Libelle: Die Gefleckte Heidelibelle
  • Kategorie Schmetterlinge: Das Rote Ordensband
  • Kategorie Insekt: Der Silbergüne Bläuling
Autor seit 3 Jahren
90 Seiten
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