Amsterdam, Spanien und wieder Amsterdam

Er studierte später an der Kunstakademie in Amsterdam.  Mit seiner damaligen Malweise malte er Landschaftsbilder, meist in Erdfarben. Im Jahre 1904 verließ der Künstler Amsterdam und beschloss über zu siedeln nach Spanien, aber zwei Jahre später kehrte er wieder nach Amsterdam zurück. In Amsterdam malte er wieder hauptsächlich Landschaften in der Umgebung.

Malereien Mondriaanhuis

Malereien Mondriaanhuis (Bild: Andre Dierick)

Abwendung Wiedergabe der Wirklichkeit

Unter den Einfluss Jan Toorops begann Mondriaan zu experimentieren, mit kräftigeren Farben und neuen Techniken. In der neuen Technik wandte Mondriaan sich ab von der Wiedergabe der Wirklichkeit.

Malereien Mondriaanhuis

Malereien Mondriaanhuis (Bild: Andre Dierick)

Nur Grundfarben Rot, Blau und Gelb

Ein Wendepunkt im Malstil war in 1907 das Gemälde "Die rote Wolke" mit einem neuen expressiven Stil. Ein Jahr später stellte er das Bild "Windmühle im Sonnenlicht" fertig, in dem Mondriaan sich erstmals auf die drei Grundfarben Rot, Blau und Gelb beschränkte. Ab 1908 verbrachte er jährlich mehrere Wochen im niederländischen Küstenort Domburg, in der südlichen Provinz Zeeland. Dort schloss sich der Künstler einem Künstlerkreis um den Symbolisten Jan Toorop an.

Einrichtung Atelier

Einrichtung Atelier (Bild: Andre Dierick)

Begeistert vom Kubismus

Im Jahre 1909 hatte Mondriaan seine erste Ausstellung im Stedelijk Museum in Amsterdam. Aber die Presse urteilte ablehnend über die Ausstellung. Kurz nachdem siedelte er, begeistert vom Kubismus, über nach Paris und richtete sich ein Atelier ein in der Rue de Depart. Ab dieser Zeit nimmt die Abstraktion stetig zu. Ein Beispiel ist das Kunstwerk "Die rote Mühle" mit Verknappung von Form und Farbe. Mondriaan war unmissverständlich sehr unter dem Einfluss des Kubismus.

Völlige Abstraktion

Nach einem Besuch an seinen kranken Vater in 1914, verhinderte der Ausbruch des ersten Weltkriegs, die Rückkehr nach Frankreich. Er ließ sich nieder in Laren, in der Provinz Zuid-Holland, und schloss Freundschaft mit Theo van Doesburg. Nachher sammelte sich eine Gruppe gleichgesinnter Maler um beide Künstler. In Laren wandelte sich sein Malstil zu völliger Abstraktion.

Malereien Mondriaanhuis

Malereien Mondriaanhuis (Bild: Andre Dierick)

Schwarzes Raster mit rechteckigen Flächen

Piet Mondriaan, sowie Theo van Doesburg und die gleichgesinnten Maler, lehnte die Wiedergabe der Natur völlig ab und propagierte eine rein geometrische Formensprache. Der neue Malstil wurde basiert auf  horizontalen und vertikalen Linien, mit, neben Schwarz, Grau und Weiß, nur die Grundfarben: Rot, Blau und Gelb. Grün kam allerdings nicht mehr vor. Möglicherweise assoziierten die Künstler Grün mit der Natur. Kennzeichnend für die Struktur war ein schwarzes Raster, verbunden mit rechteckigen Flächen.

Künstlervereinigung „De Stijl“

Mondriaan war ein wesentlicher Mitbegründer der Künstlervereinigung "De Stijl". Der Verein war eine Gruppe von Malern, Architekten und Designern. Die Gruppe wurde in 1917 in Leiden gegründet und lies eine Zeitschrift mit gleichem Namen erschienen. Die Vorstellungen der Gruppe standen unter dem Einfluss des Kubismus und der kunsttheoretischen Publikationen Kandinskys und waren etwa ähnlich wie das deutsche Bauhaus.

Weiteres Leben und Arbeiten

Im Jahre 1919 siedelte Mondriaan erneut nach Paris. Aber das Pariser Publikum konnte mit den Bildfindungen Mondrians überhaupt nichts anfangen. So musste er seinen Lebensunterhalt einbringen mit der massenhaften Herstellung von Blumenstillleben.

Als Kunsttheoretiker schrieb Mondrian unter anderem die Schrift Le Néo-Plasticisme. Im Jahre 1925 wurde die Schrift in Deutsch übersetzt als Bauhausbuch Nr. 5  unter dem Titel Neue Gestaltung.

 

Piet Mondriaan (Bild: Andre Dierick)

Im Jahre 1936 zog Mondriaan in ein neues Pariser Atelier auf dem Boulevard Raspail 278. Zwei Jahre später trieb er nach London und wiederum zwei Jahre später nach New York um den 2. Weltkrieg zu entgehen. Dort scharte sich eine Gruppe junger amerikanischen Maler um den Künstler.

In New York wirkten die Eindrücke des Großstadtlebens, und vor allem der Jazzmusik mit Boogie-Woogie, sich auf sein Spätwerk aus. Beispiele sind die sehr bekannten Gemälde "Broadway Boogie-Woogie" und das unvollendete "Victory Boogie-Woogie".

Piet Mondriaan starb am 1.2.1944 an einer Lungenentzündung und wurde 73 Jahre alt.

Museum vorne und hinter

Museum vorne und hinter (Bild: Andre Dierick)

Das Mondriaanhuis

Mondrians Geburtshaus an der Kortegracht 11 in Amersfoort wurde restauriert und ist seit 1994 das Museum Mondriaanhuis mit Bibliothek und Dokumentationszentrum

Autor seit 4 Jahren
25 Seiten
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