Was sind Pilzinfektionen?

Pilze gibt es auf der ganzen Welt. Sie bestehen vor allem neben dem Fruchtkörper aus einem verborgenen Pilzgeflecht, das sich auch in die kleinste Ritze einnisten kann. Dabei erreichen sie manchmal nur mikroskopische Größe und werden überhaupt nicht als Pilz wahrgenommen. Normalerweise sind Pilze für den Menschen nicht gefährlich. Wenn aber das Immunsystem geschwächt ist, schaffen es bestimmte Sorten, in den menschlichen Körper einzudringen, dort zu überleben und Schaden anzurichten. Da Pilze in der Lage sind, andere Krankheiten vorzutäuschen, erschweren sie es den Medizinern ähnlich wie bei einer Borreliose, ihre schädliche Wirkung zu erkennen. So sind die Symptome einer Pilzerkrankung durchaus auch anderen Infektionen zuzuschreiben. Genannt sind hier nur einige Beispiele:

 

  • ständige Abgeschlagenheit mit Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
  • Kopfschmerzen, Schlafstörungen, depressive Zustände
  • Hitzewallungen
  • Brennen in der Speiseröhre
  • Magen-Darm-Beschwerden mit Blähungen, Verstopfung oder Durchfall
  • Bluthochdruck
  • Glieder- und Rückenschmerzen
  • Atembeklemmungen und Asthmaanfälle

 

Nagelpilz kann aus einem unbehandelten Fußpilz entstehen, aber auch durch andere Krankheiten wie Diabetes, Durchblutungsstörungen oder Verletzungen. Begünstigt wird er durch das Tragen von luftundurchlässigem Schuhwerk.

Vorbeugung und Behandlung einer Pilzerkrankung

Zu den Umständen, die eine Pilzinfektion begünstigen und deshalb vermieden werden sollten, gehören:

 

  • synthetische und enge Kleidungsstücke (einschließlich Schuhe)
  • übertriebene Reinigung, die den Säureschutzmantel der Haut zerstört
  • Stress
  • falsche Essgewohnheiten (Pilze lieben alles was süß ist)
  • Einnahme von Antibiotikum über längeren Zeitraum

 

Die Behandlung einer Pilzinfektion erfolgt immer zweigleisig.

  1. müssen die Pilze durch die Einnahme eines wirksamen Anti-Pilz-Medikaments aus dem Körper entfernt werden.
  2. müssen die Pilze durch eine spezielle Diät ausgehungert werden.

 

Bei dieser Diät handelt es sich um eine Zusammenstellung von Lebensmitteln, die gemieden werden und solche, die unbedingt gegessen werden sollten. Hauptaugenmerk wird dabei auf den Verzicht von Zucker gelegt. Aber grundsätzlich handelt es sich um eine gesunde Lebensweise, die durchaus für das ganze Leben geschaffen ist und nicht nur um eine zeitlich begrenzte Ernährungsumstellung.

Behandlung des Nagelpilzes ist einfach aber langwierig

Da es sich beim Nagelpilz um eine von außen sichtbare Erkrankung handelt, setzt auch hier die Behandlung an. Diese sollte auch immer umgehend eingeleitet werden, weil der Nagelpilz nicht nur durch die Verformung der Nägel zum Beispiel Schmerzen beim Tragen von Schuhen verursacht, sondern auch immer Giftstoffe in den Körper des Erkrankten abgibt. Der Arzt wird einen speziellen Nagellack empfehlen, dessen Wirkstoff tief in den infizierten Nagel eindringt, die Zellmembran des Nagelpilzes angreift und ihn abtötet, so dass ein weiteres Voranschreiten der Infektion gestoppt wird. Vorteilhaft ist, dass man die Behandlung nur einmal in der Woche durchführen muss. Allerdings ist Geduld erforderlich und der Patient sollte sich auf eine Behandlungszeit von bis zu einem Jahr einrichten, da es nötig ist, dass der Nagel wieder komplett gesund nachwächst. In hartnäckigen Fällen ist es ratsam, die Behandlung von innen durch Tabletteneinnahme zu ergänzen. Diese Entscheidung liegt beim Arzt.

 

Der Nagellack wird genauso wie normaler Nagellack aufgetragen. Leider beteiligt sich die Krankenkasse nicht an den Kosten für das relativ teure Medikament und der Patient muss hier wieder einmal in die eigene Tasche greifen. Übernommen werden nur die Kosten für die ärztliche Behandlung. Umso wichtiger erscheint eine Vorbeugung.

Nagelpilz ist vermeidbar

Genauso wie Fußpilz gehört der Nagelpilz zu den Pilzarten, die bei der Beachtung einiger hygienischer Regeln vermieden werden können. Die Erreger des Nagelpilzes sind überall in unserer Umgebung zu finden. Sie haften an allen denkbaren Oberflächen wie Fußböden und Teppichen. Da sie aber besonders das feuchte Milieu lieben, sind sie vor allem in Schwimmbädern, gemeinschaftlichen Duschen, in der Sauna oder im Fitnessbereich zu finden. Auch Träger von luftundurchlässigem Schuhwerk sind gefährdet. Vermieden werden sollte auch der direkte Kontakt mit bereits erkrankten Menschen. In gefährdeten Bereichen sollte man nicht barfuss laufen, täglich die Socken wechseln und auf gar keinen Fall gemeinsame Handtücher mit infizierten Personen benutzen. Die Füße am besten jeden Tag waschen und danach auch zwischen den Zehen gründlich eincremen.

Autor seit 5 Jahren
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