Mein erster Kontakt mit Heilpilzen

Vor etwa 10 Jahren, hatte ich einen damals etwa 40 Jahre alten Nachbarn, der mir von seiner Heilung von einem Nierenkrebs durch Heilpilze berichtete. Mein Misstrauen war groß, denn an solchen oft verbreiteten "Wunderheilungen" ist meist kaum anderes dran, als "heiße Luft". Erstaunlicherweise zeigte sich bei Betrachtung seiner in renommierten Kliniken erstellten und über 5 Jahre sich ständig verschlechternden Krankengeschichte plötzlich eine Unterbrechung: Es zeigten sich auf einmal deutliche Zustandsverbesserungen. Auch heute, viele Jahre später, verlaufen Nachuntersuchungen bei ihm absolut ergebnislos. Er führt das auf die Einnahme eines Pilzpräparates, dem aus Brasilien stammenden Argaricus blazei murril zurück. Dadurch war meine Neugier geweckt und ich begann zu recherchieren.

Agaricus Blazei muril (Bild: Wikipedia.de)

Brasilien und Heilpilze

Im Regenwald Brasiliens soll es eine Gegend geben, deren Einwohner Forschern, wegen ihrer guten Gesundheit, aufgefallen ist. Die Einwohner führen das auf den Genuss eines dort wachsenden Pilzes, den Agaricus Blazei Murill, dem ABM-Pilz oder Mandel-Egerling zurück. Inzwischen wird dieser Pilz, wie alle anderen Pilze auch, weltweit gezüchtet und in getrockneter (pulverisierter) Form angeboten.

Wegen seines hohen b-D-Glucan-Gehaltes findet der Agaricus Anwendung in der Krebstherapie und dass hauptsächlich in Japan und Kalifornien. Zitat: "Die Wirkung konnte von der Krebsforschung... nachgewiesen werden". Quelle: Wikipedia)

Das japanische National Cancer Center soll ihn untersucht und die Ergebnisse 1980 bekannt gegeben haben. Auch in den USA sollen etliche wissenschaftliche Untersuchungen über diesen Pilz publiziert worden sein. Der Agaricus enthält neben Vitaminen (B2, B3, B7, B9 sowie Ergosterin, eine Vorstufe des Vitamin D) und Mineralstoffen (Calcium, Kalium, Zink, Eisen, Magnesium), den höchsten Polysaccharidanteil aller bekannten Vitalpilze, besonders das B-D-Glucan.

Bei eigenen Therapieversuchen, die allerdings im zahlenmäßig kleinen Patientenrahmen erfolgten, zeigte sich die Wirksamkeit des ABM-Pilzes besonders bei arthrotischen aber auch arthritischen Beschwerden  annähernd aller Gelenke, chronischen Bronchialerkrankungen, Menstruationsbeschwerden bis hin zur Endometriose. Weiter ist meiner Erfahrung nach die Wirkung bei der Zuckerkrankheit, gegen die oral zu nehmende Medikamente eingesetzt werden, also der Diabetes-Form II, bemerkenswert. Die Blutzuckerwerte begannen sich meist bereits nach kurzer Zeit deutlich in Richtung Normalität zu verändern. 

Darüber hinaus existieren in der Literatur nach viele weitere Indikationen, die ich allerdings aus meiner mangelnden Erfahrung heraus weder bestätigen noch ablehnen kann. Eine Auflistung darüber finden Sie hier. 

Mykotherapie ist in China seit 4000 Jahren bekannt

Obwohl ich mich seit Jahrzehnten mit der Umsetzung der alten chinesischen Medizin in praktische (und westliche) Belange beschäftige, war mir die Existenz einer chinesischen Pilzheilkunde bis vor etwa 10 Jahren entgangen. 

Der Ling Zhi - Reishi

Bei Recherchen zeigte es sich dann aber, dass diese Art zu Heilen in China eine schätzungsweise 4000 Jahre alte Tradition hat. Bereits zu dieser Zeit  versuchte man einen, damals sündhaft teuren Pilz zu erwerben. Es handelte sich um einen, für die Ernährung und als Gewürz nicht geeigneten Baumpilz, den Ling Zhi. In Japan ist er unter dem Namen Reishi bekannt. Er wurde als König der Heilpilze gesehen, als "göttlicher Pilz der Unsterblichkeit". Reiche Leute trugen ihn zu guten Zeiten als Amulett, in edle Metalle eingefasst und verzehrten ihn, wenn sich im Alter gravierende Krankheiten eingestellt haben sollten.

Ling Zhi - Rheishi (Bild: Wikipedia.de)

Da mir dieser Pilz an meinem Wohnort nicht zur Verfügung steht, (Der Zoll ist dagegen) konnte ich eigene Erfahrungen damit nicht machen. Eine Ausnahme bildet da allerdings ein Bericht, in dem die Reduzierung eines Uterusmyoms, einer grundsätzlich gutartigen Geschwulst, beschrieben wird. Innerhalb eines etwa halben Jahres bildete es sich von anfangs 11 cm Durchmesser auf einen Zentimeter zurück.

Ansonsten scheinen mir die Indikationen dieses Pilzes die Erkrankungen alternder Menschen zu sein. Er unterstützt viele wichtige Körperfunktionen und könnte deshalb auch als "Anti-Aging-Pilz" bezeichnet werden. Seine Indikationen laut Literatur sind:

  • Allergien,
  • Neurodermitis, Allergien, Asthma, Bronchitis
  • Begleitung von Chemotherapie und Bestrahlung bei Tumorerkrankungen; 
  • Regulation von Blutzucker 
  • Stärkung der Leberfunktionen und Bauchspeicheldrüse
  • Verbesserung der Sauerstoffaufnahme im Blut, 
  • Verbesserung der Durchblutung der Herzkranzgefäße 
  • Bluthochdruck
  • Herzinfarkt- und Thromboseprophylaxe durch leicht hemmende Wirkung auf 
  • die Blutgerinnung/ Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes
  • antivirale Wirkung
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen
  • Wechseljahresbeschwerden 

Cordyceps sinensis - Tibetanischer Raupenpilz (Bild: Wikipedia.de)

Der Cordyceps sinensis, Raupenpilz oder "Dopingpilz"

Sehen Sie sich die Abbildung genauer an und wahrscheinlich lässt sich allein daraus schon eine Parallele zu den "blauen Pillen" erkennen, die man bekanntlich schnell schlucken muss, damit der Hals nicht steif wird.

Doch im Gegensatz zu Viagra handelt es sich beim Cordyceps auch um die "Potenzpille für die Frau". Das wird verständlich, wenn man die durch diesen Pilz bewirkte allgemeine Leistungssteigerung bedenkt. Chinesische Sportler sollen ihn benutzen, um zu Höchstleistungen zu kommen. Daher auch sein Beiname "Dopingpilz".

Der Raupenpilz enthält Vitamine, Spurenelemente, essentielle Aminosäuren und Polysaccharide. Er kann helfen, die Auswirkungen sportlicher Überbelastung auszugleichen und fördert die Vitalität und normale Libido. In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist er ein beliebtes Anregungsmittel und Aphrodisiakum. Wegen der ihm zugeschriebenen sportlichen Leistungssteigerung erscheint er mir auch als geeignetes Mittel bei Atemproblemen, besonders in Verbindung mit reduzierter Sauerstoffaufnahme zu sein. 

Seine Hauptanwendungsgebiete sind gemäß Literatur:

  • Steigerung der Leistung (Hochleistungs)-Sportlern 
  • Regeneration der Muskulatur
  • Chronische Müdigkeit, Erschöpfungssyndrom
  • Sexuelle Funktionsstörungen, Potenzschwäche, Libidosteigerung 
  • Blasenentzündungen und Blasenschwäche
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen 
  • Tinnitus
  • nach langer Krankheit zur Regeneration 
  • Hauterkrankungen

Ling Zhi in Gefahr!

Seit 1997 gibt es die Novel Food-Verordnung, die Verbraucher vor dem ungeprüften Verzehr sog. neuartiger Lebensmittel schützen soll. Solche Lebensmittel müssen ein sehr aufwendiges und teures Genehmigungsverfahren durchlaufen, bevor sie verzehrt werden dürfen. Das hat zur Konsequenz, dass an sich etablierte Lebensmittel wie der Ling Zhi / Reishi im Falle seiner Einstufung als neuartiges Lebensmittel für einige Jahre nicht mehr auf dem europäischen Markt erhältlich wäre oder ganz vom Markt verschwinden würde.

Damit der  Reishi nicht als neuartiges Lebensmittel eingestuft wird, muss festgestellt werden, ob ein Verzehr dieses Pilzes bereits vor Mai 1997 stattgefunden hat. Seit ein paar Jahren wird nun immer wieder – und in letzter Zeit vermehrt – vor deutschen Gerichten genau darum gestritten.

Hier deutet sich eine ähnliche Vorgehensweise durch die Behörden an, wie sie bereits vor einiger Zeit mit Heilkräutern praktiziert wurde. Initiant dieser Bestrebungen dürfte die Pharmaindustrie sein, die möglichst alle Konkurrenten ausschalten will. Gleichzeitig könnten Bemühungen ein Pilzpräparat zu verdrängen aber auch als Hinweis auf dessen Wirkung ausgelegt werden.

Lassen Sie sich beraten!

Das waren in diesem Aufsatz nur drei, wie ich hoffe auch interessante Pilzbeschreibungen. Damit konnten jedoch nur grundlegende Möglichkeiten angedeutet werden. Tatsächlich existiert eine verhältnismäßig große Palette von Heilpilzen, deren Beschreibung hier den Rahmen sprengen würde. Informieren Sie sich deshalb weiter.

Sollten Sie nun die Neigung verspüren Heilpilze auszuprobieren, ist bei banalen Erkrankungen kaum etwas dagegen einzuwenden. Setzen Sie aber keineswegs, in Erwartung einer totalen Besserung, vom Arzt verordnete Medikamente - Ausnahmen könnten Schmerzmittel sein, ab. Lassen Sie sich bei komplexeren Gesundheitsproblemen beraten!

Die Gesellschaft für Vitalpilzkunde ev. bietet auf ihrer Website nicht nur vielfältige, weitere Informationen, sondern auch eine kostenlose Beratung am Telefon und per Email an.

Nutzen Sie diese Möglichkeiten.

Lieferantennachweis

Eine Bezugsquelle für Pilzpräparate ist die Firma Hawlik. Hier werden Pilzkulturen gezüchtet und in frischem Zustand weiter gegeben. Sie erhalten dort nicht nur die hier erwähnten Pilzsorten, sondern können aus einem großen Sortiment wählen. Lieferungen erfolgen promt und sind ab 20 Euro portofrei.

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Eine weitere, sehr wirkungsvolle und auch interessante Therapiemöglichkeit ist die Enzymtherapie. Informieren Sie sich hier:

Geheimtipp- Enzymtherapie

 

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Klaus_Radloff, am 02.12.2012
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