Das Prinzip "Kreislauf"

Die Kreislaufwirtschaft ist der Grundpfeiler des ökologischen Landbaus. So wird das Prinzip "Nachhaltigkeit" in den Vordergrund gestellt. Bio-Bauern verzichten auf chemisch-synthetischen Stickstoffdünger, es werden Nährstoffe in Form von organischer Masse in den Kreislauf zurückgeführt. Dieses Verfahren schont Rohstoffe, Energie und Abfall. Ein wichtiger Nebeneffekt ist hierbei die Förderung der Bodenfruchtbarkeit. Ein guter Boden bildet die Basis für sichere Erträge. Humus und Krümelstruktur speichern mehr Wasser und Kohlendioxid als konventionell genutzte Flächen. Gesichert wird das ganze durch Millionen von Mikroorganismen. Auch hier versucht der ökologisch orientierte Landwirt diesen "Schatz" durch organische Düngung, Fruchtwechsel und Mulchen (Bodenbedeckung) zu erhalten.

artgerechte Tierhaltung

Nutztiere im Landbau sind Lebewesen mit verschiedenen Intinkten und Empfindungen. Sie besitzen genau wie der Mensch ein Nervensystem mit dem sie Schmerzen und Mißhandlungen empfinden können. Nutztiere im ökologischen Landbau sollten ethisch und moralisch geschützt werden (wie übrigens alle Tiere). Die Haltung erfolgt überwiegend im Freiland, Ställe sind großzügig ausgelegt, bieten genügend Auslauf und Tageslicht. Die Aufzucht erfolgt in einem überschaubaren Rahmen. An Basisfutter werden Heu, Gras und Silage gegeben. Zertifizierte Bionahrung dient als Ergänzung. Bekannte Naturheilverfahren und homöopathische Arzneimittel dienen der Prävention bzw. werden bei einer Erkrankung eingesetzt. Verboten sind gentechnisch veränderte Mittel und Wachstumsförderer. Im ökologischen Landbau sollten nur standortangepasste Rassen eingesetzt werden.

blühendes Rapsfeld (Bild: Pixabay)

Natur- und Artenschutz

Eines der wichtigsten Anliegen im ökologischen Landbau ist der Natur- und Artenschutz. Gerade die konventionelle Landwirtschaft hat auf diesem Gebiet in den letzten Jahrzehnten große Schäden verursacht. Monokulturen, der Einsatz von Düngemitteln und das Roden von Vernetzungselementen (dienen dem Artenaustausch) hat vielen Tierarten ihren Lebensraum geraubt. So hat der Intensivlandbau zahlreiche Spezies auf die Rote Liste gesetzt. Hierbei handelt es sich um eine Aufzählung vom Aussterben bedrohter Arten. Die biologische Landwirtschaft setzt sich sehr für den Erhalt natürlicher Lebensräume ein. So werden Hecken, Wegraine und Ackerrandstreifen angelegt. Diese bieten Futter und Versteckmöglichkeiten für viele wildlebende Geschöpfe. Brachflächen lassen sich zu Streuobstwiesen umwandeln, die Felder werden wildtierschonend bewirtschaftet. Der Hof kann naturnah gestaltet werden. So läßt sich ein Bauerngarten anlegen, Nisthilfen dienen den Erhalt von Vögeln, Fledermäusen und Wildbienen. Asphaltierte Flächen können mit Rasengittersteinen ausgelegt werden, sodass Regenwasser direkt versickern kann.

wertvolle Lebensmittel

Wetvolle Lebensmittel sind das A und O gesunder Ernährung. Nahrungsmittel aus dem ökologischen Landbau haben weniger Rückstände. Viele unabhängige Testergebnisse stellen das unter Beweis. Der Einsatz synthetischer Dünger- und Pflanzenschutzmittel ist untersagt. Nahrungsmittel aus dem Öko-Landbau enthalten einen garantierten Anteil an gesunden Inhaltsstoffen. Der Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen ist in der Regel höher. Bio-Lebensmittel werden schonend zubereitet und enthalten keine bedenklichen Zusatzstoffe. Die Produkte sollten regional verkauft werden, zum Beispiel in einem Hofladen. So werden lange Transportwege vermieden. Bio-Lebensmittel sind am EU-Label zu erkennen.

Menschen eine lebenswerte Zukunft geben

Eine nachhaltige  Landwirtschaft stellt in unserer heutigen Gesellschaft eine wichtige Stütze dar. Sie bietet eine hohe Versorgungssicherheit, besonders im ländlichen Raum. Das ist im Zeitalter knapper werdender Ressourcen wichtig. Ökologischer Landbau schafft Arbeitsplätze, viele Abläufe müssen anders als im Intensivanbau, von Hand ausgeführt werden. So wird einer weiteren Landflucht und Verstädterung entgegengewirkt. Da lange Tranportwege entfallen, sollten verschiedene Partnerschaften mit dem Handel und Kunden unterhalten werden. Bio-Landbetriebe bieten Kindern und Jugendlichen Naturschutz aus erster Hand. Wie wäre es mit der Anlage eines grünen Klassenzimmers? Eine auf Nachhaltigkeit umgestellte Landwirtschaft sollte deshalb ein zentrales Ziel sein.

Ashlie, am 12.08.2012
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