Botanik

Aus botanischer Sicht zählt Amaranth zu den Fuchsschwanzgewächsen, es handelt sich dabei also um ein Pseudogetreide, da es nicht wie echtes Getreide der Familie der Süßgräser angehört. In einer Amaranth-Pflanze können etwa 50 000 kleine Körner heranreifen.

Anbau

Heutzutage wird Amaranth nicht nur in Mittel- und Südamerika, sondern auch in Europa angebaut. Amaranth kann ohne Probleme im Garten gedeihen, da diese Pflanze in puncto Bodenqualität recht anspruchslos ist. Wichtig ist aber, das Pseudogetreide an einem sonnigen Platz anzubauen.
Die Aussaat empfiehlt sich für Mitte April. Zwischen Juli und August ist Blütezeit und die Samen und Blätter können zwischen September und Oktober geerntet werden. Die Blütenstände müssen abgeschnitten und anschließend getrocknet werden, während die kleinen Samen dann von selbst herausfallen.
Die Blätter der Amarant-Pflanze können wie Spinat oder Mangold in der Küche verwendet werden. Besonders gut schmecken die jungen Blätter.

Überblick über einige der Inhalsstoffe

Weniger Kohlenhydrate als herkömmliche Getreidesorten:
Amaranth liefert mit rund 56 Gramm weitaus weniger Kohlenhydrate als Getreide. 
Somit ist er für eine kohlenhydratreduzierte Diät ideal. Vorteilhaft ist auch, dass die enthaltenen Kohlenhydrate rasch vom Körper aufgenommen werden und dass die Energie lange verfügbar ist.

Hoher Anteil an Ballaststoffen:
Amaranth enthält einen auffallend hohen Ballaststoff-Anteil, welcher zu einem langanhaltenden Sättigungsgefühl und der Darmgesundheit beiträgt.

Essentielle Fettsäuren:
Die Samen weisen einen Fettgehalt von rund neun Gramm auf. Bei 70 Prozent dieser enthaltenen Fette handelt es sich um ungesättigte Fettsäuren wie beispielsweise die essentiellen Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren.

Lecithin:
Im Amaranth ist Lecithin enthalten, welches nicht nur für die Fettverdauung, sondern auch für den Aufbau des Nervengewebes und Gehirns wichtig ist.

Hoher Eiweißanteil:
Mit einem Eiweißgehalt von 15 bis 18 Prozent ist Amaranth eine wahre Proteinbombe. Kein herkömmliches Getreide enthält derart viele essentielle Aminosäuren.
Amaranth ist nicht nur für jedermann, sondern auch für Veganer und Vegetarier ein hervorragender Eiweißlieferant.

Hoher Lysingehalt:
Amaranth enthält große Mengen an Lysin, welches die Knochen stärkt, Kollagen aufbaut und zur Gesundheit der Haut beiträgt. Lysin wirkt sich auch positiv auf den Energiestoffwechsel und die Fettverbrennung aus.
Dr. Matthias Rath brachte eine wissenschaftliche Studie heraus, aus welcher hervorgeht, dass Lysin die Metastasen-Bildung bei Krebspatienten stoppen kann.

Magnesium und Calcium:
Mit rund 330 mg Magnesiumgehalt und 215 mg Calciumgehalt bietet sich das Pseudogetreide für eine gesunde Ernährung an. Auch der Eisengehalt von 9 mg kann sich sehen lassen.
Schwangere und stillende Mütter können ihren Eisenmangel ebenso mit Amaranth beheben wie Personen, die zu wenig Eisen aufweisen oder die an Haarausfall leiden.

Amaranth in der Küche

Im Küchen-Alltag lässt sich Amaranth vielfältig einbauen, da er eine leckere Beilage darstellt. Die winzigen Körner machen sich perfekt als Suppeneinlage, als Gemüseauflauf oder als Gemüse-Pfannengericht. Aus Amaranth lassen sich schmackhafte Bratlinge zaubern und die leicht nussigen Körner passen auch gut zu Salaten.
Mit Amaranth-Mehl lassen sich leckere Pfannkuchen und Brote backen. 

Zubereitung:
Zuerst gibt man die winzigen Körner in ein Haarsieb und spült diese unter fließendem warmen Wasser gründlich ab. Amaranth bereitet man ebenso wie Reis mit der doppelten Menge Wasser zu. Nach dem kurzen Aufkochen werden die Körner rund 25 Minuten lang auf niedriger Stufe gegart. Nach der Garzeit wird die Herdplatte ausgeschaltet und es folgt eine Quellzeit von etwa zehn Minuten.

Beim Backen kommen auf zwei Teile Mehl ein Teil Amaranth. Wichtig ist, dass das glutenfreie Pseudogetreide mit glutenhaltigem Getreide vermengt wird, damit das Gebäck zusammenhält. Will man komplett glutenfrei backen, so ist das auch möglich, dann müssen andere Bindemittel herangezogen werden.
In Müslis, süßen Speisen, Keksen und Energieriegeln findet man häufig gepuffte Amaranthkörner.

Die Blätter können ebenso zubereitet werden wie Spinat. Es empfiehlt sich, nur junge Blätter zu verwenden, da die älteren ein wenig bitter schmecken können. Nach knapp 15 Minuten werden die gekochten Blätter abgeseiht.

Antinutritiva

Ebenso wie in herkömmlichen Getreide- und Gemüsesorten sind Antinutritiva enthalten. Es handelt sich hierbei um Gerbstoffe, die auch in Amaranth in geringen Mengen zu finden sind. Der Gehalt an Gerbstoffen ist jedoch gering und die Vielzahl an Vital- und Nährstoffen kompensiert die Antinutritiva-Konzentration.
Mehrere Studien belegen außerdem, dass sich die Gerbstoffe sogar präventiv auf Darmkrebs auswirken.

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