Kein Mensch ist auf Grund seiner Abstammung besser oder schlechter als ein anderer.

Diese junge  Mutter auf dem Bild läuft bei fast 35 Grad kilometerweit durch die Stein- und Geröllwüste in Djibouti zur nächsten Wasserstelle. Sie zieht mit ihren Ziegen von einer dürftigen Futterstelle zur nächsten. Wer von uns könnte so ein Leben aushalten? Ist sie weniger wert als wir? Nur weil sie das Pech hatte, in einem armen Land geboren zu werden? Nur weil ihre Hautfarbe dunkel ist?

Afrika gilt als Wiege der Menschheit. Auch wir waren einst Ziegenhirten. Leben heute in einer modernen Welt. Haben einen gewissen Wohlstand und sind gebildet. Jedenfalls einige von uns. Nur, diese Frau kann mit einfachsten Mitteln überleben. Wir nicht.   

Er hat keine Architektur studiert. Trotzdem baut er Häuser.

Dieser Mann  baut Häuser. Dazu formt er Ziegel aus Lehm und Stroh. Das hat er von seinem Vater gelernt. Der hat es von seinem Vater u. s. w.! Er würde den Tschad nie ohne triftigen Grund verlassen. Es ist seine Heimat, die er liebt. Käme er nach Deutschland, würde man ihn natürlich nicht als "Neger" bezeichnen. Das ist politisch unkorrekt. Er müsste sich von Leuten anpöbeln lassen, die selber noch kein Haus gebaut haben. Leuten, die sich nur gut fühlen, wenn sie andere niedermachen können.

Bei den Pöbeleien im Fußballstadion gegen Adebowale  Ogungbure ließ dieser sich dazu hinreißen aus Protest den Hitlergruß zu zeigen. Die Ermittlungen gingen gegen ihn, und nicht gegen den Pöbel. Seine Kameraden ließen sich daraufhin aus Solidarität schwarz anmalen und fotografieren. Das war der Beginn einer Initiative gegen Rassismus!  

Kameltreiber ist ein Schimpfwort von Leuten, die noch nie ein Kamel gesehen haben.

Markt und Geselligkeit in Afrika (Bild: eigen)

Antiidiotikum, ein Medikament gegen Dummheit und Rassenhass.

Natürlich gibt es keine Pillen gegen Dummheit. Insofern ist dieses Medikament ein Werbegag. Es handelt sich um Traubenzucker. Der Erlös aus dem Verkauf dieses, oder eines anderen Artikels kommt der Initiative zugute. Diese bemüht sich durch Schilder, Plakate, Aufklärung über Film und Presse dem Rassismus entgegen zu wirken. "Respekt!"- Botschafter tragen diese Idee in die Welt hinaus. Einer davon ist der Comedian Bülent Ceylan. Aber auch Sportler, Sänger und andere Künstler verbreiten die Botschaft.

Die Werbeartikel kann jeder im Shop erstehen. Schirmherr dieser Aktion ist die Gewerkschaft IG-Metall. Auf jeden Fall sollten Leute mit Courage Farbe bekennen. Ein Schild im Büro, auf der Arbeit oder im Verein kostet nicht viel, setzt aber Akzente! Wir dürfen nicht vergessen, außer in Deutschland sind wir im Rest der Welt die Ausländer.

Und wir sollten andere so behandeln, wie wir selber behandelt werden möchten.

Wäre schön, wenn es tatsächlich so eine Pille gäbe.

Nachdenken und auf der Zunge zergehen lassen (Bild: eigen)

Autor seit 5 Jahren
278 Seiten
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