Husten ist ein sehr wichtiger Reflex unseres Körpers. Dinge, die sich in den Atemwegen festgesetzt haben, werden so gelöst und hinausbefördert. Gerade bei einer Erkältung, wenn sich Schleim im Rachen und in den Bronchien gebildet hat, kommt uns dieser Reflex zugute. Das Bedürfnis zu Husten kommt selbstständig. Manchmal ist aber ein Husten sehr festsitzend und trocken. Der Hustenreiz mitunter sehr lästig und schmerzhaft, dann spricht man von einem so genanntem Reizhusten.

 

Was steckt hinter einem Reizhusten

Oft verbirgt sich hinter einem Reizhusten oder Husten eine Erkältung. Die Schleimhäute sind angegriffen, der Husten löst sich anfangs, aber wenn nicht mehr genügend Schleim produziert wird, der ausgestoßen werden kann, kann der Husten sehr trocken und manchmal sogar zu einem bellenden Husten werden.

Ein Reizhusten kann aber auch ein typisches Symptom bei Allergien und Asthma sein. Das Bronchialsystem von Allergikern und Asthmatikern  ist sehr hyperreaktiv. Ihre Lungenschleimhaut reagiert sehr stark auf Reize wie Pollen, Haustaubmilben oder Staub. Dies kann dazu führen, dass die Schleimhaut anschwillt, sich entzündet, und die Muskeln verkrampfen.

Auch auf Schadstoffe reagiert unsere Lunge. Wenn uns keine frische Luft umgibt, sondern Rauch, Abgase und Chemikaliendämpfe vorherrschend sind, reagiert die Schleimhaut mit ebenfalls Hustenreiz.

Nicht zu vergessen, auch manche Medikamente können Ursache für einen Reizhusten sein. Menschen, die auf bestimmte Wirkstoffe reagieren, können beispielsweise auch einen Reizhusten entwickeln.

Reizhusten: Was hilft wieder unbeschwert zu Atmen?

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten einen Reizhusten zu bekämpfen. Dabei kommt es natürlich auch auf die Stärke des Hustens an, und inwieweit uns dieser einschränkt.

Mit Lutschbonbons regt man die Speichelbildung an, ein trockener leichter Husten kann so effektiv gemildert werden. In der Naturmedizin gibt es Pflanzenwirkstoffe, wie zum Beispiel den Eibisch. Dieser wirkt reizlindernd und entzündungshemmend. Mehrmals am Tag eine Tasse Eibisch-Tee zu trinken kann sehr hilfreich sein. Hustensaft mit Isländisch Moos legt einen Schutzfilm über gereizte Schleimhäute und mildert so ganz mild den Hustenreiz.
Besonders wichtig ist es, während einer Erkältung viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Trinken Sie mindestens 2 Liter Mineralwasser oder Tee. Dies hilft den Rachen zu beruhigen und das Abhusten fällt leichter.

Hartnäckiger Husten bedarf einer Abklärung und eventuell chemischer Unterstützung in Form von Medikamenten. Manchmal ist sogar ein codeinhaltiges Mittel angebracht. Allgemein wird angeraten Hustenstiller nicht länger als eine Woche einzunehmen. Denn wie einleitend erwähnt, ist der Husten eine natürliche Reaktion unseres Körpers. Das störende Sekret will er durch das Husten loswerden.

Pollenallergiker sind bei starken Symptomen oft auf Sprays zum Inhalieren angewiesen. Für sie ist es natürlich sehr schwierig, die Auslöser zu meiden. Manchmal ist eine Hyposensibilisierung hilfreich, die den Körper unempfindlicher auf die Reizstoffe machen soll. Diese Therapie wird jedoch in einem großen Zeitabschnitt durchgeführt und verhilft somit nicht zur sofortigen Hilfe.

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel keinen Arztbesuch ersetzt!

Reizhusten oder produktiver Husten - die Unterschiede

Gerade im Winter leiden viele Menschen an Husten. Wie ein solcher einzuschätzen ist, ob es sich um einen trockenen Reizhusten oder um einen produktiven Husten handelt, können Sie anhand von Hörproben auf der Internet-Seite von silomat.de vergleichen.

 

Elli, am 12.11.2011
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