Symptome dieser Erkrankung

Oftmals beginnt die Krankheit mit leichten Symptomen, wie sporadischen, unkontrollierten Zuckungen in den Beinen, wobei es über einen nicht näher zu benennenden Zeitraum, der bei jedem Patienten doch höchst unterschiedlich ist, verstärkt auftritt, so dass sich das Phänomen, dass sich zum Problem auswächst, nicht länger ignoriert werden kann. Die Symptomverlagerung vom Kribbeln in den Beinen, hin zu einem schwer zu beschreibendem allgemeinen Unwohlgefühl in den Gliedmaßen, welches oftmals in der Zeitspanne des Leidens mit einem gesteigerten Zucken und Zappeln in den Beinen abschließt, ist fließend. Ein einfaches Zucken, dass sporadisch und vereinzelt hier und dort in den Gliedmaßen auftritt, kennt bestimmt jeder und ist natürlich unproblematisch; beim Restless-Legs-Syndrom jedoch, ist der Faktor Zeit in doppelter Hinsicht die Belastungsprobe schlechthin. Zum einen geht es um die bereits beschriebene Dauer der Erkrankung und zum anderen, um die Symptome, mit denen Betroffene zumeist tagtäglich zu kämpfen haben, welche in der Folge ein entspanntes Schlafen, als wertvollste aller Ruhephasen nahezu unmöglich macht. Viele Berichte, über wenige Stunden Schlaf pro Nacht, jenseits der empfohlenen Grenzwerte, die als Minimum zur Erholung von Körper und Seele gelten, sind belegt.

Neurologie - den Geheimnissen der Nerven auf der Spur

Biomedical Illustration of Neurons (Bild: Carol & Mike Werner / AllPosters)

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es - was kann ich tun?

Leider muss in diesem Fall gesagt werden, dass eine Heilung im klassischen Sinne bisher nicht möglich ist, da die Krankheit zwar mehr und mehr wissenschaftlich untersucht wird, jedoch auch von der Schulmedizin noch nicht zur Gänze verstanden wird. Dennoch gibt es natürlich positive Nachrichten. Zum einen wird die Erkrankung anerkannt und das Leiden der Betroffenen nicht einfach als Spinnerei abgetan. Eine Wahrnehmung, ist der erste, bedeutende Schritt, um den Menschen und seine Leiden anzunehmen, so dass dieser sich auch verstanden fühlt; eine wichtige und wertvolle psychologische Momentaufnahme der Gegenwart. Aber dennoch lässt sich etwas dagegen tun; auch wenn die Krankheit selbst als derzeit nicht heilbar erscheint, so lassen sich doch zumindest die Symptome behandeln, um dem Leiden zu begegnen und diesen möglicherweise gar abzuhelfen.

Die gängigste Therapie, die derzeit von der Schulmedizin favorisiert wird, ist eine Behandlung mit "L-Dopa". Hierbei handelt es sich um eine medikamentöse Behandlung, die sonst eigentlich im Bereich der Parkinson Krankheit zum Einsatz kommt. Dennoch ist eine erste Wirksamkeit belegt, die jedoch laut Aussage von Betroffenen, oftmals leider nicht von Dauer ist, jedoch natürlich von Patient zu Patient höchst unterschiedlich in Dauer und Wirkung wahrgenommen wird.

Stimulation des Gehirns - alternative Therapieansätze

Brain Health (Bild: AllPosters)

Alternativen - Behandlung mit Titanimplantaten

Bei vielen Erkrankungen, denen auf rein medikamentösem Wege bisher nicht beizukommen ist, gibt es manchmal auch Alternativen, die von Betroffenen als Wirksam beschrieben werden und somit den Funken der Hoffnung auf Besserung wieder zum Aufflammen bringen. Auch in diesem Fall, ist eine Behandlungsalternative angezeigt, die durchaus hoffen lässt. Die Rede ist von einer "peripheren Gehirnstimulation". Das durchaus ehrgeizige Ziel dieser Behandlungsmethode, ist nicht weniger, als die Wiederherstellung eines normalen körperlichen Befindens. Doch wie kann das geschehen und wie läuft es ab? Bei dieser Therapieform, werden Nadeln, die aus Titan gefertigt wurden, nicht einmal wenige Millimeter unter die Haut gesetzt. Hierbei handelt es sich um extrem kleine Dauernadeln, die weder sichtbar in Erscheinung treten, noch sich von den Betroffenen selbst ertasten lassen. Eine weitere gute Nachricht ist, dass diese Behandlung nahezu schmerzlos verläuft; lediglich der Einstich mit dem Applikator, mit welchem die Nadeln gesetzt werden, ist zu spüren. Doch was genau wird dabei gemacht? Vor der eigentlichen Behandlung, werden die so genannten "Stimulationspunkte" oder auch "Korrespondenzpunkte" genannt, in Erfahrung gebracht, um eine individuelle Behandlung zu ermöglichen. Diese befinden sich am Ohr und dem unmittelbar angrenzenden Ohrbereich. Dabei soll das Mittelhirn, über diese ermittelten Korrespondenzpunkte angeregt werden und über die Nerven selbst, zu einer Besserung und deutlichen Linderung der Beschwerden beitragen.

Betroffene berichten oftmals vom Verschwinden der Beschwerden oder über eine Abnahme der Symptome, bei manchen zeitnah, bei andern über einen längeren Zeitraum hinweg. Dennoch zählt diese Therapie noch immer zu den alternativen Behandlungsmethoden, und wird derzeit noch nicht von den Krankenkassen übernommen. Dies bedeutet, dass die Kosten von ca. 1100 Euro vom Patienten selbst gezahlt werden müssten. Wie in allen Belangen der Gesundheit, bleibt es natürlich dem Individuum überlassen, ob es Alternativen gegenüber aufgeschlossen ist oder doch eher die klassische Schulmedizin bevorzugt, die als kassenärztliche Leistung angeboten wird. Die Beantwortung dieser Frage, vermag dem Menschen niemand abzunehmen und ist natürlich auch immer vom Leidensdruck, dem Leidenszeitraum und vielen anderen persönlichen Faktoren abhängig. Es lässt sich nicht sagen, ob der mögliche Erfolg der Behandlung, letztendlich dem Glauben an die Methode, durch eine Art psychologischen Placeboeffekt geschuldet ist, oder ob sich tatsächlich schulmedizinische Fixpunkte in der Art der Behandlung werden festmachen lassen können. Wo jedoch der Glaube an die Besserung, durch eine derartigen Methode vorherrscht, sollte der Wunsch nach Heilung, keineswegs kleingeredet, sondern unterstützt werden, zumal das Ziel ein gesundes und ausgewogenes Leben ist, dass jedem Menschen nur zu wünschen ist.

 

Ruhe ist ein wertvolles Gut - Künstlerischer Ausdruck der Ruhe ...

Leide ich unter dem Restless - Legs -Syndrom?

Zum Abschluss gibt es hier noch einige Testfragen, mit dem Betroffene, die sich aber noch unsicher sind, ob sie tatsächlich an einer derartigen Störung leiden, über ihre Beschwerden mehr Klarheit verschaffen können.

Es stellt sich zunächst die Frage, ob die Beschwerden sich mindern oder gar verschwinden, wenn Sie ihre Beine bewegen oder die Muskulatur einer Selbstmassage unterziehen? Gibt es ein gesteigertes Verlangen, die Beine auch während der normalen Tageszeit bzw. Wachzeiten lang auszustrecken? Wie sieht es in der Nacht aus?

Die folgenden Fragen beschäftigen sich mit dem Befinden in den Abend – und Nachtstunden, die als Ruhezeiten immense Bedeutung haben. Zucken die Glieder in der abendlichen Ruhephase in zeitlich kurzen Intervallen? Gibt es Schmerzen in den Unterschenkeln, ein Jucken oder Kribbeln, dass Ihnen sogar den Schlaf zu rauben vermag? Gibt es während längerer Entspannungsphasen ein unangenehmes Kribbeln oder gar ein damit verbundenes Zappeln als Unruhe in den Beinen? Wenn man bereits zwei bis drei dieser Fragen, durchaus mit ja beantworten würde, ist ein Besuch beim Neurologen durchaus zu empfehlen, der dann sowohl geeignete Überprüfungsmethoden zur Anwendung bringt, als auch eine mögliche Verengung der Gefäße zum Gehirn mit einer Ultraschalluntersuchung ausschließen kann, um dem persönlichen Leiden auf die Spur zu kommen.

Weiterführende Literatur: Restless - Legs - Syndrom
Autor seit 3 Jahren
3 Seiten
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