Halloween-Ritual: Masken und Kostüme

Heutzutage geht Halloween  (Samhain) oftmals mit einer fröhlichen Party einher, bei der die Anwesenden   in  schaurigen Kostümen und schaurig geschminkt erscheinen. Dass  die Kostümierung auf uralte Rituale  zurückgeht, wissen jedoch die wenigsten.

Verkleidungen zu Halloween sollten hauptsächlich die "Gespenster" zu täuschen, um einer  "Besetzung" durch Seelen von Verstorbenen zu entgehen. "Halloween-Masken" wurden aus den unterschiedlichsten Natur-Materialen hergestellt und spiegelten entweder das Antlitz einer kürzlich verstorbenen Person wider. Zeitweise hatten die Masken auch kein menschliches Vorbild sondern waren lediglich fratzenartige Phantasiegebilde.

Die Verkleidung diente der perfekten Tarnung, denn ein Wesen oder Dämon aus der "Anderswelt" oder würde hinter dem Furcht erregenden Outfit keinen lebenden Menschen vermuten, heißt es in alten Legenden.

Halloween-Ritual: Besen vor die Tür

An "Halloween" soll man  sein Heim  nicht verlassen und einen  Besen vor die Haustür  stellen, um bösartige "Geister" davon abzuhalten ins Haus zu kommen.  Besen symbolisieren  sozusagen einen weiblichen Zauberstab, ähnlich wie Moses ihn hatte als er die zehn Plagen damit aktivierte.  Besen suggerieren den Jenseits-Wesen, dass eine weibliche Person mit  magischer Kraft über das Haus beziehungsweise die Wohnung wacht.   Diese Vorstellung scheint offenbar schon Abschreckung genug, um sich die Jenseitigen vom Leib zu halten.

 

Halloween-Ritual: Schutzpuppe aus Rosmarinzweigen

Sie brauchen dazu ein paar Rosmarinzweige und ein grünes Band.

Aus den Rosmarinzweigen wird eine kleine Puppe hergestellt. Die Schutz-Puppe  sollte nicht größer als ein Wein- oder Wasserglas sein.  Kopf, Arme und Beine werden im Anschluss mit einem grünen Band umwickelt und an einem sicheren, sauberen, staubfreien Ort aufbewahrt.

Aktivierung der Halloween-Rosmarin-Puppe

Im Folgejahr kann die Puppe aktiviert werden sobald materielle Sorgen, Nöte, Krankheiten oder andere Katastrophen den Puppenbesitzer heimsuchen.

Die  Puppe aus Rosmarinzweigen in ein Glas legen oder stellen und Wein dar übergießen bis die Puppe bedeckt ist.  Dann  erhebt man das Glas zum Wohle aller guten Schutzgeister und trinkt es vollständig leer. Diese würden aus Dankbarkeit dem Menschen Hilfe zukommen lassen, heißt es in alten Überlieferungen.

Halloween-Ritual: Kerzen

Um den Verstorbenen den Weg ins (himmlische) Licht zu weisen, soll man in der Halloween-Nacht  eine  weiße oder cremefarbene Kerze anzünden.  

Kerzen mit eingeschnitzten Fratzen sollen  böse Geister / Dämonen abwehren und das Unglück fernhalten.

Halloween-Ritual: Knotenbänder mit Wünschen

Es heißt, dass in der Halloween-Nacht ein Wunsch in ein einfarbiges  Band geknotet werden kann, der im Folgejahr seine Wirkung entfaltet, sofern man die  Knoten löst und den Wunsch befreit.

In jedes "Wunsch"-Band müssen  7 Knoten eingearbeitet, dabei soll der Wunsch laut ausgesprochen werden. Folglich wird pro Band siebenmal der gleiche Satz laut ausgesprochen. Tipp: Auf Wollfäden sollte  verzichtet werden, da man sie nur schwerlich entknoten kann.

  • Rotes Band für Fruchtbarkeit
  • Rosa Band für Partnerschaft, Liebe
  • Orangefarbenes Band für Karriere, Geschäftsabschlüsse, Gerichtsverfahren
  • Goldenes Band für Erfolg und Glück
  • Gelbes Band für Wissen
  • Grünes Band für Finanzen, Heilung
  • Hellblaues Band für Frieden und Harmonie
  • Blaues  Band für  Heilung (seelische Probleme), Schutz
  • Braunes Band für  verlorene Gegenstände
  • Weißes Band für Erlösung
  • Violettes Band für Inspirationen

 

Zum Aktivieren wird der Wunsch befreit, indem die Knoten gelöst werden. Natürlich kann man an Halloween  viele Wünsche in Bändern einlagern, allerdings sollte man sich genau notieren, welcher Wunsch in welchem Band verborgen ist.

Scully_van_Funkel, am 22.09.2011
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