Sauerstoffpflanzen

Sauerstoffpflanzen im Gartenteich leben unter Wasser, daher auch der andere Name für sie - Unterwasserpflanzen. Alle ihre Bestandteile befinden sich unter der Wasseroberfläche, manche Arten von ihnen blühen sogar unter Wasser. Das natürliche Gleichgewicht im Gartenteich gewährleisten sie dadurch, dass sie immer für genügend Sauerstoff im Wasser sorgen. Gleichzeitig nehmen sie die Nährstoffe aus dem Wasser mit all ihren Bestandteilen auf und sorgen dafür, dass für die Algen weniger Nahrung übrig bleibt, was wiederum zu einem wesentlich klareren Wasser führt als ohne Unterwasserbepflanzung.

So gedeihen sie prächtig

Man sollte meinen, der Standort wäre egal bei einer Pflanze, die sowieso nur unter Wasser wächst und die Sonne niemals sieht. Das ist jedoch ein Trugschluss, denn in Tiefen, in die keine Sonne mehr hinkommt, wächst normalerweise nichts mehr, zumindest keine Unterwasserpflanzen. Sauerstoffpflanzen benötigen eine ausreichende Menge an Tageslicht, der Bedarf ist von Art zu Art unterschiedlich. Allerdings ist ein schattiger oder halbschattiger Standort vorzuziehen, aber wenn beispielsweise Seerosen im Teich wachsen, entsteht schon ein ausreichender Schatten.

Sauerstoffpflanzen setzt man direkt in den Boden des Teichgrundes. Hat man nur wenig Substrat auf der Teichfolie oder einen Teich mit einer Plastikwanne, aus dem man sowieso jeden Winter das Wasser ablässt, so kann man sie auch gut erst in Schalen, Töpfe oder Körbe setzen und diese dann anschließend im Teich versenken, am besten dann, wenn sich das Wasser im Frühjahr schon ein bisschen erwärmt hat. Sie können dann bei Bedarf leicht wieder herausgeholt werden. Ein Gemisch aus Sand und Lehm mögen sie besonders gerne, außerdem sollte man die bepflanzte Stelle außen herum mit etwas Kies sichern, um zu verhindern, dass die Fische diese Stelle wieder aufwühlen.

Sauerstoff ist lebensnotwendig für die Pflanzen unter Wasser

Unterwasserpflanzen benötigen CO2 für ein gutes Wachstum. Reicht die Konzentration im Teich nicht aus, gedeihen die Pflanzen schlecht oder sterben sogar ab. Wenn man einen Teich neu anlegt, sollte man beachten, dass er einfach einige Zeit (4 Wochen circa) braucht, um genügend Sauerstoff darin zu haben. Entweder man setzt CO2-Tabs mit ins Wasser, dann geht der Prozess wesentlich schneller und man gleich mit der Unterwasserbepflanzung loslegen. Oder man wartet die 4 Wochen ab, muss aber in dieser Zeit den Teich frei von Algen halten, denn die reinigende Funktion der Unterwasserpflanzen findet ja noch nicht statt und in einen Teich, der schon voller Algen ist, sollte man eine Unterwasserpflanze nicht einsetzen - dagegen kommt dann auch die stärkste Pflanze nicht mehr an.

Sollte eine Düngung notwendig sein, so gibt man Düngekegel in den Boden um die Pflanze herum. Niemals ins Wasser, denn dann kommen die Nährstoffe überall an (auch bei den Algen), aber nicht dort, wo man sie haben will.

 

Sauerstoffpflanzen für den Teich

Da nicht jede Pflanze zur gleichen Zeit eine gleichbleibende Menge an Sauerstoff produziert und jede eine andere Wassertiefe braucht, setzt man verschiedene Unterwasserpflanzen. Bekannt sind zum Beispiel Tannenwedel und Wasserpest, für flachere Bereiche im Teich werden gerne Nixenkraut und Wasserfeder verwendet, für tieferes Wasser dann Laichkraut und Hornkraut.

Sonja, am 03.03.2018
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