Zitruspflanzen sind in den Tropen und Subtropen beheimatet. Die an den immergrünen Bäumen und Sträuchern wachsenden Zitrusfrüchte gehören botanisch gesehen zu den Beeren. Bereits vor einigen Hundert Jahren wurden Zitrusbäume in Europa kultiviert. Leisten konnten sich das damals nur Adlige, sie legten für ihre Exoten eigene Orangerien an – also eine Art Gewächshäuser für Zitrusfrüchte, die nicht im Kübel, sondern im Erdboden stehen.

Zitrusfrüchte – die große Auswahl an Pflanzen

Eine Orangerie braucht es für den Hobbygärtner nicht. Wer den wärmeliebenden Pflanzen ein sonniges Plätzchen bieten kann und auch im Winter dafür sorgt, dass sie keinen Frost bekommen, der wird mit einer eigenen Zitrusernte belohnt. Je nach persönlichen Vorlieben und je nach Bedürfnissen der Pflanze hat er die Qual der Wahl, welche Zitruspflanze auf dem Balkon oder im Garten einziehen wird.

Zitrone

Zitronen kennen wir alle, auch bei vielen Hobbygärtnern oder Kübel sind Zitronenbäumchen die ersten Kandidaten, die ihnen beim Stichwort Zitruspflanzen einfallen. Die Pflanze mit dem starken Wuchs belohnt uns mit den erfrischenden säuerlichen Früchten, die so viele Gerichte und Getränke bereichern.

Orange

Ebenso bekannt als Früchte sind Orangen, auch bei den Zitrusbäumchen zählt sie eher zu den klassischen Vertretern. Säuerlich und gleichzeitig süß sind ihre Früchte, die lange am Baum hängenbleiben können, ohne Schaden zu nehmen.

Kumquat

Kumquats sind weniger bekannt, aber auf dem Vormarsch, wenn man sich in den gängigen Geschäften derzeit so umsieht. Das Besondere an den kleinwüchsigen ovalen Früchten ist, dass man sie komplett mit ihrer süßen Schale verzehren kann.

Grapefruit

Ebenfalls eine bekannte Frucht aus dem Supermarkt, als Bäumchen jedoch weniger bekannt. Dennoch kann man die Pflanze mit dem starken Wuchs für den eigenen Garten oder die eigene Terrasse kultivieren. Große und saftige Früchte mit bitterem und süßem Geschmack sind der Lohn.

Pampelmuse

Sie ist der Grapefruit recht ähnlich. Allerdings sind ihre Früchte etwas bitterer und es steckt weniger Süße in ihnen.

Pomeranze

Die herben bis bitteren Früchte der Pomeranze ist ebenfalls eine eher selten anzutreffende Zitruspflanze in unseren Gärten. Versuchen kann man sich dennoch daran, denn ihre Früchte eignen sich hervorragend zur Weiterverwendung in der Marmeladenherstellung.

Clementine

Wer sich an den vielen Kernen in Mandarinen stört, wird die Clementine lieben. Sie ist eine Kreuzung mehrerer Mandarinensorten, die sehr süße Früchte ohne Kerne hervorbringt. Auch sind sie früher reif als Mandarinen.

Calamondin

Die Orange-Mandarine-Kreuzung ist etwas weniger süße als die letztgenannte Kreuzung. Die Pflanze hat einen kompakten Wuchs und trägt mittelgroße Früchte.

Pflege der Zitrusbäume und -sträucher – kurz und bündig

- warmer und sonniger Platz

- frostfrei an einem hellen Ort überwintern (Garage, Wintergarten,...)

- erst bei relativ trockener Erdoberfläche gießen, dann aber kräftig

- keine Staunässe!

- im Winter weniger gießen

- mit stickstoffreichem Volldünger vor allem während der Wachstumszeit düngen

- Sommeröle gegen Schädlinge wie Läuse, weiße Fliegen oder Spinnmilben

- bei Bedarf zurückschneiden, blüht danach allerdings im Folgejahr schwächer

Sonja, am 25.04.2017
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