> Einleitung

> Schimmelpilzprävention beim Hausbau

> Schimmelpilze im Schlafbereich

> Schimmelpilze in Küche und Bad

> Tipps für den Alltag

> ausgewählte Literatur

Einleitung

Der Reichtum von Schimmelpilzen ist fast unbegrenzt. Bekannt sind bis heute mehr als 10.000 Arten. Schimmelpilze spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem, sie sind hier unter anderem für biologische Zersetzungsprozesse zuständig. Bestimmte Schimmelpilze sind in der Nahrungsmittelindustrie von hoher Bedeutung, ein Beispiel hierfür ist die Käseherstellung. Auch Medikamente wie Antibiotika können mit Hilfe dieser Spezies hergestellt werden.

Ein Großteil dieser Pilze spielt allerdings beim Menschen keine positive Rolle. Schimmelpilze können krank machen. Sie schränken das Allgemeinbefinden ein. Schimmelsporen (Samen) können für eine Bronchitis, Hautreizungen, Kopfschmerzen, Herzentzündungen oder Allergien sorgen. Die Palette dieser Krankheiten ist fast unbegrenzt. Oftmals steht der Arzt vor einem Rätsel, da sich zunächst keine Ursache finden läßt.

Schimmelpilze besiedeln überwiegend feuchtes und organisches Material. Hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über den Gefrierpunkt läßt  diese Spezies auskeimen. So wird eine schnelle Ausweitung gefördert.

Bei zu wenig Sauerstoff (anerobe Bedingungen), sehr tiefen oder sehr hohen Temperaturen und einem trockenen Untergrund stirbt diese Spezies ab. Zurück bleiben resistente Sporen, die bei Bedarf wieder auskeimen können.

Der folgende Artikel soll zeigen wie bei idealen Bedingungen der Entstehung und Ausbreitung von Schimmelpilzen Einhalt geboten werden kann.  

Schimmelpilzprävention beim Hausbau

Schimmelpilzprävention beginnt bereits beim Hausbau. Im Erdreich müssen Häuser perfekt isoliert werden, so daß keine Feuchtigkeit in das Mauerwerk eindringen kann.

Baumaterialien sollten diffusionsoffen sein. So kann Luftfeuchtigkeit optimal aufgenommen  und nach außen transportiert werden. Holz und Porenziegel sind in diesem Zusammenhang optimale Baustoffe.

Nach dem Einzug sollten  Einrichtungsgegenstände keinen direkten Kontakt mit der Außenwand haben (Hinterlüftung). Außerdem kann sich der Taupunkt - Feuchtigkeit wird vom gasförmigen in den flüssigen Aggregatzustand verwandelt - in die Wand verlagern. Es kann zu einem Schimmelbefall innerhalb des Mauerwerks kommen.

Wärmebrücken sind unbedingt zu vermeiden. Unter diesem Begriff versteht man zum Beispiel schlecht gedämmte Rolladenkästen oder falsch eingebaute Fenster. Wärmebrücken sorgen für einen kalten Untergrund und damit für ideale Schimmelpilzbedingungen.

Kellerfenster sollten in den heißen Sommermonaten geschlossen gehalten werden. Ansonsten kann sich gerade bei schwülen Temperaturen Tauwasser auf die kühlen Kellerwände ablagern.

Schimmelpilze im Schlafbereich

Das Schlafzimmer muß gut belüftet werden. Stoßlüften von wenigen Minuten Dauer ist eine gute Sache, um überflüssige Feuchtigkeit nach außen zu transportieren. Das Bett sollte täglich ausgelüftet werden, die Matratze auf einem Rost liegen. Der Mensch schwitzt beim Schlafen mindestens 200ml Wasser pro Nacht aus. Die ideale Temperatur im Schlafbereich beträgt 18 Grad Celsius.

Schimmelpilze in Küche und Bad

In Küche und Bad ist es besonders wichtig, überflüssige Feuchtigkeit zu verbannen. Das ist allerdings oftmals nicht so einfach. Wichtig ist es, alle Fugen im direkten Nassbereich wasserdicht abzuschließen. Nach dem Duschen oder Kochen sollten diese Flächen abgetrocknet werden.

Der Kühlschrank ist regelmäßig auszuwaschen. Eingelagerte Lebensmittel können hier schnell von Schimmelpilzen befallen werden. Obst und Gemüse sollte - wenn möglich - außerhalb des Kühlschranks gelagert werden. Die Tür ist nur kurz zu öffnen. Ansonsten dringt zuviel Feuchtigkeit von außen ein. Diese schlägt sich als Tauwasser nieder.

Abflüsse und Überläufe sind regelmäßig zu reinigen. Hier sammeln sich auf Grund idealer Bedingungen schnell Pilze und sonstige Mikroben an. Diese können  schnell auf Lebensmittel und den Menschen übertragen werden.

Tipps für den Alltag

> sehr wichtig ist richtiges Lüften, optimal ist Stoßlüften von wenigen Minuten Dauer, so wird überflüssige Feuchtigkeit nach außen transportiert

> die Luftfeuchtigkeit  sollte nicht zu hoch sein (unter 60 %), dieses kann mit einem Hygrometer kontrolliert werden

> die Temperaturunterschiede innerhalb der Wohnung sollten nicht zu groß sein, ansonsten wird Schimmelpilzbefall begünstigt

> nach dem Kochen oder Duschen unbedingt lüften, so wird der größte Teil der Luftfeuchtigkeit nach außen tranportiert

> Lüftungs- und Klimaanlagen sind regelmäßig zu warten, damit sie nicht zu Pilzschleudern werden

> Abfälle sollten regelmäßig entsorgt werden, da sie ansonsten eine ideale Quelle für Mikroben und Schimmelpilze darstellen

> ist ein Schimmelbefall in der Wohnung vorhanden, kann man versuchen die entsprechenden Flächen abzuwaschen bzw. mit Sodalauge oder Wasserstoffperoxidlösung zu behandeln

> großflächiger Pilzbefall sollte Fachleuten überlassen werden

Ashlie, am 06.07.2011
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Bildquelle:
Amazon (Holz)
Quelle: www.fensterhandel.de (Kunststofffenster sparen nicht nur Energie)

Autor seit 5 Jahren
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