Gerade die Schleimbeutel an den großen Gelenken, wie Schulter, Ellenbogen, Hüfte und Knie wird diese Aufgabe manchmal zuviel, es kommt zu einer Schleimbeutelentzündung (Bursitis). Die Entzündung ist auf Druck, einer Verletzung oder Überbelastung zurückzuführen. Manchmal, das allerdings seltener, ist auch eine Infektion mit Bakterien Ursache für die Beschwerden. Darüber hinaus kommt es auch häufig bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen zum Auftreten von Schleimbeutelentzündungen. In diesem Fall können auch ein oder mehrere Schleimbeutel beteiligt sein.

Was sind die Symtome einer Schleimbeutelentzündung?

Zu den Sypmtomen zählen eine Rötung des betroffenen Gelenkes, eine deutliche Überwärmung und Schwellung. Es treten Schmerzen auf, die Flüssigkeitsansammlung in dem betroffenen Gebiet ist oftmals sogar zu ertasten. Kommen Fieber und Schüttelfrost hinzu, ist dies ein Anzeichen für eine bakterielle Infektion, die unbedingt behandelt werden muss.

Schleimbeutelentzündung Ellenbogen
Eigene Erfahrung mit einer ...

Eigene Erfahrung mit einer Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen (Bild: © privat)

Welche Untersuchungen werden bei einer Schleimbeutelentzündung durchgeführt?

Bei einer Inaugenscheinnahme wird der Arzt meist schon eine Schleimbeutelentzündung diagnostiezieren können, gerade, wenn der Schleimbeutel auch noch zu ertasten ist. Weitere Möglichlichkeiten zur Diagnostik stehen eine Ultraschalluntersuchung oder sogar eine Magnetresonanztomografie*, kurz MRT, genannt zur Verfügung. Bei einer Magnetresonanztomografie fallen keine Röntgenstrahlen an, es ist ein schonendes und sehr genaues Verfahren.

* Was ist ein MRT?

Die Magnetresonanztomografie (MRT)  wird auch Kernspintomografie genannt. Sie ist eine diagnostische Technik zur Darstellung der inneren Organe und Gewebe mithilfe von Magnetfeldern und Radiowellen. Diese Untersuchungsmethode ist sehr sicher. Lediglich Patienten mit Herzschrittmachern, Insulinpumpen oder einer Innenohrprothese können nicht untersucht werden. Personen mit Metallplatten, Gelenkersatz oder festem Zahnersatz hingegen können mithilfe dieses Verfahrens untersucht werden.

Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen nach einem Sturz (Bild: Uwe Gille /wikipedia.de)

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei einer Schleimbeutelentzündung?

Meist ist lediglich eine konservative, also nichtoperative Therapie notwendig. Das betroffene Gelenk sollte geschont werden. Entzündungshemmende Medikamente (nichtsteroidale Antirheumatika) helfen, sie sind schmerzlindernd und wirken abschwellend.
Darüber hinaus wirken Kältebehandlungen* sehr gut bei dem überwärmten Gelenk.  Ist die Ursache auf einer bakterielle Entzüdung zurückzuführen ist eine Antibiotika-Gabe zwingend erforderlich, dieses Medikament verhindert, dass sich die Infektion nicht weiter verbreitet.

* Kühlen, so macht man es richtig

Bei einer Kältetherapie werden die Kältebeutel, oft auch Cold Packs genannt, auf einzelne Gelenke oder Körperteile aufgebracht. Achten Sie darauf, dass der Kältebeutel nicht zu kalt und trocken ist. Legen Sie das Cold Pack nicht direkt auf die Haut. So vermeiden Sie Schädigungen der Hautoberfläche. Das Pad am besten in ein Leinentuch oder Einmal-Küchentuch einwickeln. Die Kälteauflage maximal nur 5-10 Minuten aufliegen lassen.

Wann ist eine Operation erforderlich?

Ist eine Schleimbeutelentzündung chronisch, kann eine operative Behandlung erforderlich sein. Der Körper reagiert bei chronischen Schmerzen zu einer Schonhaltung, die allerdings die Probleme auf andere Regionen verlagert.  So kommt es durch eine Fehlbelastung beispielsweise zu Schmerzen in benachbarten Regionen. Die Operationen werden je nach Region unter Lokalanästhesie oder unter Vollnarkose durchgeführt. Nach der Operation muss das Gelenk noch eine Weile geschont werden. Eine unterstützende Krankengymnastik hilft, dass Gelenk wieder schnell beweglich zu machen.

Hinweis

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel keinen Ersatz für eine ärztliche Beratung darstellt.

© Edelgard Kleefisch

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