Das Logo der Schreibwerkstatt (Bild: Schreibwerkstatt)

Was ist die Schreibwerkstatt?

Die Schreibwerkstatt. Später kam der Blog Schriftsteller werden hinzu, um die Schreibwerkstatt-Mitglieder bei Ihren Romanideen zu unterstützen.

Nach fünf Jahren tummeln sich in der Schreibwerkstatt ca. 8.500 Mitglieder im Alter zwischen 13 und 78 Jahren, das Durchschnittsalter liegt bei etwa 28 Jahren. Unterstützt wird die Gründerin von einem engagierten Team aus 21 Moderatoren und "Super-Usern", denn es gibt viel zu tun. Die Mitglieder verteilen sich auf die Bereiche "Eigene Werke", "Schreibhandwerk" und "Schreibwerkstatt-Café".

Mit der Seite Schreibwerkstatt.de und ihrem Blog verfolgt "Jacky" Vellguth keine kommerziellen Interessen. Wer will, kann die Schreibwerkstatt durch einen Einkauf bei Amazon über einen Affiliate-Link oder mit einer Spende unterstützen. Nicht angemeldete User bekommen dezente Werbung zu sehen. Es ist aber trotzdem sehr wahrscheinlich, dass "Jacky" und ihr Partner, der sich um die Technik kümmert, mehr als nur ihre Zeit in das Projekt investieren.

Ohne Regeln geht es nicht.

Kern ist der Bereich für eigene Werke. Hier kann jedes Mitglied eigene Texte im Umfang bis ca. 1.000 Wörter vorstellen und diese von anderen Mitgliedern kommentieren lassen. Das geht aber nur, wenn der Autor zuvor selbst mindestens zwei Kommentare zu anderen Werken abgegeben hat. Das "Kommentar-Werk-Verhältnis" ist die wichtigste Regel. Zusätzlich müssen die Kommentare höflich, konstruktiv und ausführlich sein. Niemand kommt als Literaturpapst auf die Welt, auch ein Reich-Ranicki fällt nicht vom Himmel. Aber der Kommentar sollte die persönliche Meinung und die Empfindungen des Lesers wiedergeben und begründen.

Das Verhältnis zwischen der Anzahl der Werke und der Kommentare überwacht die Forensoftware. Die Einhaltung der Kriterien für einen gültigen Kommentar überwachen die Moderatoren. Kommentare, die nichts weiter aussagen, als: "Schöne Geschichte, weiter so!" sind höflich, aber weder besonders konstruktiv, noch ausführlich. Der Verfasser muss damit rechnen, dass der Kommentar gelöscht wird. Die Kommentatorin bekommt in dem Fall eine persönliche Nachricht. Anfänger können dadurch leicht etwas frustriert werden. Aber niemand soll sich entmutigen lassen, denn es gibt viel Hilfestellung zum Kommentieren der Texte.

Durch dieses System wird erreicht, dass so gut wie jede Geschichte in der Schreibwerkstatt einen Kommentar erhält, der hilfreich für den Autor ist.

Die Texte als Kernstück der Schreibwerkstatt.

Gewaltverherrlichende oder pornografische Texte sind nicht erwünscht. Wenn die Geschichte als Film um 20:15 Uhr sendbar wäre, dann taugt sie auch für die Schreibwerkstatt. Eigene Werke dürfen nur in dem entsprechenden Bereich veröffentlicht werden. Ein Versuch, sie an anderer Stelle zu veröffentlichen, würde die Regel unterlaufen, dass pro Werk eines Autors zwei Kommentare vorhanden sein müssen.

Von japanischen oder experimentellen Gedichten über Krimis, Liebes- oder Naturgeschichten zu Fantasy oder Reiseberichten ist alles möglich. Die Autoren dürfen sich an Allem versuchen und können damit rechnen, dass ihre Texte freundlich aber kritisch und konstruktiv kommentiert werden. Oft wird ein Kommentar länger als die eigentliche Geschichte. Doch im Idealfall lernen beide dabei: Der Kommentator ebenso, wie die Autorin und es kommt zu einem fruchtbaren Austausch zwischen Beiden. Genau das ist es ja, was sich der einsam in seiner Kammer schreibende Autor oft wünscht.

 

Auch das Handwerk kommt nicht zu kurz.

Hier wird auf Jacky's Blog Schriftsteller werden verlinkt und die dort vorgestellten Themen können diskutiert werden.

Im Bereich "Kreatives Schreiben" geht es um Probleme wie Namensfindung, Motivationsdefizite, Plotten und Planung oder ganz schlicht um Grammatik und Rechtschreibung.

Recherche ist natürlich wichtig für Autoren. In diesem Bereich kann man seine Fragen loswerden. Vom Schulsystem in den USA über die Gewohnheiten von Vampiren bis zum Nachtleben in Moskau: Keine Frage ist zu abstrus, um hier nicht gestellt zu werden. Die Community hat eine hinreichend große "kritische Masse", damit auch die abseitigeren Fragen nicht unbeantwortet bleiben.

Der Autor war fleißig, das Werk ist fertig. Jetzt geht es ans Veröffentlichen. Das ist der richtige Zeitpunkt, um im Bereich "Rund ums Veröffentlichen" um Rat zu fragen. Form und Inhalt des Anschreibens und das Exposé sind hier oft diskutierte Themen. Aber auch die rechtzeitige Enttarnung von Druckkostenzuschussverlagen (DKZV) kann der angehenden Autorin viel Geld und Frust ersparen. Dabei helfen die erfahrenen Mitglieder der Schreibwerkstatt. Außerdem ist die Schreibwerkstatt Mitglied im Aktionsbündnis Fairlag für faire Verlage. Darüber hinaus pflegt die Schreibwerkstatt eine Liste von über 500 Literaturverlagen, die nach besten Wissen und Gewissen keine DKZV sind. Auch ein leibhaftiger Verleger gibt in diesem Bereich wertvolle Tipps.

Wenn die Schreiblust plagt, aber die Ideen fehlen, kann sich der geneigte Autor im Bereich "Fingerübungen" nach witzigen, skurrilen oder spannenden Ideen für Kurzgeschichten, Gedichte oder andere Texte umsehen.

Im Schreibwerkstatt-Café stellen sich die User vor, plaudern über Gott und die Welt in der Plauderecke, verabreden sich zu Projekten und verfassen Buchrezensionen.

Mein persönlicher Eindruck von der Schreibwerkstatt.

Die Gemeinschaft ist sehr nett, der Umgangston ist angenehm, ohne dass man ständig die Knute der Administration spürt. Was man hingegen sehr deutlich spürt, ist der Spaß und die Freude des Teams und der Mitglieder an der Sache.  Hier wurde ein sehr angenehmer Ort im weltweiten Netz geschaffen.

Es ist eine gute Möglichkeit eigene Geschichten zu testen. Hier bekommt man kompetente Betaleser, die sich oft viel Mühe mit ihren Kommentaren geben. Ich kann kleine Geschichten als Versuchsballons starten und erfahre recht schnell, ob ich z.B. Spannung oder Grusel erzeugen kann.

Auch selbst Kommentare zu schreiben, ist eine interessante Erfahrung. Man setzt sich sehr intensiv mit dem Text eines Anderen auseinander. Oft antwortet der Autor auf den Kommentar und man erfährt, was er sich bei Diesem oder Jenem wirklich gedacht hat. Beim Lesen eines Buches klappt das leider nicht, obwohl mancher Leser genau das die Autorin schon gerne fragen würde: Was hast du dir dabei gedacht?

Wie allgemein üblich, gelten in der Schreibwerkstatt hochgeladene Texte als veröffentlicht und sind für die weitere kommerzielle Verwendung nicht oder nur nach gründlicher Überarbeitung geeignet.

Die meisten hier geschilderten Bereiche der Schreibwerkstatt sind öffentlich zugänglich und werden von Google gefunden. So ist es auch schon vorgekommen, dass Verlage bei Jacky nach Kontaktdaten von talentierten Mitgliedern gefragt haben.

Einige Bücher von Mitgliedern der Schreibwerkstatt auf Amazon
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