Definition "Schwindel"

Der Schwindel Vertigo ist ein Symptom und keine Erkrankung im eigentlichen Sinne. Schwindel ist ein Alarmsymptom und bedarf bei wiederholtem Auftreten die Behandlung eines Arztes oder Heilpraktikers. Nur diese Personen können die Ursache klären und wenn erforderlich, eine sinnvolle Therapie einleiten. Schwindelanfälle müssen ernst genommen, da ansonsten das Sturzrisiko erhöht wird. Hiervon ist besonders die ältere Generation betroffen.

Arten von Schwindel - physiologischer Schwindel - gerichteter Schwindel - ungerichteter Schwindel

Der physiologische Schwindel kann zum Beispiel durch eine rasante Beschleunigung oder zu schnelle Bewegungen des Körpers verursacht werden. 

 Der gerichtete Schwindel beruht in erster Linie auf eine Störung des Gleichgewichtsorgans. Selten ist die Störung  in anderen Hirnabschnitten zu suchen.

Beim gerichteten Schwindel werden der Schwank-, Dreh- und Lift(Höhen)schwindel unterschieden. Beim Schwankschwindel haben die Betroffenen das Gefühl, auf einem wankenden Boden zu stehen - so als wenn sich jemand auf dem Trampolin aufhält oder es handelt sich eine Fallneigung zur gleichen Seite. Der Drehschwindel sorgt für ein verschwommenes Bild - ähnlich dem Zustand nach einer Achterbahnfahrt. Der Liftschwindel bedeutet ein "benommenes" Bild in der Höhe. Somit ist es für diese Personen ein Risiko in einem Hochhaus zu wohnen oder einen Turm zu besteigen.

Der ungerichtete Schwindel ist meistens ein Begleitsymptom von Herz- und Kreislauferkrankungen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Sauerstoffversorgung auf Grund einer Herzschwäche nicht mehr gewährleistet ist. Auch ein niedriger Blutdruck und die Aufnahme von zu wenig Flüssigkeit kann diese Symptomatik verursachen.

Hirnleistungsstörungen, Konzentrationsschwäche und seelische Belastungen können ebenfalls zum "ungerichteten" Schwindel führen.

Schwindelanfälle sind manchmal mit mit Schweißausbrüchen, Herzklopfen und Übelkeit verbunden. Sie verursachen Angst und können somit zu einer ernsten Gefahr werden.

Entstehung von Schwindel

Zentrale Schaltstelle für das Bewegungsmuster des Körpers ist das Gleichgewichtszentrum im Gehirn. Hier laufen sämtliche Informationen zusammen. Vorgeschaltet ist das Gleichgewichtsorgan im Innenohr, die Augen, Muskeln und die Nerven. Die Augen sind für den äußeren Eindruck zuständig, die Muskulatur liefert zum Beispiel einige wichtige Informationen über die Stellung der Gelenke.

Sörungen im Gleichgewichtsorgan können zu Schwindelanfällen und zum Augenzittern Nystagmus führen. Die Ursache ist oftmals eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung des rechten und linken Innenohres. In der Regel passiert dieses allerdings nur auf einer Seite, sodass die gesunde Seite weiterhin Informationen an das Gehirn liefert. Folge ist ein Ungleichgewicht und eine falsche Verarbeitung im Gleichgewichtszentrum. Somit entstehen pathologische Bewegungsmuster wie der bereits erwähnte Schwankschwindel.

Alterbedingt kann es zu einer verzögerten Information der Sinneseindrücke kommen. Auch hier können Schwindelattacken entstehen.

Behandlung von Schwindel

Für eine sinnvolle Behandlung muß der Arzt zunächst einmal Ursachenforschung betreiben. Entsteht der Schwindel auf Grund einer organischen Erkrankung, zum Beispiel einer Herz- und Kreislaufschwäche, können eine Umstellung der Lebensweise oder einige Naturheilverfahren Abhilfe schaffen. Wird der Schwindel durch Sehstörungen oder Medikamente ausgelöst, sollte eine Rücksprache mit dem (Augen-)arzt erfolgen. Entsteht Vertigo durch Alterungsprozesse, kann ein Gedächtnistraining oder Gleichgewichtstraining weiterhelfen. Machen Schwindelanfälle ein normales Leben unmöglich, ist eine stationäre Behandlung unumgänglich. 

Eigeninitiative - Augentraining - Kopfbewegungen - Körperhaltung

Einige Übungen erhöhen die Chance  das Gleichgewicht auf Dauer zu stabilisieren. Diese sollten allerdings nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt durchgeführt werden.

Augentraining 

> entfernen Sie den Zeigefinger rund 20 cm von der Nase

> bewegen Sie den Zeigefinger - langsam - 20 cm nach rechts und anschließend 20 cm links

> wiederholen Sie die Bewegungen 10mal

> es ist wichtig, nur mit den Augen zu korrigieren, nicht mit dem Kopf - ansonsten verspricht die Therapie keinen Erfolg 

Das gleiche Training können Sie auch durchführen, in dem sie die Augen langsam nach und oben bewegen. 

Kopfbewegungen 

> bewegen Sie den Kopf nach links und rechts bzw. nach oben und unten

> das Anfixieren eines Gegenstandes erleichert die Übung, indem dieser einen festen Anhaltspunkt liefert

> auch diese Übung sollten Sie mehrmals hintereinander durchführen   

Körperhaltung 

> stehen Sie vor einen Gegenstand Ihrer Wahl - dieser sollte sich allerdings auf Augenhöhe befinden 

> bewegen Sie den Körper halbkreisförmig nach rechts bzw. links 

> dabei ist es wichtig, dass Sie die Füße langsam mitziehen 

> diese Übung sollte Sie drei bis viermal hintereinander durchführen   

> den Gegenstand vor Ihnen sollten Sie nicht aus den Augen verlieren

> so erreicht Ihr Körper Stabilität   

                Viel Erfolg! 

Mein Artikel kann nicht den Rat eines Arztes oder Heilpraktikers ersetzen!

Ashlie, am 02.03.2012
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