Vorteile

Das Internet ist nicht erst seit gestern ein neues Medium für die heutige Gesellschaft und Jugend. Fast jeder ist heutzutage bei Facebook angemeldet. Sowohl junge als auch ältere Leute. Es ist nunmal Tatsache, dass Social Networks die Hemmschwelle für das Kennenlernen deutlich senken.
Wenn man das Gegenüber nicht sehen kann, hat man auch eine gewisse Macht. Die Macht der Anonymität. Die Macht zu sagen was man möchte, ohne gleich rot zu werden oder zu stottern. Natürlich gibt es auch hier Grenzen, doch im Vergleich zu einem Gespräch, in dem man dem Anderen in die Augen blicken kann, fühlt man sich während des Chattens sicherer.

Nachteile

Nun liegt das Problem genau hier: In den Vorteilen. Diese stellen nämlich gleichzeitig die Nachteile dar. Denn wenn man nun weiß, dass das Gegenüber die gleiche Macht besitzt - also die Macht der Anonymität - fragt man sich natürlich: Was ist, wenn es diese ausnutzt? Diese Frage kann leicht analysiert werden, wenn man sich selbst betrachtet. Würdest du diese Anonymität missbrauchen? Für deinen eigenen Vorteil? Genau hier sollte man am Punkt angekommen sein, wo man misstrauisch wird. Wie sagt man so schön:

"Nichts ist, wie es scheint."

Meine Erfahrungen

Ich selbst habe es einmal gewagt, mich mit einer "fremden" Person zu treffen. Vielleicht kann man sie nicht gerade fremd nennen. Denn schließlich hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt bereits ein Jahr Kontakt zu ihr. Viele würden jetzt sagen: Wie kann man nur so unvorsichtig sein?
Auch ich habe lange mit mir gerungen, habe aber letztendlich auf mein Bauchgefühl vertraut.

Und ich hatte zumindest Glück im Unglück. Der junge Mann, der meine Internetbekanntschaft zu sein vorgab, war schließlich auch der junge Mann, den ich erwartet hatte.
Also kein Vergewaltiger, Pädophiler oder Sonstiges. Er war ein ganz normaler, netter Junge.

Nun wollen wir aber zu dem Unglücksteil kommen:
Denn nicht immer erwischt man die Nadel im Heuhaufen also folgend den Richtigen. So nett und freundlich er war, desto mehr unterschieden wir uns. Er interessierte sich für Gott und ich für das Wohl der Tiere und die Menschheit an sich.
Nun war das Problem leider noch tief sitzender. Denn er hegte offentsichtlich mehr als freundschaftliche Gefühle für mich. Und ich hatte mich mittlerweile entschieden, ihn nur noch als Freund ein zweites Mal zu treffen. Daraus entwuchs schließlich ein großer Streit, der zwei Jahre lang mein Leben sowie seines ordentlich durcheinander brachte und dazu führte, dass zumindest ich mir oft wünschte, ihn nie kennengelernt zu haben.

Diese Geschichte ist natürlich kein Paradebeispiel für das Thema "Internetbekanntschaften". Es soll lediglich zum Nachdenken anregen, was sonst noch alles durch ein Treffen passieren kann. Ich selbst habe mich heute damit abgefunden. Denn irgendwie gehören schlechte Erfahrungen ja zum Leben dazu. Und man lernt aus ihnen.

Tipps, wie du dich schützen kannst

Das sicherste Mittel ist natürlich, sich überhaupt erst gar nicht mit Fremden aus dem Internet zu treffen. Jedoch bestätigen, wie man so schön sagt, Ausnahmen die Regel, also wäre es am besten, auf sein Bauchgefühl zu hören. Wenn du dich dafür entscheidest, deine Internetbekanntschaft zu treffen, beachte:

- Dass du dich auf einem öffentlichen Platz oder an einem anderen sicheren Ort (wie Café,
Restaurant etc.) triffst und keineswegs bei ihm/ihr oder sogar dir (dann weiß er/sie
gleich deine Adresse!) zuhause oder irgendwo, wo wenig Menschen sind.

- Dass du zumindest beim ersten Mal mit einem Freund/einer Freundin hingehst und nicht
allein
.

- Dass du für den Notfall ein Handy mit eingestellten Kurzwahlnummern dabei hast, falls du
allein gehst.

- Dass du am hellen Tag das Treffen vereinbarst und nicht in der dunklen Nacht.

- Dass du vor dem Treffen schon mindestens einmal mit ihm/ihr telefoniert hast. Oft zeigt sich
das Wesen eines Menschen ja an seiner Stimme.

Autor seit 6 Jahren
8 Seiten
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