Bergtouren immer gut planen

Bergtouren immer gut planen (Bild: Almut Barden)

1. Schritt: die Ausrüstung muss stimmen

Auch wenn es sich nur um eine Tagestour handelt, auf die richtige Ausrüstung sollte geachtet werden. Neben ausreichend Verpflegung und Wasser, gehören noch weitere Dinge in den Rucksack:

  • Sonnenschutz
  • Sonnenbrille
  • Regenschutz
  • Mütze oder Sonnenhut
  • Erste Hilfe Set
  • Wanderstöcke
  • Beutel für Abfälle
  • evtl. Wechselkleidung
  • Softshelljacke
  • GPS oder Wanderkarte

2. Schritt: Tour bekannt geben

Nur wer weiß, wo gesucht werden muss, wird fündig. Das heißt, vor der Tour möglichst vielen Freunden, der Familie oder dem Hüttenwirt von der geplanten Tour berichten. Vor allem Hüttenwirte können oft nützliche Tipps zu den Verhältnissen vor Ort erzählen und vor eventuellen Gefahren warnen. Wer nicht direkt an einer Hütte vorbei kommt, kann im Vorfeld auf der nächst gelegenen Hütte anrufen und sich dort telefonisch erkundigen. Denn im Falle eines Unfalls wissen so mehr Menschen, in welchem Bereich gesucht werden muss. Damit erhöhen sich die Chancen, schneller gefunden zu werden.

3. Schritt: Lieber in der Gruppe als allein

In der Gruppe zu wandern ist nicht nur geselliger, sondern auch sicherer. Denn im Falle eines Unfalls ist immer jemand da, der Hilfe holen kann. Die Alpen- oder auch Wandervereine bieten regelmäßig geführte Wanderungen an. Hier können Anfänger schnell Anschluss finden und Gleichgesinnte kennen lernen. Die Touren befinden sich in den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden und finden meist das ganze Jahr hindurch statt. Aber auch auf Hütten gibt es die Möglichkeit Anschluss zu finden. Häufig gibt es mehrere Gäste mit dem gleichen Ziel.

Auf Hütten lässt sich häufig Anschluss finden

Auf Hütten lässt sich häufig Anschluss finden (Bild: Almut Barden)

4. Schritt: aktuelle Wetterbedingungen berücksichtigen

Am Vortag ist ein Blick in den örtlichen Wetterbericht unbedingt Pflicht. Denn bei Gewitterneigung, starken Regenfällen oder Schneefall sollte die Tour verschoben werden. Denn selbst in den Sommermonaten kann es oberhalb von 2.000 Metern schon wieder Schneefall geben. Dieser erschwert nicht nur das Vorwärtskommen, sondern auch die Orientierung. Wege und Markierungen sind zu geschneit, zudem kann auch jetzt durchaus Lawinengefahr bestehen. Deswegen nur losgehen, wenn der Wetterbericht stimmt.

5. Schritt: Unfall und jetzt?

Sollte es dennoch zu einem Unfall am Berg kommen, ist es jetzt wichtig, nicht in Panik zu verfallen. Nach der Erstversorgung der Wunden, sollte die Bergwacht informiert werden. In der Einsatzzentrale können die Mitarbeiter entscheiden, ob ein Hubschraubereinsatz notwendig oder überhaupt möglich ist. Denn geflogen wird nur tagsüber bei schönem Wetter. Wenn die Verletzungen nicht so schwer sind, ist der Weiterweg zur nächsten Hütte sinnvoll. Dort kann zum einen eine bessere Versorgung der Wunden stattfinden und zum anderen ist häufig ein Transport mit dem Auto ins Tal möglich.

6. Schritt: Eigene Fähigkeiten einschätzen

Vorsicht ist besser als Nachsicht. Deswegen am Berg immer mit offenen Augen unterwegs sein, um Gefahren rechtzeitig erkennen zu können. Auch Touren, die über den eigenen Fähigkeiten liegen, sind gefährlich. Gerade in einsamen Tourengebieten kann dies lebensgefährlich werden. Wenn die Kondition für die ausgewählte Tour nicht ausreicht oder das Wetter umschlägt, lieber umkehren und sicher ins Tal kommen. Der Berg läuft nicht weg und ein zweiter Versuch ist immer drin

Autor seit 6 Jahren
20 Seiten
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