Warum das Umsetzen von Zielen oft scheitert

Sicherlich kommt Ihnen die Situation bekannt vor: Sie würden gerne etwas Sinnvolles erreichen, wissen jedoch nicht wie. Oder Sie haben zumindest eine grobe Vorstellung von dem, was Sie wollen, sind bis jetzt aber irgendwie nie zeitlich dazu gekommen, haben es vielleicht immer wieder aufgeschoben in der Hoffnung, der Tag möge irgendwann kommen, wo Sie motiviert genug sind, damit anzufangen. Doch dieser Tag kam natürlich nie, weil die Prokrastination irgendwann zur Gewohnheit wurde. Zudem ist sie eine vermeintlich gute Ausrede, es niemals anzugehen. Bis zu einem gewissen Grad kann das Aufschieben durchaus gerechtfertigt sein. Wenn es jedoch dazu führt, dass jemand unzufrieden mit seinen eigenen Leistungen wird und somit sein Selbstbewusstsein negativ beeinträchtigt, dann wird es höchste Zeit, dem inneren Schweinehund Kontra zu bieten und zielstrebig dagegen anzugehen!

Am Effektivsten lässt sich dies wohl durch eine sorgfältig strukturierte Vorgehensweise bewerkstelligen. Der Mensch ist nun einmal ein Gewohnheitstier - und selbst, wer sich selbst eher als "Chaot" bezeichnet, folgt in seinen täglichen Verrichtungen meist einem bestimmten Muster, auch wenn dieses nicht immer sofort auf dem ersten Blick erkennbar ist. Im letzteren Fall ist dieses Muster halt ein individuell chaotisches. Umso wirkungsvoller kann es sein, wenigstens in Gedanken ein wenig Ordnung zu schaffen und sich dessen klar zu werden, was man denn überhaupt WILL. Man möchte meinen, die meisten Menschen wissen, was sie wollen. Zumindest sieht es an der Oberfläche bei vielen so aus. In Wahrheit ist es hingegen längst nicht immer so, dass man auf Anhieb weiß, was man wirklich will. Zu sehr ist man in den eigenen Verpflichtungen des Alltags oder den täglichen Routinearbeiten, ob sie nun nützlich sind oder weniger, gefangen. Deshalb ist es im ersten Schritt essentiell, zunächst einmal in sich zu gehen.

Bevor Sie mit Ihrer Zielsetzung und der Umsetzung Ihrer Pläne beginnen, empfiehlt es sich, dass Sie sich entspannen. In einer relaxten Haltung habe Sie viel mehr die Ruhe, nachzudenken und auf sich zu hören. Auf sich, das heißt, ohne die verwirrenden Einflüsse von außen, wie etwa den Erwartungen anderer usw., die Sie oft nur von sich selbst wegleiten. Die Entspannung hilft Ihnen, ihre eigene innere Stimme und intuition wieder wahrzunehmen: Grundlegend wichtig, um zu mehr Erfüllung zu gelangen. Unter dem gegebenen Link habe ich einige Beispiele genannt, wie Sie solch einen entspannten Zustand erreichen können, wobei Sie bestimmt auch ihre eigenen Ideen haben, was auf Sie beruhigend wirkt. Sie sehen: Häufig genügen schon kleine Maßnahmen, um den Druck abzubauen. Wenn Sie nun bereit sind, kann es losgehen mit den Strategien, Ihr Leben oder Aspekte daraus zum Positiven zu verändern.

1. Formulieren Sie Ihre Ziele!

Nehmen Sie ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand und schreiben Sie das auf, was Sie schon immer mal erreichen wollten, aber nie umzusetzen wagten oder wozu Sie bis jetzt offenbar nicht die Zeit fanden. Notieren Sie alles, was Ihnen intuitiv dazu einfällt - das können auch Kindheitsträume sein, die sich noch nicht oder nicht so wie eben vorgestellt erfüllt haben, aber auch Dinge, die Sie im Verlauf Ihrer Lebenszeit unbedingt umgesetzt haben wollen. Je nachdem, was Ihnen eher liegt, können Sie eine Liste machen oder - wenn es Ihnen leichter fällt, Dinge zu visualisieren - eine Mind Map. Letztere hat den Vorteil, dass Sie eventuell subjektiv mehr Spielraum dabei haben; wenn Sie hingegen bereits konkretere Vorstellungen von Ihren Zielen haben, genügt Ihnen vielleicht eine Liste. Suchen Sie einfach die Methode aus, die Ihnen am besten entspricht. Wenn Sie eine andere, eigene haben, auch gut. Auf das Ergebnis kommt es an.

Um mit Ihrer Zielsetzung erfolgreich zu sein, sollten Sie sich zunächst einmal im Klaren sein, was Ihnen wirklich wichtig ist. Die genannten Methoden können bei der Bewusstwerdung dieser persönlichen Prioritäten helfen. Wenn Sie wissen, was Sie überhaupt erreichen wollen, sollten Sie diese anschließend für sich selbst so präzise wie möglich konkretisieren, am besten mit einem bestimmten, realistischen Zeitraum, innerhalb dem Sie ein Ziel oder ein Teilziel erreicht haben wollen. Wie Sie Ihre Ziele so setzen, dass sie besser zum gewünschten Erfolg führen, ist in diesem Artikel eines promovierten Psychologen ausführlich nachzulesen. Bei größeren Zielen empfiehlt es sich außerdem, sie in kleinere Etappenziele einzuteilen, damit Sie auch Zwischenerfolge verzeichnen können. Weitere Tipps zur Prioritätensetzung gebe ich Ihnen gleich im nächsten Schritt.

Gehören Sie vielleicht zum kreativeren Typ? Dann können Sie es auch so versuchen: Malen Sie sich aus, dass Sie an Ihrem eigenen Grabstein stehen. Was würden Sie gerne wollen, dass die Ihnen persönlich wichtigen Menschen in der Grabrede über Ihr Lebenswerk sagen?

Das ist Ihnen zu makaber? Vielleicht stellen Sie sich stattdessen vor, Sie stünden an einer Kreuzung und hätten die Wahl zwischen drei verschiedenen Richtungen (abzüglich derjenigen, aus der Sie gekommen sind). Jede Direktion steht für einen der Wege, die Sie in ihrem Leben einschlagen könnten, beruflich, privat, oder welche Ziele Sie auch definieren möchten. Welche Wege sind das? Sie brauchen sich jetzt noch nicht letztgültig zu entscheiden - erstmal geht es um die Verdeutlichung. Die zu fällenden Entscheidungen folgen im nächsten Schritt. Aber lassen Sie sich Zeit! Überstürzen Sie nichts!

2. Setzen Sie Prioritäten!

Überlegen Sie nun, was Ihnen am Dringlichsten davon ist. Dabei ist es hilfreich, zu berücksichtigen, wie weit der Weg bis zum Erreichen eines Ziels voraussichtlich sein wird. Welches Ziel lässt sich schneller erreichen, was dauert eventuell länger und benötigt mehr Zwischenschritte? Manchmal ist es einfacher, wenn man mit einem kleineren Ziel beginnt und sich dann hocharbeitet. Ist nämlich dieses Etappenziel schließlich erreicht, haben Sie bereits ein erstes Erfolgserlebnis, auf welchem Sie aufbauen können. Das motiviert zum Weitermachen und gibt neuen Schwung!

Fangen Sie auf Ihrer Prioritätenliste bei 1. für "ist mir am wichtigsten" an und fahren Sie dann fort bis zu dem Ziel, das am wenigsten Vorrang für Sie hat und noch getrost warten kann. Das kann auch das Ziel sein, das am längsten dauert oder logischerweise das letztendliche Ziel ist. Wie Ihre Prioritäten aussehen, hängt nicht zuletzt davon ab, ob Ihre jeweiligen Ziele im Zusammenhang stehen (Etappenziele eines großen Ziels sind) oder aber Sie einige verschiedene Ziele anstreben.

3. Machen Sie einen Zeitplan!

Versuchen Sie dabei, realistisch zu sein. Bedenken Sie, dass jeder Schritt, der notwendig ist, um zu einem (Zwischen-) Ziel zu kommen, eine gewisse Zeit benötigt und eventuell auch einige unvorhergesehene Ereignisse die Zielerreichung verzögern können. Deshalb ist es besser, etwas zu viel Zeit einzuplanen als zu wenig. Sonst führt das nur zu Frust, und das muss nicht unbedingt sein.

Ein gutes Zeitmanagement ist also das A und O. Und das ist erlernbar. Achten Sie auch bitte darauf, dass Ihre Planung zur Umsetzung Ihrer selbst definierten Ziele sich nicht mit Ihrer normalen Tagesstruktur überschneidet bzw. sich Ihr persönlicher Masterplan zu einem erfüllteren Leben in Ihren Alltag integrieren lässt. Sie selbst sind am besten in der Lage, dies auszutüfteln. Falls Ihr Tagesplan in irgendeiner Weise stark von anderen Personen abhängt, versuchen Sie, sich genug Freiraum für Ihre eigenen gesetzten Ziele zu verschaffen. Setzen Sie sich notfalls durch, machen Sie klar, dass Sie diesen einen bestimmten Zeitraum für sich brauchen!

4. Schritt für Schritt zum Erfolg

Versuchen Sie, beim Verfolgen Ihrer Ziele so diszipliniert wie möglich vorzugehen, ohne dass Sie sich selbst die "Luft" nehmen! Vergessen Sie nicht, Atempausen einzulegen, sich Zeit zum Innehalten zu nehmen, um sich bewusst zu werden, was Sie bereits bis hierhin vollbracht haben, und - ganz wichtig: Belohnen Sie sich auch für Ihre kleinen Erfolge auf dem Weg dahin! Das bestärkt Sie - auch in Ihrem Selbstbewusstsein - und trägt zu kontinuierlicher Motivation und zu einer optimistischen Einstellung bei. Außerdem verschafft es Ihnen ein paar Glücksgefühle, welche beflügelnd für das weitere Vorgehen sein können. 

Und selbst, wenn es mal langsamer vorwärts geht als gedacht, oder wenn Sie einen Rückschlag erleiden: Das ist noch lange kein Grund, aufzugeben! Bleiben Sie am Ball! Denken Sie an das, was Sie schon erreicht haben - das motiviert zusätzlich, hebt Ihre Stimmung und lässt Sie optimistisch bleiben. Es gilt heutzutage als erwiesen, dass es vor Allem die Erfolge sind, die uns motivieren. Und der Erfolg wird Ihnen Recht geben! Vertrauen Sie darauf, und auf sich! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

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Autor seit 6 Jahren
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