Bewusst und achtsam leben

Gerade, wenn Du meinst, so viel zu tun zu haben, dass Dir keine Zeit für eine bewusstere Wahrnehmung oder allgemein Dich selbst bleibt, oder Dich negative Gedanken immer mehr belasten, solltest Du dringend einen Schritt zurücktreten und eine Pause einlegen! Genau dies ist Achtsamkeit. Wenn Du beginnst, Achtsamkeit zu praktizieren, werden Dir allmählich Deine aktuellen Denk- und Handlungsmuster bewusster. Dabei nutzt Du Deinen inneren Beobachter, Dein höheres Selbst, Deinen inneren Chef, Deinen Wesenskern, Dein Licht – oder welchen Begriff Du auch immer dafür verwenden möchtest.

Doch wie funktioniert Achtsamkeit?

Es ist ganz einfach: Du konzentrierst Dich dabei auf eine einzige Sache. Das kann Dein Atem sein, der Rhythmus Deiner Schritte, eine monotone Routineaufgabe im Haushalt, die Sinneserfahrung Deines Essens, ein Mantra oder einen Punkt an der Wand. Es ist völlig egal, welches Konzentrationsobjekt Du wählst. Fokussiere Dich einfach auf das, was für Dich gerade passt. Das achtsame Beobachten des Atems ist für den Anfang sehr gut geeignet, denn so wird Dir auch bewusst, wie Du überhaupt atmest. Kann Dein Atem frei fließen, oder atmest Du eher flach, weil Du angespannt bist? Nimm dies zur Kenntnis und gleichzeitig alles wahr, was in dem jeweiligen Moment in Dein Bewusstsein gelangt: Äußere und innere Eindrücke, Gedanken, Gefühle… Halte jedoch nicht daran fest, sondern beobachte all dies einfach nur, ohne es zu bewerten. Nachdem Du Notiz davon genommen hast, kannst Du diese Dinge getrost loslassen. Lasse diese Wahrnehmungen vorbeiziehen wie Wolken oder vom Wind verwehte Blätter.

Durch dieses Bewusstsein, das Du mit Achtsamkeit trainierst, kannst Du im nächsten Schritt all jene Gedanken und Gefühle nach und nach transformieren, die sich für Dich als kontraproduktiv erwiesen haben oder Dir nicht guttun. Wenn Du diesen achtsamen Weg stetig fortsetzt, führt er ganz automatisch zu Deiner Quantenheilung. Nach Vollendung dieses Prozesses entfaltet sich Dein inneres Licht, Dein höheres Selbst, in all seiner Pracht. Dann kannst Du aus Dir selbst heraus leuchten und Dein Leben so gestalten, wie Du es schon immer wolltest. Du hast Dein Glück und die Veränderungen, die dafür eventuell nötig sind, selbst in der Hand. Drum fange am besten noch heute an, Verantwortung für Dein Schicksal zu übernehmen und lebe bewusst. Es lohnt sich, und es ist nie zu spät dafür!

Höheres Selbst – was ist das?

Das höhere Selbst, Dein innerer Beobachter, ist nichts "außerhalb von Dir", also keinerlei getrennte Instanz. Wenn Du ganz bei Dir bist und Dein sich vielleicht noch getrennt fühlendes Ego mit seinen Mustern sich beruhigt hat, kannst Du es in Dir spüren. Wenn Du Dein höheres Selbst noch nicht bewusst wahrnimmst, liegt es also daran, dass Du noch einzig und allein aus dem Ego heraus lebst und seine Denk-, Fühl- und Handlungsmuster (in der Yoga-Philosophie "Chitta" genannt) noch entsprechend stark ausgeprägt sind.

Kurz gesagt: Dein höheres Selbst ist nichts, zu dem Du erst "Zugang" erhalten müsstest. Du brauchst es auch nicht zu "aktivieren", denn es ist immer vorhanden, egal, ob Du Dir dessen bewusst bist oder nicht. Es ist nichts anderes als Dein Wesenskern – das, was Dich wirklich ausmacht und was übrig bleibt, wenn Du Deine ganzen Marotten, alten (möglicherweise bislang unbewussten) Gewohnheiten und Denkmuster unbeachtet lässt. Deine ureigene Persönlichkeit.

Sobald Deine mentalen Muster im Verlauf dieses Entwicklungsprozesses hin zur Quantenheilung langsam schwächer geworden sind, wird es in Dir immer heller leuchten. Selbst, wenn Dein Fokus im Trubel des Alltags einmal nicht darauf liegt und Du es daher zeitweise nicht so bewusst wahrnimmst, ist es immer da. Und Du kannst jederzeit durch die innere Ruhe und Entspannung zu diesem Bewusstsein zurückkehren. Die Buddhisten nennen dieses "innere Leuchten" Deines wahren Ichs / höheren Selbst (im Gegensatz zum von den weltlichen Dingen und Umständen abhängigen Ego) nicht zu Unrecht "Erleuchtung".

Übungen für ein erweitertes Bewusstsein

Achtsamkeit kannst Du in Deinem gesamten Alltag praktizieren: Beim Einkaufen, während sämtlicher Arbeiten, beim Lesen, beim Surfen im Internet, im Umgang mit anderen Menschen oder während Du auf der Couch liegst. Nicht nur Du, sondern auch Dein Umfeld profitieren von Deinem Bemühen, stets bewusst zu leben. Mit einem gesteigerten Bewusstsein wird sich Dein Leben in immer mehr Bereichen angenehmer gestalten. Dir ist dann stets bewusst, was Du in dem jeweiligen Moment zu Deinem Wohlbefinden gerade brauchst. Du wirst gesünder leben, bessere Lösungen finden und Deine Prioritäten mehr auf das legen, was Dir wirklich wichtig ist.

Zu Beginn wird es Dir vielleicht nur wenige Minuten am Stück gelingen, achtsam im Jetzt zu verweilen und die auftauchenden mentalen und sensitiven Eindrücke weiterziehen zu lassen, ohne Dich von ihnen fortziehen zu lassen. Mit steigender Übung wird Dir das jedoch in immer mehr Bereichen gelingen, bis irgendwann Dein ganzer Alltag oder große Teile davon eine einzige Meditation darstellt. Du siehst also: Du brauchst dafür nicht unbedingt still zu sitzen. Genauso gut kannst Du spazierengehen oder dabei den Abwasch machen – wobei auch immer Du achtsam sein möchtest.

Neben klassischem Meditieren verhelfen diese Maßnahmen zu einem höheren Bewusstsein und letztlich Deiner Quantenheilung:

  • Yoga, insbesondere Kundalini Yoga / Energieyoga
  • Wahrnehmung der eigenen Intuition fördern: Vertraue häufiger auf Dein Bauchgefühl. Deine Intuition weiß immer, was gerade richtig ist. Im Notfall stehst Du ja auch nicht wie gelähmt daneben, wenn jemand akut Hilfe braucht. Warum solltest Du also in anderen Situationen an Deiner Intuition zweifeln? Mache es Dir daher zur Gewohnheit, intuitiv und spontan zu handeln, ohne allzu lange darüber nachzudenken. Denn über zu langes Nachdenken verstreichen manchmal wunderbare Gelegenheiten. Du musst keine Angst vor Fehlern haben: Der Sinn des Lebens ist nicht Perfektion. Du lebst, um Erfahrungen zu machen. Aus Fehlern kannst Du schließlich lernen. Aus nie gemachten Erfahrungen nicht.
  • Absichtslos handeln: Tue etwas, einfach nur, weil es Dir Spaß macht oder Dir gerade der Sinn danach steht, ohne ein bestimmtes Ergebnis zu erwarten. Gebe um des Gebens willen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Auch dies fördert die Intuition und das Bewusstsein, ebenso wie kreative Tätigkeiten in jeglicher Form, ob nun Basteln, Kochen, Tanzen oder Improvisationstheater.
  • Freies Schreiben oder Malen, Musizieren, Sprechen… welche Ausdrucksform Dich anspricht: Führe ein Tagebuch, in dem Du unzensiert drauflosschreibst (oder es auf Band aufnimmst), was Dich aktuell beschäftigt oder einfach, wie Du Dich im Augenblick fühlst. Du kannst Dir vor dem Beginn Deiner Schreibsession auch vornehmen, Dich dabei einem bestimmten Thema oder einer aktuellen Fragestellung in Deinem Leben zu widmen. Vielleicht kommt Dir schon beim Schreiben eine Lösung, oder sie fällt Dir später am Tag genau dann ein, wenn Du gar nicht damit gerechnet hast.
  • Schreibe eine Liebeserklärung an Dich selbst: Beschreibe spontan und so genau wie möglich, was Du alles an Dir magst. Du darfst dabei auch ruhig ins Schwelgen kommen. Hauptsache, es fühlt sich gut an. Beim nächsten Mal könntest Du dann all das aufschreiben, was Dich an Dir selber (noch) stört oder Du für Schwächen hältst. Mache Dir dann bewusst, dass auch diese in Deinen Augen unperfekten Eigenschaften zu Dir gehören. Akzeptiere sie, nimm diese Eigenschaften im Geiste in den Arm und überlege, ob Du sie nicht auch anders – weniger kritisch – betrachten könntest als bisher. Sind es nicht auch diese Ecken und Kanten, die Dich menschlich und lebendig machen? Vielleicht gelingt es Dir sogar, all diese vermeintlichen Unperfektheiten mit Humor zu nehmen. Ja, Du solltest unbedingt ab und zu mal über Dich selbst lachen!

Bildquellen: Pixabay

Die_Utopische, am 26.05.2016
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Autor seit 6 Jahren
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