Neuer Glanz für Kunststoff- und Gummiteile am Fahrzeug

Kunststoff und Gummiteile befinden sich fast überall am oder im Auto. Meist ist ihnen wenig Beachtung vergönnt, obwohl sie wesentlich zur Sicherheit, zum Bedienkomfort und zur Optik des Wagens beitragen. Widmen Sie diesen Bauteilen also wenigstens einmal jährlich etwas Aufmerksamkeit. Denn auch Gummi und Kunststoff sind zwar flexibel und widerstandsfähig, aber sie verzeihen eben nicht alles.
Die größten und wichtigsten Gummiteile des Wagens sind natürlich die Reifen. Ihre Verwendung und Beschaffenheit sind keine Option, sondern gesetzlich vorgeschrieben. Tipps zur selbstständigen Montage der Winterräder finden Sie hier.

Stark beansprucht werden im Winter besonders die Gummis der Türdichtungen. Gefrierende Feuchtigkeit bewirkt ein "Zusammenkleben" der Dichtungen. Beim Öffnen der Fahrzeugtüren kann es so zu Beschädigungen kommen. Behandeln Sie daher die Dichtgummis mit einem entsprechenden Pflegemittel. Diese gibt es als Spray oder als Flasche mit Schwämmchen zum Auftragen. Vergessen Sie auch die Dichtungen der Heckklappe nicht.
Bei ständiger Nutzung eines Fahrzeugs im Winter lässt sich Feuchtigkeit im Innenraum kaum vermeiden. Entsprechende Entfeuchterkissen und das konsequente Fahren mit Klimaanlage schaffen da zwar etwas Abhilfe. Dennoch verwenden Sie im Winter am besten Fußmatten aus Gummi. Diese sollten aus Sicherheitsgründen natürlich passgenau sein und nicht mit Pflegemitteln behandelt werden.
Letzteres gilt ebenfalls für sicherheitsrelevante Kunststoffteile, also vor allem für Lenkrad, Pedale, Bedienelemente und Schaltknauf. Die restlichen Kunststoffelemente des Innenraums können mit Cockpitpflegemittel behandelt werden. Dieses wirkt antistatisch, frischt den Farbton ein wenig auf und sorgt meist für eine leichte Duftnote im Wagen. Lassen Sie daher besser bei der Anwendung die Fahrzeugtüren geöffnet. Falls Sie ein Pflegemittel aus der Sprayflasche nutzen: Sprühen Sie niemals direkt auf die zu behandelnde Fläche. Elektronische Bauteile im Umfeld wie Uhr oder Bordcomputer könnten Ihnen das übel nehmen. Sprühen Sie das Mittel daher lieber zuerst auf einen Lappen und tragen es dann damit auf.
Für außen verbaute Kunststoffteile, die ja in der Regel stärker beansprucht werden, gibt es spezielle Pflegemittel. Achten Sie allerdings darauf, ob es sich um färbende Produkte handelt!

Lack und Unterboden: Wie Sie die Haut Ihres Autos pflegen

Den optisch nachhaltigsten Eindruck an einem Auto vermittelt der Lack. Doch nicht nur aus diesem Grund sollten Sie diesen sorgfältig pflegen. Nur wenige hauchdünne Schichten aus Grundierung, Farbe und Klarlack schützen Ihr Auto vor dem Rost. Jeder kleine Steinschlag kann bewirken, dass dieser Schutz durchbrochen wird und Rost sich ungehindert unter dem Lack ausbreiten kann. Bevor Sie zu diversen Pflegemaßnahmen greifen, ist es daher angeraten, kleine Lackschäden auszubessern. Besonders die dünnen Ränder an den Innenseiten der Radkästen verdienen eine entsprechend sorgfältige Begutachtung.
Den Autolack schützen Sie gegen die Unbilden des Winters, indem Sie das Fahrzeug zunächst gründlich säubern, aber keinesfalls Konservierungsmittel aus der Waschanlage auftragen. Das tun Sie besser von Hand und verwenden dazu so genanntes Hartwachs. Dieses konserviert nicht nur, sondern erhöht auch die Widerstandsfähigkeit der Oberfläche. Hartwachs wird stets nur auf eine überschaubare Fläche aufgetragen und mit einem Tuch oder Schwamm gleichmäßig verrieben. Ein weiteres, weiches Tuch dient anschließend zum Polieren und erzeugt den Glanz. Man kann für den Poliervorgang auch eine entsprechende Maschine nutzen, deren Handhabung allerdings etwas Übung erfordert.
Verwenden Sie jedoch für den Lack keinesfalls gewöhnliche Autopolitur. Jene konserviert zwar auch und sorgt sogar mit weniger Kraftaufwand beim Polieren für Tiefenglanz. Allerdings geschieht dies durch Schleifmittelzusätze, die den Lack bei jeder Anwendung dünner machen...
Für die Chromteile gilt sinngemäß das Gleiche wie für den Lack: Eine handelsübliche Chrom-Pflegepaste auftragen, gleichmäßig verteilen und mit einem weichen Lappen nachpolieren, bis Tiefenglanz entsteht.
Kaum sichtbar, aber extrem wichtig ist zudem der Zustand des Unterbodens. Überlassen Sie dessen Konservierung für wenige Euro am besten der Werkstatt und wählen Sie nicht einfach nur die Schnellvariante aus der Waschstraße. Bedenken Sie bitte: Die Metallteile des Unterboden sind monatelang Feuchtigkeit und Salz ausgesetzt. Ein durchrosteter Unterboden hat schon so manchen ansonsten glänzenden Wagen bei der Hauptuntersuchung scheitern lassen.

Vorsorge für die "Innereien" Ihres Wagens

Was nützt das glänzendste und bestens konservierte Auto, wenn es nicht fährt? Deshalb sollten Sie auch auf die inneren Komponenten Ihres Fahrzeugs besondere Sorgfalt verwenden. Vernachlässigte Technik ist nicht immer gleich erkennbar, aber sie rächt sich – meist zu Gelegenheiten, an denen man eine Panne am allerwenigsten gebrauchen kann, beispielsweise nachts auf verlassenen Landstraßen ohne Netzabdeckung fürs Handy...
Eine der einfachsten Vorsorgemaßnahmen ist das Auffüllen der Scheibenwaschanlage mit Frostschutzzusatz. Das sorgt nicht nur für klare Sicht, sondern bewahrt den entsprechenden Behälter auch vor Frostschäden.
Ebenfalls Frostschutz benötigt die Wasserkühlung des Motors, über welche ja die meisten Autos verfügen dürften. Wer daran spart, riskiert sehr teure Schäden. Überlassen Sie die Auffüllung jedoch am besten einer Fachwerkstatt. Nicht alle Frostschutzmittel vertragen sich miteinander... Wenn Ihr Fahrzeug einmal in der Werkstatt ist, sollte nach Bedarf auch ein Ölwechsel in Betracht gezogen werden. Der Schmierstoff Ihres Motors muss im Winter schließlich Höchstleistungen vollbringen.
Ein Klassiker unter den Winter-Pannen sind leere oder defekte Batterien. Gerade in der kalten Jahreszeit, wenn ihre Kapazität naturgemäß sinkt, werden sie besonders beansprucht. Entsprechend hoch ist die Ausfallrate.
Batterien sind meist sehr wartungsarm, aber eben doch irgendwann am Ende ihrer Leistungsfähigkeit. Es gibt zwar entsprechende Testgeräte. Besser aber ist es, einem Fachmann die Überprüfung anzuvertrauen. Moderne Batterien haben zudem die unangenehme Eigenschaft, fast ohne warnende Anzeichen zusammenzubrechen. Wer daher ganz sicher gehen will, sollte die Batterie spätestens nach fünf Jahren austauschen.

Fit für den Winter? Das sollten Sie immer dabei haben

Es gibt sie fast überall mittlerweile als Set: kleine Dinge, die dem Autofahrer im Winter aus so mancher Verlegenheit helfen. Gut vorbereitet für die kalte Zeit sind Sie mit folgender Ausrüstung:

  • Ein Eiskratzer mit Schneefeger verhilft Ihnen zu freier Sicht und vermeidet Bußgelder. Zwar haben viele Fahrzeuge heutzutage nicht nur an der Heck-, sondern auch an der Frontscheibe eine Heizung. Doch die Seitenscheiben müssen Sie ja trotzdem noch frei bekommen.
  • Bei sehr dünn vereisten Scheiben versagt der Eiskratzer mitunter, weil er keinen Ansatz findet. Hier hilft ein Enteiser-Spray (manchmal auch Defroster genannt) weiter.
  • Obwohl die meisten Autotüren mittlerweile ganz bequem per Zentralverrieglung und Fernbedienung entriegelt werden, kann es Ihnen dennoch passieren, dass Sie einmal den guten, alten Schlüssel benötigen. Auch Elektronik streikt manchmal, gerade bei Frost. Daher sollten Sie ein Fläschchen Türschloss-Enteiser stets dabei haben. Das ist im Prinzip nichts weiter als sehr feines Öl. Achtung: Im zugefrorenen Wagen nützt Ihnen der Enteiser gar nichts! Tragen Sie ihn also lieber immer bei sich.
Laden ...
Fehler!