Herr schick Hirn… - …und falls nicht, dann wenigstens zwei große Brüste!

In den 1970er Jahren gab es die legendäre Spielshow "Spiel ohne Grenzen", in der die Kandidaten die verrücktesten aber meist spaßigen Spiele machten und über schwimmende Würfel rennen mussten und anderes mehr. Bei der Suche nach einem neuen Quotenrenner hat man sich bei Pro7 wohl ganz entfernt an dieses Konzept erinnert, doch mit Sicherheit dieses als nicht für die "werberelevante Zielgruppe" geeignet betrachtet. Aufgepeppt sollte sie werden. Doch wie? Eigentlich war doch schon alles mal da! Aha, mit hübschen Mädels wäre doch was zu machen, oder? Auch nicht neu! Egal, hauptsache ordentlich Oberweite und wenig Stoff! Konzept steht.

So, nun geht es also wieder los, im Stile wie 2009. Sexy Bikinimädchen auf einer Wasserrutsche erfüllen Aufgaben, die ein Redakteur vermutlich vom letzten Kindergeburtstag seiner vierjährigen Tochter mitgebracht hat. Einem anderen Redakteur ist vermutlich das Zeltlager mit seiner Mofagang als 16 Jähriger wieder eingefallen und ließ die "Sommermädchen" Flaschen mit dem Feuerzeug öffnen. Hatten wir nicht mal im Schullandheim in der achten Klasse gewettet, wer seine Luftmatratze am schnellsten mit dem Mund aufbläst? Genau, sagte der Redakteur, lassen wir unsere "Sommermädchen" auch machen! Solche und andere unheimlich lustigen und sinnfreien Aufgaben führen dazu, dass am Ende die Gewinnerin (die Beste also…) unter anderem ein Fotoshooting gewinnt. Nein, nicht EIN Fotoshooting, sondern natürlich ein Fotoshooting für ein Männermagazin, logisch! Welches Mädchen wollte nicht schon immer mal in einem Männermagazin sich vom Schaum aus den Mundwinkeln lechzender, halbverklemmter Männer vollsabbern lassen? Muss man wirklich eine radikale Feministin sein, um sich verwundert die Augen zu reiben, für die eigentlich die (teils operierten und aufgepumpten) Schönheiten bestimmt sind? Die 11 Kandidaten der neuen Staffel scheint's nicht zu kümmern, die Bikinis dürften schon bereitliegen.

Strandnixen müssen vielseitig sein - Köpfchen, Kreativität, Gefühl und Kampfeswille sind gefragt

Laut ProSieben wird von den Strandnixen, so die "Sommermädchen" im senderinternen "Fachjargon", Vielseitigkeit verlangt. Sie müssen (ja, natürlich auch ein bisschen) gut aussehen aber selbstverständlich auch kreativ sein, Gefühl zeigen, Kampfgeist beweisen und – jetzt kommt's – Köpfchen haben. Genau. Vermutlich aus diesem Grund hört man dann auch Sätze wie: "Wenn ich gewinne, helfe ich mit dem Geld Kindern in Brasilien. Das ist meine Abmachung mit Gott." Aha…! Oder "Vom Kopf her bin ich etwas langsamer". Ne, wirklich…? Aber auch wissenschaftliche Beobachtungsgabe scheint gefragt zu sein, so erfuhr man von einer Strandnixe namens Nancy nach dem Ringtauchen etwa "Ich konnte unter Wasser nicht atmen." Warum denn nicht…? Aber ein echter Schlager war sicherlich Anastasia mit ihrer bestechenden Aussage: "Na klar kann ich lesen, ich bin doch keine Alphabetin" Na dann ist ja alles klar…!

Sommermädchen und die große Karriere - Den Traum vom großen Geld nach der Show träumt jede

Egal ob DSDS, Popstars, Germanys next Topmodel oder eben auch Sommermädchen 2011. Die Kandidaten bzw. Kandidatinnen geben sich der Illusion hin, dass es nach der Show steil bergauf geht. Stimmt. Hat man ja schließlich bei DSDS auch gesehen. Wer war doch gleich noch mal Elli Erl oder erinnert sich noch jemand an Tobias Regner. Wer kennt Jennifer Hof? Nun gut, die Voraussetzungen, die "Sommermädchen 2011" bieten, sind natürlich ungleich besser für eine große Karriere. So hat es die Kandidatin Linda von 2009 tatsächlich geschafft. Sie ist ganz dick ins große Showbusiness eingestiegen. Als Lara Love produziert sie nun ihre eigenen Pornos. Glückwunsch! Für was doch alles Köpfchen gut ist. Aber sie hatte natürlich noch Größeres vor und wollte ins Guinessbuch der Rekorde. Mit Schnellrechnen? Nein. Aber mit Köpfchen. Zumindest mit einem Teil davon… 250 Männer sollten es sein, die sie binnen 24 Stunden oral befriedigt. Ganz tolle Leistung aber – gescheitert.

Ohje, sind wir Fernsehzuschauer nicht alle ein bisschen Alphabeten…?

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Autor seit 10 Jahren
295 Seiten
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