> Einführung

> Hauttypen

> Sonnenterrassen

> Hautschädigungen

> Sonnenschutz bei Kindern

> Ernährung - Pflege - pflanzliche Mittel

> Literatur

Einführung

Zunächst einmal etwas Positives über unsere Sonne. Das Sonnenlicht fördert die Bildung von Vitamin D. Je nach Jahreszeit und Sonnenintensität reichen hier 10 - 20 Minuten täglich. Vitamin D ist in erster Linie für den Knochenaufbau zuständig. Das Sonnenlicht aktiviert im weiteren das Immunsystem und optimiert  Stoffwechselprozesse im Körper. Es sorgt besonders im Frühjahr für gute Laune. Dafür zuständig ist der Botenstoff Serotin, der bei entsprechenden Lichtverhältnissen im Gehirn produziert wird.

Zuviel Sonnenlicht, insbesondere im zeitigen Frühjahr, kann  bei einigen Menschen zu gesundheitlichen Problemen führen. Ein Sonnenbrand und Sonnenallergien (dazu später) nehmen seit Jahren zu. Schuld an dem "Debakel" ist eine zunehmende UV-Strahlung, die mit dem Abnehmen der Ozonschicht verstärkt auf die Erdoberfläche trifft. Besonders nach dem Winterhalbjahr muß die Haut zunächst einmal einen verstärkten Eigenschutz aufbauen. Dafür wird in der Haut das Pigment Melanin gebildet. Dieses ist für die Bräunung zuständig und schützt im weiteren vor der UV-Strahlung. Im Frühjahr sollte deswegen umbedingt auf zu intensives Sonnenbaden verzichtet werden.

Hauttypen

Der jeweilige Hauttyp des Menschen sagt etwas über die Empfindlichkeit und Eigenschutzzeit der Haut aus. Dazu ein paar Anmerkungen. Die Hautoberfläche des Menschen kann - wie bereits in der Einleitung erwähnt - durch zuviel Sonnenlicht Schaden erleiden. Selbst ein bewölkter Himmel führt bei einem empfindlichen Hauttyp (eigene Erfahrung auf den Kanaren) zu einem Sonnenbrand. Ursache hierfür ist die bereits oben erwähnte die UV-Strahlung. Die langwellige UVA-Strahlung trifft zu 95 % auf die Erdoberfläche und dringt relativ tief in die Haut ein. Dadurch kann dieses Organ schneller altern. Auf Dauer können Langzeitschäden auftreten, die bei entsprechender Veranlagung zu Hautkrebs führen können. Weitaus gefährlicher ist die kurzwellige UVB-Strahlung. Diese  sehr energiereiche Strahlung  ist für die Bräune der Haut zuständig. Sie erreicht zu ca. fünf Prozent die Erdoberfläche. Bei zu langem und ungeschütztem Aufenthalt in der Sonne führt die UVB-Strahlung zu Zellschäden in der Haut. Hieraus resultiert in der Regel ein Sonnenbrand. Dieser schwächt das Immunsystem und ist in der Lage die Erbsubstanz anzugreifen. Als Spätfolge kann sich ein Melanom bilden (bösartiger Hautkrebs mit Metastasen). Die UVC-Strahlung erreicht die Erdoberfläche in nur geringen Mengen. Diese stellt nur eine geringe Gefahr dar.

Unterschieden werden in Mitteleuropa vier Hauttypen.

Hauttyp 1 (empfindlich)

> helle Haut oftmals mit Sommersprossen, blonde oder rötliche Haare

> geringe Eigenschutzzeit von nur fünf bis zehn Minuten

> der Lichtschutzfaktor sollte mindestens 30 bis 50 betragen

Hauttyp 2

> helle Haut mit oftmals blonden Haaren, grüne Augen

> geringe Eigenschutzzeit von nur zehn bis zwanzig Minuten

> der Lichtschutzfaktor sollte mindestens 15 bis 20 beantragen

Hauttyp 3

> dunkele Hautfarbe mit oftmals braunen Haaren, grüne oder graue Augen

> die Eigenschutzzeit beträgt 15 bis 25 Minuten

> der Lichtschutzfaktor sollte mindestens 15 bis 30 beantragen

Hauttyp 4 (mediterraner Typ)

> braune Hautfarbe mit dunkelen Haaren und Augen

> die Eigenschutzzeit beträgt 20 bis 30 Minuten

> der Lichtschutzfaktor sollte mindestens 6 bis 15 betragen

Es handelt sich hier um Durchschnittswerte. Individuelle Abweichungen sind möglich. 

Sonnenterrassen

Unter dem Begriff "Sonnenterrassen" versteht man Körperzonen, die regelmäßig von der Sonne beschienen und beim Eincremen mit Sonnenschutzmitteln oftmals vergessen werden. Zu den Sonnenterrassen zählen zum Beispiel der Kopf mit Scheitel und Stirn, der Nasenrücken, der Nacken, die Schulter und die Ohren. Die Kopfpartie kann mit einer Mütze  und einer Sonnenbrille geschützt werden. Alle anderen Körperpartien sollten eingecremt werden.  

Hautschädigungen

Die UVA- und UVB-Strahlung kann bei starker und lang andauernder Intensität zu gesundheitlichen Problemen führen. Zunächst einmal entsteht ein Sonnenbrand verbunden mit Schmerzen und Juckreiz. Setzt man sich weiter der Sonne aus, entstehen Brandblasen. Diese bedeuten eine hohe Infektionsgefahr. Im weiterem wird das Immunsystem geschwächt. Im Extremfall kann die DNA angegriffen werden. Somit können Zellen umprogramiert werden, es kann  ein Tumor entstehen. Seit einigen Jahren steigt die Häufigkeit von Hautkrebs rasant an. Besonders gefährlich ist hierbei das maligne Melamon. Es kann Metastasen setzen und ist für etwa ein Prozent aller Krebstodesfälle verantwortlich. Gefährlich ist eine zu starke UV-Strahlung für die Augen. Entzündungen der Horn- und Bindehaut sowie eine Trübung der Augenlinse sind möglich.

Zuviel Sonnenlicht kann im weiteren zu einer Sonnenallergie führen. Die polymorphe Lichtdermatose führt zu Juckreiz und Bläschenbildung auf der Haut.. Diese  läßt in der Regel im Laufe des Sommers nach, die Haut gewöhnt sich auf Dauer an die Sonneneinstrahlung.

Die Mallorca-Akne, eine weitere Sonnenallergie, hinterläßt Knötchen und Bläschen auf der Hautoberfläche. Die UV-Strahlung in Kombination mit körpereigenen Talg oder Inhaltsstoffen von Sonnenschutzmitteln führen zu diesen Erscheinungen.

Sonnenschutz bei Kindern

Babys und Kinder haben  eine besonders empfindliche und dünne Haut mit einem geringen Eigenschutz. Diese sind besonders gefährdet, da sie sich viel im Freien aufhalten. Babys und Kleinkinder sollten sich wenn möglich im Schatten aufhalten. Der Kinderwagen ist mit einem Sonnenschutz auszustatten, die Kleidung sollte den Körper gut bedecken und mit einem UV-Schutz ausgestattet sein, der Kopf kann mit einem Hut abgedeckt werden. Ältere Kinder können mit einer speziellen Sonnenschutzcreme (Lichtschutzfaktor 30 bis 50) eingecremt werden. Wichtig ist es, die bereits oben erwähnten Sonnenterrassen mit zu behandeln.

Ernährung - Pflege - pflanzliche Mittel

 allgemeine Tipps

> Gewöhnen Sie Ihre Haut insbesondere im Frühjahr langsam an die Sonne

> denken Sie an entsprechende Kleidung (für Kleinkinder kann Kleidung mit UV-Filter verwendet werden) und an eine Kopfbedeckung

> bei längeren Aufenthalt in der Sonne sollten Sie Sonnenschutzmittel mit einem der Situation angepaßten Lichtschutzfaktor wählen

> es ist hierbei die Sonnenintensität (kann je nach Aufenthaltsort unterschiedlich sein) und der Hauttyp zu berücksichtigen

> vermeiden Sie Sonnenschutzmittel mit Zusätzen, parfümierte Inhaltsstoffe können beispielsweise bei einigen Menschen zu allergischen Reaktionen führen

> beachten Sie die Einwirkzeit eines Sonnenschutzmittels

> kommt es zu einem Sonnenbrand, sind die entsprechenden Stellen zu kühlen

> dieses kann zum Beispiel mit kühlenden Umschlägen bzw. einer Quarkauflage durchgeführt werden

> kommt es (oftmals passiert das erst nach vielen Jahren) zu Veränderungen auf der Hautoberfläche sollte ärzliche Hilfe in Anspruch genommen werden - hierbei handelt es sich beispielsweise um Muttermale und Leberflecke, die sich in Größe und Form ändern

> ab 35 Jahren haben alle gesetzlich Versicherten die Möglichkeit, im Abstand von zwei Jahren ein Screening bei einem Hausarzt oder Dermatologen durchführen zu lassen

> an zusätzlichen Präparaten zum Eincremen stehen Auszüge aus Arnika, Ringelblume und Kamille zur Verfügung

> eine Ernährung mit vielen Antioxdantien (enthalten in Obst und Gemüse) ist als positiv anzusehen - Vitamin E in Kombination mit dem Spurenelement Selen schützt vor freien Radikalen - Beta-Carotin unterstützt durch die Bildung von Melanin die natürliche Hautbräune

 > Babys und Kleinkinder gehören in den Schatten (ein natürlicher Hautschutz ist bei diesem Personenkeis nicht vorhanden)

Ashlie, am 22.07.2011
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