Nicht nur wenig Rente, nein das Geld ist auch nichts mehr wert!

Nehmen wir das Beispiel eines Durchschnittsverdieners, der 40 Jahre lang gearbeitet hat: Der bekommt in den alten Bundesländern aktuell rund 1.145 Euro Rente, arbeitet er ein Jahr länger, steigt seine Rente um 29 Euro, weil er ja weiter Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt hat. Außerdem gibt es einen Zuschlag von sechs Prozent für den hinausgeschobenen Rentenbeginn, damit wären wir dann schon bei einer Rente in Höhe von 1.245 Euro. Anders gesagt: Der Durchschnittsverdiener erhöht seine Rente durch das weitere Berufsjahr in diesem Beispiel um rund 100 Euro. Verschwiegen wird, dass er ein Jahr lang keine Rente bekommt. Das wären in diesem Fall 13.740,00 €. Um nur diesen Verlust auszugleichen, müsste er mindestens 11,5 Jahre Rente beziehen, wäre dann etwa 78 – 80 Jahre alt, bevor er in die Gewinnzone käme. Befindet er sich dann im Heim, profitiert nur der Staat, er hat dann weniger Zuschüssen zu zahlen. Dazu kommt, jedes Jahr sinkt der Prozentsatz für den Rentenfreibetrag um zwei Prozentpunkte – bis 2020. Danach verringert er sich jährlich um einen Prozentpunkt. Ab 2040 entfällt der Freibetrag für Neurentner komplett. Gehen Sie 2019 in Rente, sind 78 Prozent Ihrer Jahresbruttorente steuerpflichtig – 22 Prozent bleiben steuerfrei. Später in Rente bedeutet auch weniger Rentenfreibetrag. Das ist natürlich kompliziert, weil es noch den steuerfreien Grundbetrag gibt. Und wir reden grundsätzlich über die Brutto-Rente. Davon gehen noch Krankenkasse, Pflegeversicherung und eben evtl. Steuern ab. Die allgemeine Rentenformel der "CHRISLICHEN" oder "SOZIALEN" großen sogenannten "VOLKSPARTEIEN" lautet: "Viel vom Bürger kassieren, wenig auszahlen!"

Jahr für Jahr sinkt der Rentenfreibetrag. Nach allen Abzügen liegen viele Rentner unter dem Harz IV - Satz.

Jahr des Rentenbeginns

Besteuerungsanteil

Prozentsatz für Rentenfreibetrag

2017

74

26

2018

76

24

2019

78

22

2020

80

20

2021

81

19

2022

82

18

2023

83

17

2024

84

16

2025

85

15

2026

86

14

2027

87

13

2028

88

12

2029

89

11

2030

90

10

2031

91

9

2032

92

8

2033

93

7

2034

94

6

2035

95

5

2036

96

4

2037

97

3

2038

98

2

2039

99

1

2040

100

0

Quelle: Deutsche Rentenversicherung

Jeder Fall ist anders und sollte akribisch durchgerechnet werden. Kein Entschluss aus dem Bauch heraus!

Nicht jeder ist körperlich oder gesundheitsmäßig in der Lage, länger zu arbeiten. Und für die Meisten rentiert es sich auch nicht! Wer über die Regelaltersgrenze hinaus ist, kann eh so viel hinzuverdienen, wie er will. Er bleibt aber steuerpflichtig und muss die berühmte Steuererklärung abgeben, neuerdings bis Ende Juli des Folgejahres. Auch andere Einnahmen (Land-, Forstwirtschaft, Vermietung, Verpachtung) sind steuerpflichtige Einnahmen. Wer nach der Rente arbeitet braucht natürlich keine Arbeitslosenversicherung oder Rentenbeiträge abzuführen. Insofern sind die "Alten" bei den Arbeitgebern mehr und mehr begehrt, da günstiger. Doch Vorsicht, man sollte immer mit Vertrag arbeiten, da sonst bei einem Berufsunfall die Berufsgenossenschaft nicht greift. Und die Lohnfortzahlung und Zahlungen der Krankenkasse im Krankheitsfall dürfte auch entfallen. Üblich sind die Mini- oder Midi-Jobs. Also reduzierte Arbeitszeiten. Wenn der Ehepartner ebenfalls in Rente ist und diese gering ausfällt, sollte jeder sich mal steuerlich beraten lassen, ab wann er denn Steuern zahlen muss. Beziehen beide gute Renten oder Pensionen, na dann genießt doch einfach euer Leben. Für die anderen gilt, macht Euch schlau. Das Bonmot "Der ehrliche ist der Dumme" ist schlicht falsch! Der Dumme ist der Dumme. Es gibt Steuerberatungsvereine, die einem erklären können, was man auch als Rentner alles absetzen kann. Rothschild sagte einmal: "Die Unkenntnis der Steuergesetze schützt nicht vor Zahlungen, die genaue Kenntnis schon!"

 

Die, die den Karren ziehen, geht es im Alter bescheiden. Nennt sich das soziale Gerechtigkeit?

Wer 40 Jahre nichts getan hat, hat auch nicht weniger und spart noch die GEZ-Gebühren!

Es ist schlicht traurig, dass jemand nach 40 Arbeitsjahren ohne Unterbrechung sich überhaupt solche Gedanken machen muss. Aber das ist unser Deutschland, in dem wir gut und gerne leben. Wir haben mit das niedrigste Rentenniveau in der EU, dafür gehen wir auch später in Rente. Private Vorsorge wird durch Niedrigzinsen mehr oder weniger vernichtet. Die Höhe der Beamten-Pension beträgt für jede jährliche ruhegehaltsfähige Dienstzeit 1,79375 vom Hundert der ruhegehaltsfähigen Bezüge gemäß § 5 BeamtVG. Der Höchstsatz beträgt dabei 71,75 vom Hundert. Das Rentenniveau der Arbeiter und Angestellten liegt bei 48 %. Abgeordnete des Bundestages allerdings können derzeit bereits mit 56 Jahren mit vollen Bezügen in Pension gehen. Ein Abgeordneter, der 1960 geboren ist und 18 Jahre im Parlament gearbeitet (anwesend war) hat, könnte heute mit 56 Jahren und einer Pension von 4087, – €in den vorzeitigen Ruhestand gehen. Mehr als jeder fünfte Arbeiter oder Angestellte erreicht heute ein Rentenalter von 67 Jahren gar nicht. 135.000 der Verstorbenen eines Jahres waren zuletzt 65 Jahre oder jünger, 185.000 (22 Prozent) waren 70 Jahre oder jünger. Von denen kassiert der Staat die Beiträge ersatzlos ein. Die Angehörigen müssen noch die Beerdigungskosten tragen, obwohl unsere Regierung mehr oder weniger 325000, – € eingezahlte Rentenbeiträge unterschlägt. Wir werden eben immer älter, halt nur nicht alle. Die Rente ist sicher, für Beamte, Wahlbeamte, Politiker und Günstlinge der Vetternwirtschaft.

Artikel 20 / 1 von Gustav Gans besagt: "Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat." Das Problem, was ich damit habe, ist, dass von all den hohen Herren und Damen und Sonstigen, die das Wort SOZIAL definieren oder im Parteinamen führen, kein EINZIGE/R ist, der-die-das mit 1000,-- € Monat leben muss. Wir haben in unserem Land Parallelgesellschaften! Eine davon ist die politische Kaste! Berufspolitiker ohne Lebenserfahrung, die nur ihre Wiederwahl und das nächste, hoch dotierte Pöstchen im Auge haben.

Aber dafür arbeiten wir doch gerne länger, weil es uns sonst langweilig wäre.

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