Einige der häufigsten Ursachen für Müdigkeit

Wichtig ist es, auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme zu achten. Wer zu wenig trinkt, trocknet langsam aus, und Müdigkeit ist dann erst ein Anfangssymptom.


Eine längere Müdigkeit sollte immer ärztlich abgeklärt werden. Dahinter kann sich auch eine chronische Müdigkeit, das sogenannte Chronic Fatigue-Sydrom, oder kurz CFS, verbergen. Dabei handelt es sich um eine Müdigkeit, die länger als 6 Monate besteht und für die sich keine krankhafte Erklärung findet.

Eisenmangel

Bei Frauen, die unter starken Blutungen leiden, kann sich ein Eisenmangel bilden, der sich auch durch chronische Müdigkeit bemerkbar macht. Eisen ist ein wichtiger Mineralstoff, der für die roten Blutkörperchen unverzichtbar ist. Ist der Eisenmangel schon sehr weit fortgeschritten, sind auch äußerliche Zeichen erkennbar. Blässe, Müdigkeit und rissige Haut sind dann die Folge. Auch Diäten führen unter Umständen zu einem Eisenmangel. Wichtig ist ein ausgewogener Speiseplan mit Fleisch, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten. Die gesunde Ernährung ist  Nahrungsergänzungsmittel auf jeden Fall vorzuziehen. Ist der Eisenvorrat jedoch weit abgesunken, wird der Arzt ein Eisenpräparat verordnen müssen. Hilfreich ist es, während des Essen ein Glas Orangensaft zu trinken, das darin enthaltene Vitamin C fördert die Aufnahme von Eisen im Magen-Darm-Trakt.

Wer sich nicht sicher ist, ob seine Beschwerden durch Eisenmangel verursacht werden, findet auf der Seite des Eisen-Netzwerkes einen Schnelltest, der bei der Einschätzung helfen kann.

 

Gesunde Ernährung beugt Eisenmangel vor

Gesunde Ernährung beugt Eisenmangel vor (Bild: pixabay.com)

Niedriger Blutdruck

Wer unter einem niedrigen Blutdruck (Hypotonie) leidet, also Werte unter 105 zu 60 mmHg hat, fühlt sich hin und wieder schwindelig und auch oft sehr müde. Niedriger Blutdruck kann viele Ursachen haben. Meist ist er auf eine Veranlagung zurückzuführen. Aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen können die Ursache sein, ebenso Medikamente, Untergewicht, oder ein starker Blutverlust. Kalte Hände und Füße sind ein markantes Symptom bei einer Hypotonie. Abhilfe schaffen ausreichendes Trinken und regelmäßiger Sport.

Müde und schlapp im Alltag (Bild: pixabay.com)

Schlafstörungen

Guter und erholsamer Schlaf ist für den Körper wichtig. Damit man eine ruhige Nacht hat, sollte man einige Verhaltensregeln einhalten. Spätes und schweres Essen sollte gemieden werden. Alkohol hat negative Auswirkung auf den Nachschlaf. Gegen ein Gläschen am Abend spricht nichts, es sollte jedoch nicht zuviel werden. Manchmal liegt es auch einfach am Bett. Ist die Matratze zu hart oder zu weich, kann dies den erholsamen Schlaf verhindern.

Schlafapnoe

Nicht immer ist eine Störung des Schlafes gleich erkennbar. Daher kann eine Diganose im Schlaflabor notwendig werden. Hier kann beispielsweise ausgeschlossen werden, ob Sie unter einer Schlafapnoe leiden. Dies sind gefährliche Atemaussetzer, bei dem durch die ständigen Atempausen der Sauerstoffgehalt im Blut absinkt. Dies kann sogar sehr bedrohlich werden. Das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko steigt. Eine Schlafapnoe tritt sehr häufig auf. Etwa vier Prozent der Männer im mittleren Lebensalter betroffen; bei den Frauen sind es zwei Prozent. Dabei sind Männer und Frauen gleichfalls betroffen. Eine Schlafapnoe tritt bevorzugt nach dem 40. Lebensjahr auf.

Depressionen

Extreme Müdigkeit und Antriebsschwäche sind bei einer Depressionen oder depressiven Verstimmung meist ein häufiges Begleitsymptom. Ausgelöst wird die Müdigkeit in diesem Fall durch Schlafstörungen. Die Behandlung durch einen Facharzt für Psychotherapie angeraten.

Schilddrüsenunterfunktion

Wer unter einer Schidrüsenunterfunktion (Hypothyreose) leidet, fühlt sich häufig müde und schlapp und klagt über Leistungs- und Konzentrationsschwäche. Die Beeinträchigungen sind auf einen gestörten Stoffwechsel zurückzuführen. Oft sind äußerliche Symptome, wie ein geschwollenes Gesicht, trockene Haut, stumpes Haar und Haarausfall erkennbar. Auch ein Kropf ist ein sichtbares Zeichen für eine Schiddrüsenunterfunktion.

Langanhaltende Müdigkeit sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt untersuchen. Ein Artikel im Internet ersetzt keinen ärztlichen Rat!

Bildquelle: Konstantin Gastmann / pixelio.de

© Edelgard Kleefisch

Elli, am 01.04.2012
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