Testsieger und -verlierer beim Staubsaugertest 2014 von Stiftung Warentest

Sieben Staubsauger im Test 2014 von Stiftung Warentest schnitten "gut" ab, fünf "befriedigend", eines "ausreichend" und zwei "mangelhaft" - das ist der Durchfaller bei Stiftung Warentest. Unter den guten Geräten waren zwei beutellose Sauger, die schon seit Längerem bei Stiftung Warentest überzeugen können (unter anderem Geräte von Bosch). Wichtig für das Testergebnis war dieses Mal in hohem Maße die Leistungsaufnahme in Relation zur Saugleistung, denn dieses Merkmal wird angesichts der EU-Regelungen immer wichtiger. Die Powers­auger mit mehr als 2.000 Watt wird es ab September 2014 nicht mehr geben, die Hersteller müssen sich vielmehr auf die ab 2017 noch niedrigere Grenze von 900 Watt einstellen. Doch das dürfte funktionieren, denn auch die Käufer lassen sich längst nicht mehr nur von der Wattzahl beeindrucken. Diese ist ohnehin nicht allein für die Saugleistung verantwortlich. Wie die Stiftung Warentest einmal mehr im Staubsaugertest 2014 feststellte, spielen die Konstruktionen von Motor, Gehäuse und Düse sowie deren perfekte Abstimmung untereinander eine ebenso maßgebliche Rolle. Darauf setzen die Hersteller auch zunehmend. Gute Geräte kosten heute zwischen 150 und 200 Euro, absolute Billigmodelle sollten die Kunden laut Stiftung Warentest lieber links liegenlassen.

  • Die Testsieger waren der Siemens SilencePower VSQ5X1230 Q5.0 mit der Note 2,25 und der S 8340 EcoLine von Miele mit der Note 2,17.
  • Testverlierer waren ein Kalorik und ein Cleanmaxx, beides beutellose Sauger im Preisbereich zwischen 40 und 50 Euro, die schlecht saugten und Allergiker-Staub ausbliesen.
  • Ein billiges, dennoch brauchbares Modell ist der von Aldi Nord angebotene Quigg Eco2, Testsieger im Staubsaugertest 2014 der Stiftung Warentest im Bereich der Geräte unter 100 Euro.

Wie wurde der Test durchgeführt?


Maßgebend beim Staubsaugertest 2014 der Stiftung Warentest war das Saugen, wenn es befriedigend oder noch schlechter ausfiel, konnte das Qualitäts­urteil auch nicht besser sein. Mangelhafte Umwelt­eigenschaften werteten das Ergebnis um eine Note ab. Eine mangehafte Faser­aufnahme von Pols­tern führt zum Ergebnis beim Saugen mit maximal zwei besseren Noten, mangelhaftes Staubrück­halte­vermögen führt zur mangelhaften Bewertung von Umwelt­eigenschaften. Ein ausreichendes Geräusch kann das Saugen auf Teppich um höchstens eine Note besser ausfallen lassen, auf Hartboden um zwei Noten. Wenn die Motordauer­prüfung ein befriedigendes oder noch schlechteres Ergebnis brachte, konnte die Halt­barkeit auch nicht besser sein. Im Einzelnen bewerteten und gewichteten die Tester die Staubsaugereigenschaften wie folgt:

  • Saugen (Gewichtung 45 %): Geprüft wurden Staub- und Faseraufnahme, maßgebliche Norm war die EN 60312. Die Tester saugten auf Teppichboden, Velours, Schlingenware (Duracord), Hartboden, auf Polstern, in Ecken, Ritzen und an Kanten. Dabei spielt im Test der leere oder gefüllte Staubbeutel eine Rolle (adäquat die Staubbox bei beutellosen Saugern), ebenso die Schiebekraft.
  • Hand­habung (Gewichtung 30 %): Hierfür prüften fünf Tester die Gebrauchs­anleitung sowie Montage und Demontage, die Griffe, Schalter und Anzeigen, die Handhabung beim Saugen, den Wechsel von Staubbeuteln und Filtern oder das Leeren der Staubbox, die Düsen­reinigung, das Tragen des Geräts und dessen Aufbewahrung.
  • Umwelt­eigenschaften (Gewichtung 15 %): Bei den Umwelteigenschaften geht es maßgeblich um das Staubrück­halte­vermögen beziehungsweise die Emission von Fein­staub, die Schall­leistung in dB(A) nach EN 60704, den Strom­verbrauch sowie enthaltene PAK und Phthalate im Material des Staubsaugers.
  • Halt­barkeit (Gewichtung 10 %): Die Stiftung Warentest führt an allen elektrischen Geräten Motordauerprüfungen durch, in diesem Fall mussten die Staubsauger 600 Stunden laufen. Darüber hinaus wurden sie auf die Haltbarkeit gegen Stoßen und Fallen getestet, ein Check betraf den Kabelauszug, der 6.000 Mal ausgezogen wurde.


Die elektrische Sicherheit wurde zwar in Augenschein genommen, erhielt aber kein eigenes Prüfgewicht. Im Internet finden Sie Staubsauger Test Seiten, die aktuelle Staubsauger ausführlich testen und danach einen Testbericht veröffentlichen, es wird empfohlen diese Seiten, neben dem Test der Stiftung Warentest, ebenso zu beachten.

Fazit zum Staubsaugertest 2014 der Stiftung Warentest

Moderne, hochwertige Staubsauger haben ihren Preis, sind ihn aber auch wert. Die Testsieger kommen von deutschen Markenherstellern und können rundum mit Leistung, guten Umwelteigenschaften und geringem Stromverbrauch punkten. Kunden müssen deshalb trotzdem nicht zu tief in die Tasche greifen: Die beiden Testsieger kosten mit 154 Euro (Siemens VSQ5X1230 Q5.0) und 187 Euro (Miele S 8340 EcoLine) keine Unsummen.

So testet die Stiftung Warentest Staubsauger
Autor seit 2 Jahren
8 Seiten
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