Was ist eine Tenorblockflöte

An der Tenorblockflöte ist größer als die als Kinder-Blockflöte bekannte Sopranblockflöte. Sie klingt daher auch tiefer, und zwar genauso tief, wie die Noten, die man spielt – bei der Sopranblockflöte spielt man tatsächlich immer eine Oktave höher als notiert. Die Töne der Tenorblockflöte sind daher deutlich angenehmer zu hören. Und jemand anderes kann in genau der gleichen Höhe mitsingen!

Blockflöten (Bild: Body-n-Care / Pixabay)

(Eine Blockflöte, ist ganz grob gesagt um ein Rohr mit Löchern, auf dem man durch Hineinblasen und Bedecken der Löcher Melodien spielen kann. Früher bestand sie immer aus Holz, inzwischen gibt es auch Exemplare aus Kunststoff in unterschiedlicher Qualität.)

Wie spielt man eine Tenorblockflöte?

Im Prinzip genauso wie die gewohnte Sopranblockflöte! Die Griffe sind gleich. Wer wie früher die meisten Kinder auf der Deutschen-Blockflöten-Version gelernt hat, muss sich bei den Griffen wirklich gar nicht umstellen, wenn er eine Tenorblockflöte in deutscher Griffweise wählt. Klanglich sauberer ist es allerdings, auf die wieder aufkommende barocke Version umzusteigen, dann ist das "F" etwas schwieriger zu spielen, dafür ist das "Fis" einfacher zu greifen.

 

Allerdings muss man sich daran gewöhnen, dass die Flöte etwas größer ist, die Löcher also etwas weiter voneinander entfernt sind. Das ist erst ziemlich komisch, nach ungefähr einer Woche täglichen Spielens kam mir allerdings bereits die Sopranblockflöte ungewohnt klein und die Löcher eng beieinanderliegend vor. Nach einiger Zeit war auch das Wechseln zwischen den Flöten kein Problem mehr.

 

Nur das Spielen des tiefen C's auf der Tonerblockflöte geht trotz der dafür angefügten Klappe immer noch nicht so reibungslos, wie ich es gerne hätte. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass ich vorher nie eine Klappe bedient habe.

Welche Tenorblockflöte soll ich mir anschaffen?

Eine Tenorflöte ist etwas teurer als die kleinen Sopranflöten. Während man bei den "kleine" für ein Vollholzexemplar einer renommierten Firma ab 50 Euro zahlt, und für eine brauchbare Kunststoffversion eines japanischen Herstellers sogar nur gut 10 Euro, werden die Flöten mit der Größe deutlich teurer. Bei den Markenherstellern muss man mindestens fast 400 Euro hinblättern für eine Tenorblockflöte, beim Geigenbauer eher 500 Euro. Lohnt sich das wirklich, wenn man nur ab- und zu mal spielt?

Ein sehr guter Kompromiss ist die Anschaffung der Kunststoff-Tenorflöte von Yamaha. Die gibt es ab knapp 100 Euro. Ihr Klang ist schon ziemlich gut – was nicht bei allen Kunststoff-Flöten der Fall ist. Ein großer Vorteil ist sogar, dass man sie nicht wie Holzflöten langsam einspielen muss: Als erwachsener Gelegenheitsspieler wird man sie immer mal wieder ein paar Wochen lang gar nicht in die Hand nehmen, und wenn man wieder Zeit hat kann man gleich voll loslegen. Und sei ein Einspielen ist mühsam, zuerst darf man immer nur wenige Minuten pro Tag auf einer Holzflöte spielen, außerdem nicht so hoch und nicht so schnell.

Nur auf eines sollte man bei der Kunststoff-Variante besonders achten: Die Flöte gerade im Winter gut anwärmen, bevor man spielt. Man kann sich dazu beispielsweise das Oberteil unter die Arme klemmen. Denn gerade Flöten aus einem Material wie Kunststoff, das weniger Feuchtigkeit aufnimmt als Holz, werden sonst sehr schnell heiser.

"Schaffen" meine Finger die Größe?

Da ich damals solche Angabe im Netz vermisst habe hier noch ein paar Größenangaben: Die Tenorblockflöte von Yamaha ist 65 cm. lang. Der Abstand vom obersten Loch hinten bis zur Klappe für das unterste Loch beträgt knapp 25 cm. Im Gegensatz zu einer Tenorflöte, die ich in der staatlichen Musikschule halten durfte, und bei dem das unterste Loch mehrere Zentimeter von meinem kleinen Finger entfernt lag, komme ich daher an meiner Yamaha mit dem rechten kleinen Finger gut an die Klappe für das unterste Loch.

Wieso das alles weiß

Ich habe mit 6 Jahren ein Jahr lang auf einer deutschen Sopranblockflöte gelernt, mir als Erwachsene ein neue Sopranblockflöte in barocker Griffweise gekauft und seit letztem Jahr eine Yamaha Tenor YRT-304B II. Davor habe ich viel im Internet recherchiert und Fragen bei den Musikschulen der Stadt Hamburg und der von Yamaha.

Autor seit 5 Jahren
212 Seiten
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