Schlechte Induktionskochfelder werden viel zu heiß und lassen sich nicht regulieren

Stiftung Warentest hat bei Induktionskochfeldern auf eine grundlegende Problematik hingewiesen. Die schlechten Modelle entwickeln eine viel zu hohe Temperatur, die sich zudem nur schwer regulieren lässt.

Bestes mobiles Induktionskochfeld im Test: Silit 0002818811 Induktionsherd ecolare
Silit 0002818811 Induktionsherd ecolare

Selbst wenn man das richtige Kochgeschirr verwendet, werden in Pfannen und Töpfen bis zu 300 °C gemessen. Beim Braten beginnt das Öl sofort zu qualmen. Möchte man Nudeln oder Kartoffeln kochen, ist es fast nicht zu vermeiden, dass das Wasser überkocht. Leise köcheln, sanft schmoren oder gar Speisen erwärmen funktioniert damit leider nicht. Die Einstellungsmöglichkeiten sind viel zu ungenau, die Temperatur lässt sich bei den preiswerten Induktionskochplatten nur ganz grob regulieren. Im Alltag macht das Kochen mit diesen Herdplatten keinen Spaß. Selbst für den Campingurlaub sind sie völlig ungeeignet. Gefährlich kann es außerdem werden, wenn die Platten nicht mit den passenden Töpfen genutzt werden. Die Warnhinweise in den Bedienungsanleitungen sind jedoch oft unzureichend. Doch die Testergebnisse zeigen, dass die qualitativ hochwertigen Markenprodukte hier deutlich besser funktionieren. Wer bereit ist für ein mobiles Induktionskochfeld mindestens 100 Euro zu investieren, bekommt ein gutes Produkt, bei dem sich die Temperatur sehr gut einstellen lässt. Sicherheitsaspekte spielen ebenfalls eine große Rolle, denn Induktion gibt gesundheitsgefährdende Strahlung ab.

Günstige Induktionsplatten für unter 100 Euro z. B. vom Discounter haben keine Feinabstimmung für die Temperatur. Richtig kochen kann man z.B. mit diesem Produkt von Silit oder auch mit den portablen Kochfeldern von Samsung.

Die Platte von Profi Cook ist ebenfalls empfehlenswert, sie ist derzeit bei Amazon reduziert.

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So funktioniert eine Induktionskochplatte

Die Induktionstechnik hat etwas Geheimnisvolles, nur wenige Verbraucher wissen, wie das Ganze überhaupt funktioniert. In der Kochplatte befinden sich Kupferspulen, durch die der Strom fließt. So wird ein niederfrequentes elektromagnetisches Feld erzeugt. Die Hitze selbst entsteht erst im Topfboden, denn der Topf nimmt die elektromagnetische Strahlung auf und wandelt sie in Wärme um. Mit einem Induktionsherd kann man tatsächlich Strom sparen. Außerdem werden Speisen so schnell erhitzt, wie mit keiner anderen Technik. Sobald man den Topf vom Herd nimmt, wird der Energiefluss unterbrochen. Die Platten selbst bleiben kalt. In gewisser Weise sind dies auch die Vorzüge, die Köche bei einem Gasherd schätzen. Induktion gilt allgemein als praktischer und sicherer als Gas. Doch stimmt das wirklich?

Test Induktionskochplatte: wie sicher sind die Produkte?

Die meisten Verbraucher entscheiden sich für eine solche mobile Kochplatte, weil sie beispielsweise im Campingurlaub oder im Garten ganz einfach an eine Steckdose angeschlossen werden kann. Das ist wesentlich praktischer als ein Camping-Gaskocher.

Doch wirklich unbedenklich ist Induktion möglicherweise nicht, nicht umsonst wird immer wieder davor gewarnt, einen solchen Herd in der Schwangerschaft zu nutzen. Auch Personen, die einen Herzschrittmacher tragen, sollten Induktionsfeldern besser fernbleiben. Der Grund ist, dass bei dieser Technologie magnetische Streufelder entstehen, die durchaus in den Körper eindringen und Zellen schädigen können. Sofern die Herdplatte gut abgeschirmt ist und die von der EU vorgeschriebenen Grenzwerte nicht überschreitet, soll die Belastung gering sein. Empfohlen wird trotzdem ein Mindestabstand von 5-10 cm zur Vorderkante der Platte.

Im Test von Stiftung Warentest haben alle Induktionskochplatten diese Grenzwerte eingehalten, was schon einmal beruhigend ist. Trotzdem gibt es gewisse Unterschiede. Bei den billigen Geräten ist die Abstrahlung oft deutlich höher, als bei den besser isolierten Markenprodukten.

Es sollte auch unbedingt darauf geachtet werden, das richtige Kochgeschirr zu verwenden, der Topf muss unbedingt vollständig auf der Platte stehen. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt, beim Kochen einen Sicherheitsabstand von mindestens 5-10 cm zur Herdplatte einzuhalten.

Trotz all dieser Bedenken: ein gutes Induktionskochfeld ist praktisch und auch vergleichsweise sicher. Ein aktuellen Test von Stiftung Warentest für mobile Induktionskochplatten gibt es nicht, denn das Test Magazin hat 2009 nur große Induktionskochfelder getestet. Die auf dieser Seite vorgestellten mobilen Kochplatten sind von den empfohlenen Markenherstellern und haben die besten Kundenbewertungen bei Amazon.

Angela Michel

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