Selten zuvor wurde der Kampf ums Überleben in einer postapokalyptischen Welt eindringlicher, spannender und emotionaler geschildert, als in "The Last Of Us". Innerhalb nur eines Jahres verkaufte sich der Kritiker-Liebling sechs Millionen Mal für die Playstation 3. Auch die grafisch aufpolierte Version für die Playstation 4 ging millionenfach über die Ladentische. Kein Wunder also, dass das Meisterwerk von Spieleentwickler "Naughty Dog" auch in Punkto Merchandising in die Vollen greift.

Goldgrube Merchandising

Verwunderlicher ist der Umstand, dass Merchandising-Artikel erst seit wenigen Jahrzehnten zu wahren Goldgruben avancierten. Zwar hatte bereits Walt Disney in den 1930er Jahren damit begonnen, Lizenzen für seinen damaligen Superstar Micky Maus zu verkaufen und damit Millionen verdient. Doch das gewaltige Potenzial von Merchandising-Artikeln schöpfte erst George Lucas mit "Star Wars" aus. Mit Lizenzartikeln aus dem "Star Wars"-Universum werden längst weitaus höhere Umsätze als mit der Filmreihe selbst erzielt.

Während aber manche Fan-Reihen geradezu wahllos Lizenzen verscherbeln, solange der Rubel rollt, setzt man bei "The Last Of Us" offenbar doch eher auf Qualität. Da ich großer Fan des Spieles bin (siehe meine Kritik auf "Amazon"), erwarb ich selbst mehrere Merchandising-Artikel, die ich kurz vorstellen möchte.

"The Last Of Us": Merchandising-Artikel für Fans

Als leidenschaftlicher Teetrinker (notwendig angesichts der aufregenden Handlung des Spieles) legte ich mir als Erstes eine der "The Last Of Us"-Tassen zu. Spülmaschinenfest, tolles Sujet, groß genug für eine ordentliche Tee-Injektion, stabil – was will man mehr? Höchstens ein bisschen weniger, nämlich vom Preis, der meiner Ansicht nach ziemlich gepfeffert ist. Allerdings muss man bei Merchandising-Artikeln einfach mit höheren Preisen rechnen. Logisch, muss doch der Lizenznehmer Gebühren abliefern, die auch erst einmal verdient werden wollen.

Bei den T-Shirts – ein Klassiker unter den Lizenzartikeln, der zudem den Vorteil hat, seine Vorliebe für ein bestimmtes Game oder eine Filmreihe mit anderen zu teilen – wird ebenso klassisch zwischen Damen- und Herren-Modellen unterschieden. Positiv ist hierbei zu vermerken, dass sich die Preise (wiederum natürlich mein subjektives Empfinden) im moderaten Bereich bewegen. Außerdem war die Qualität meines T-Shirts sehr gut, und selbst nach mehrfachem Waschen haftet das Emblem zombie- und schusssicher am Stoff.

Auch das Baseball-Cap kann ich wärmstens empfehlen, das ein sehr schönes Sujet abbildet und sehr wertig wirkt. Das Schild hätte ruhig eine Idee großzügiger geschnitten sein können, aber mehr n Kritik will selbst mir nicht einfallen. Die Kappe passt perfekt - in Kombination mit dem T-Shirt ist der "The Last Of Us"-Fan somit perfekt ausstaffiert und als Nerd identifizierbar.

The Last Of Us Post-Pandemic Edition, oder: Der Neid, der Neid ...

Nicht alle Merchandising-Artikel für "The Last Of Us" bewegen sich in dermaßen moderaten Preisgrenzen. Mit der so genannten "The Last Of Us Post-Pandemic Edition" veröffentlichte Sony Anfang 2013 eine limitierte Sonderausgabe, die vor allem auf Grund der darin enthaltenen, detailliert gestalteten Statue mit Joel und Ellie für Sammler und Fans interessiert war. Der Preis der offenbar nur über einen Sony-eigenen Shop bestellbaren Edition lag bei gut 160 Dollar.

Auf Amazon wie auch auf eBay kann diese Edition zwar nachgekauft werden, allerdings zu Preisen, die mehrfach über dem ursprünglichen liegen.Bis zu 1.000 Euro für eine Box erschien mir denn doch außerhalb meiner finanziellen Möglichkeiten. Als Trostpflaster kann man glücklicheren Besitzern der "The Last Of Us Post-Pandemic Edition" beim Auspacken und stolzen Präsentieren ihres Kleinods zugucken. Meine geballte Faust ist übrigens kein Ausdruck des Neids ...

Günstigere "The Last Of Us"- Fan-Artikel

Widmen wir uns wieder leistbaren Fan-Artikeln, wie einem dreiteiligen Kunstdruck. Hier mag der Preis zunächst abschrecken. Allerdings ist das Sujet auf Leinwand aufgezogen und kann somit gleich nach dem Auspacken aufgehängt werden. Normale Poster sind zwar günstiger zu erwerben, haben jedoch den Nachteil, dass sie nicht völlig eben anliegen und deshalb erst gerahmt werden müssen. Außerdem liegt die an mittelalterliche Triptychons erinnernde Dreifachaufteilung im Deko-Trend und macht sich vor allem in modernen Wohnlandschaften hervorragend. Voll zur Geltung kommt das Motiv an weißen Wänden.

Unverzichtbar für "The Last Of Us"- Anhänger ist der … nun ja, der "The Last Of Us"- Anhänger. Während des Spieles gibt es jede Menge der Firefly-Anhänger zu entdecken und zu sammeln (auch wenn diese für das Spiel selbst exakt gar keine Bedeutung haben). Was läge somit näher, als selbst einen zu tragen, stilecht in grauem Zink? Weshalb der Artikel als "Männer-Halskette" beworben wird, entzieht sich meiner Kenntnis, aber man muss nicht alles verstehen. Ich werde nie verstehen, warum Joels Messer ständig kaputt gehen, Ellies Messer hingegen nicht …

Last of us, but not least: Der Aufkleber für einen PS4-Controller. Er ist günstig und rasch anzubringen, aber auch ein bisschen sinnlos, nachdem er sich auf der Rückseite des Controllers befindet. Fairerweise muss ich hinzufügen, dass ich es ohnehin berückend unsinnig finde, eine LIghtbar an der Rückseite anzubringen, wo sie der Spieler nicht bewundern kann.

Selbstverständlich erhebt diese Aufstellung von "The Last Of Us"-Merchandising-Artikeln keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ausgespart habe ich an dieser Stelle Design-Folien für Handys oder Laptops, da ich keine für mein Handy bzw. für meinen Laptop kompatible Folien finden konnte.

Autor seit 7 Jahren
821 Seiten
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