Hand aufs Herz: Wer hätte zu Beginn seiner Karriere gedacht, dass er einer der bedeutendsten Hollywood-Schauspieler der letzten Jahrzehnte wurde. Seine ersten Erfolge ließen es jedenfalls nicht vermuten.

In Filmen wie "Splash -eine Jungfrau am Haken" oder "Scott & Huutsch" hatte er durchaus sympathische Rollen. Aber sie waren überwiegend "nett", "harmlos" und "langweilig". Hanks schien der nette Junge von nebenan zu sein, der sympathische Nachbar eben. Dieses Bild änderte sich schlagartig mit seiner Rolle als Aidskranker im oscarprämierten Drama "Philadelphia". Belohnung: sein erster Oscar. Doch blicken wir mal erstmal zurück:

 

Die Kindheit -gar nicht so einfach

Thomas Jeffrey Hanks -so der vollständige Name- wurde am 09. Juli 1956 in Concord, Kalifornien geboren. Laut eigener Aussage war seine Kindheit schwierig. Die Eltern ließen sich früh scheiden, mit seinen Geschwistern wuchs er bei verschiedenen Stiefmüttern auf und zahlreiche Umzüge machten es dem kleinen Tom nicht gerade einfach, Freunde zu finden. Wohl auch als eine Art Therapie begann er schon während seiner Schulzeit mit der Schauspielerei.

 

Schauspielerische Ausbildung und erste Erfolge

Was sich im Schultheater schon andeutet, setzt sich nach der High School fort. Hanks studiert Schauspiel an der Universität Sacramento und schließt das Studium 1976 ab. Zunächst widmet er sich der Theaterbühne und hat 1978 ein Engagement am bekannten Riverside Theater in New York. 1980 spielte er in der TV-Produktion "Panische Angst" mit. 1984 dann der endgültige Durchbruch mit der Komödie "Splash -eine Jungfrau am Haken" an der Seite von Daryl Hannah.

 

Die 90er Jahre bescherten ihm zwei Oscars

In den 90er Jahren wirkte er in insgesamt 14 Filmen mit; zwei davon haben ihn zu einer Hollywood-Legende gemacht: "Philadelphia" und "Forrest Gump". In Philadelphia spielte er mit großer Überzeugung den ehrgeizigen jungen Anwalt Andrew Beckett, der zwei Geheimnisse hat: er ist schwul und mit HIV infiziert. Die drastische Darstellung eines Lebens und Sterbens mit dem Kampf um Anerkennung brachte ihm den ersten Oscar ein. Die Themen AIDS und Homosexualität wurden 1993 nicht so selbstverständlich diskutiert wie heute.

Forrest Gump bescherte Tom Hanks nur ein Jahr danach seinen zweiten Oscar. Die Literaturverfilmung war mit einem Einspielergebnis von über 329 Millionen Dollar der kommerziell erfolgreichste Film des Kinojahres 1994. Hanks spielt einen geistig Zurückgebliebenen, der auf der Suche nach seinem privaten Glück ganz nebenbei die amerikanische Zeitgeschichte prägt und beeinflusst.

 

Die 2000er Jahre bis heute: Tom Hanks probiert sich aus

Auch in den vergangenen elf Jahren ist Tom Hanks sehr produktiv. Dennoch ist er gefühlt weniger präsent als noch in den neunziger Jahren. Dies mag vielleicht daran liegen, dass er häufiger als Produzent und Synchronsprecher in Erscheinung trat und damit hinter die Kamera wechselte. Aber natürilch hat er einige bemerkenswerte Filme abgedreht, unter anderem "Catch me if you can", "Terminal", "Charlie Wilson" oder "Illuminati".

Tom Hanks ist seit 1988 mit seiner Schauspielkollegin Rita Wilson verheiratet, hat vier Kinder und lebt in Los Angeles.

Fotos

Tom Hanks bei einer Preisverleihung 1989 (Bild: Foto: Alan Light @commons wikimedia)

Eine Auswahl seiner Filme

  • 1984 "Splash -Jungfrau am Haken (Regie: Ron Howard)
  • 1988 "Big" (Regie: Penny Marshall)
  • 1993 "Schlaflos in Seattle" (Regie: Nora Ephron)
  • 1993 "Philadelphia" (Regie: Jonathan Demme)
  • 1994 "Forrest Gump" (Regie: Robert Zemeckis)
  • 1995 "Toy Story" (Stimme von Cowboy Woody, Regie: John Lasseter)
  • 1998 "Der Soldat James Ryan" (Regie: Steven Spielberg)
  • 1998 "E-Mail für Dich" (Regie: Nora Ephron)
  • 1999 "The Green Mile" (Regie: Frank Darabont)
  • 2000 "Cast Away -Verschollen" (Regie: Robert Zemeckis)
  • 2002 "Catch me if you can" (Regie: Steven Spielberg)
  • 2004 "Terminal" (Regie: Steven Spielberg)
  • 2006 "Da Vinci Code -Sakrileg" (Regie: Ron Howard)
  • 2008 "Mamma Mia" (ausführender Produzent, Regie: Phyllida Lloyd)
  • 2009 "Illuminati" (Regie: Ron Howard)
  • 2011 "Larry Crowne" (Regie: Tom Hanks)
omundorff, am 29.06.2011
2 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.


Bildquelle:
Droemer-Verlag ("Wunder muss man selber machen" von Sina Trinkwalder - mehr als ein...)

Autor seit 5 Jahren
7 Seiten
Laden ...
Fehler!