In der Schlafforschung wurde festgestellt, dass jeder Mensch träumt. Schlafen ist kein gleich bleibendes durchgehendes Ereignis. Er wechselt etwa vier Mal pro Schlaf von einem leichten Schlaf in eine Tiefschlafphase. Während der Tiefschlafphase sind die Muskeln leicht angespannt. Im darauf folgenden leichten Schlaf jedoch, der auch die Traumphase oder REM-Phase (Rapid Eye Movement – übersetzt: schnelle Augenbewegung) genannt wird, ist der Köper total entspannt. Jeder Mensch träumt, auch wenn er sich an seine Träume nicht erinnern kann.

Das Unterbewusstsein und der Traum

Träume sind wichtig, da unser Unterbewusstsein mit diesen Träumen versucht, Erlebtes zu verarbeiten oder uns auf unsere Wünsche und Ängste hinzuweisen. Es kann sich also durchaus lohnen, Träume, an die Sie sich erinnern können, möglichst direkt nach dem Aufwachen zumindest stichwortartig aufzuzeichnen. Auch wenn Sie zuerst beim Auswertungsversuch keinen tieferen Sinn in Ihrem Traum erkennen. Manchmal sieht man den Zusammenhang erst, wenn einige Zeit vergangen ist und man sich gelöst von Deutungsversuchen die Aufzeichnungen ansieht. Es kann auch helfen, mit anderen Menschen über die Träume zu sprechen, da eine andere Sichtweise ebenfalls zur Klärung der Ursache dieser Träume beitragen kann. Wenn Sie sich nicht an Ihre Träume erinnern, suggerieren Sie sich regelmäßig vor dem Einschlafen selbst, dass Sie großes Interesse an Ihrem Unterbewusstsein haben. Legen Sie sich Papier und Bleistift ans Bett. So können Sie direkt noch vor dem Aufstehen notieren, an was Sie sich erinnern. Es klappt vielleicht nicht beim ersten Mal, aber wenn Sie dran bleiben, sind die Erfolgschancen recht hoch.

Einige Trauminhalte kommen aber einfach nur durch den momentan gefühlten körperlichen Zustand zustande, etwa eine verrutschte Decke, die uns an den Beinen frieren lässt oder Geräusche in der Umgebung. Symbole der Traumdeutung können Beispiele aufzeigen und Hinweise geben. Die eigentliche Bedeutung des Traums ist jedoch individuell unterschiedlich und muss von jedem Selbst herausgefunden werden. Sie fragen sich, warum Sie sich überhaupt um Ihre Träume kümmern sollten? Nun, vielleicht kommen Sie aufgrund Ihrer Träume auf neue Ideen, die sie in Ihrem realen Leben durchaus zu Ihren Gunsten verwirklichen können. Sie wären nicht der erste Mensch, der im wahrsten Sinne des Wortes einen Traum verwirklicht hat.

Sind Träume beeinflussbar?

Bei Patienten mit schweren posttraumatischen Belastungsstörungen wie Vergewaltigung oder Kriegserlebnissen wird in der psychiatrischen Betreuung mit Klartraumtechnik versucht, die Trauminhalte zu manipulieren. Dies ist natürlich auch für Menschen, die an ungeklärten Albträumen leiden möglich und klappt auch in vielen Fällen. Bei dieser Methode versetzt man sich mehrmals täglich in den Traum und versucht einen anderen Verlauf des Traums festzulegen. Bei einem Flucht-Albtraum etwa, dass man nicht flieht, sondern sich dem entgegen stellt, was den Fluchttrieb auslöst. Oft stellt sich dann heraus, dass es nur ein großer Schatten war, der uns so ängstigte. Klarträumen funktioniert auch bei schönen Träumen. Theoretisch kann man auch positive Träume aus stark suggerierten Wünschen im eigenen Sinn gestalten. Es ist eine reine Übungssache und klappt bei fast jedem.

Ein Traum als Orakel?

Auch Vorahnungen bewirken, dass ein Traum folgt, der sich in der Zukunft als real erweist. So entsteht bei Personen, die derartige Wahrträume haben, bei Eintreffen dieses Ereignisses das Gefühl, die ganze Situation bereits schon einmal erlebt zu haben. Manche sprechen in Ihren Träumen auch mit einem höheren Wesen, das Ihnen sagt, was geschehen wird oder was die Zukunft für sie bringt. Diese Art der Träume wird in der Parapsychologie erforscht. Beispiele dieser Zukunftsträume gibt es schon viele, in der Geschichte und auch in der Bibel.

Bildquelle: Pixabay

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Ajerrar, am 05.09.2014
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