Für diese Länder gilt die Reisewarnung nicht mehr

Für 31 Länder ist die Reisewarnung ab 15. Juni 2020 in Reisehinweise abgemildert worden.

Hier sind die Länder in alphabetischer Reihenfolge: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, Schweiz, Tschechien, Ungarn und Zypern.

Alle anderen Fernreisen liegen – Stand heute – wortwörtlich noch in aller Ferne. Wann sie möglich werden, ist heute überhaupt nicht abzusehen. Zur Erinnerung: China hatte bereits in großem Maße Lockerungen zur Corona-Pandemie durchgeführt, musste diese aber am 12. Juni zurücknehmen und wegen aktueller Viruserkrankungen ganze Stadtteile der Hauptstadt Peking wieder unter Quarantäne stellen. Die Türkei erwartet dringend die Aufhebung der Reisewarnung für deutsche Urlauber.

Mehr zu den drei Stufen von Reisewarnungen (Reisehinweise, Sicherheitshinweise und Reisewarnungen) erfahren Sie in diesem Artikel.

Urlaub ist wieder möglich. Aber mit welchen Belastungen?

Alle Länder warten auf den reisefreudigen deutschen Urlauber. Sie arbeiten intensiv daran, Urlaub für Ausländer und besonders für Deutsche zu ermöglichen. Aber einem Urlaub stehen oft länderspezifische Regelungen entgegen. Diese können sich von Tag zu Tag ändern. Deshalb ist es wichtig, die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amtes nachzulesen, die ständig aktualisiert werden.

Und schließlich muss jeder Reisende selber entscheiden, ob er wegen Corona ein mögliches Risiko eingehen möchte oder nicht.

 

Die Lage in einzelnen Ländern in Kurzform (Stand 13.6.2020)

Hinweis: Diese Informationen wurden aus verschiedenen, zum Teil sich widersprechenden Quellen zusammengesucht. Eine Haftung für die Richtigkeit und die Aktualität wird vom Autor nicht übernommen. Jeder Reisewillige sollte eigene Recherchen anstellen. Das gilt für alle Länder, egal, ob sie nachfolgend genannt werden oder nicht.

Österreich

Österreich hat die Reisefreiheit zu allen seinen Nachbarländern bis auf Italien wieder hergestellt. Damit entfällt für alle Einreisen aus diesen Ländern die Anforderung, einen gültigen negativen Covid-19-Test vorzuweisen bzw. sich in 14-tägige Heimquarantäne zu begeben. Der Transit durch Österreich nach Italien und zurück ist erlaubt, allerdings ohne Zwischenstopp.

Beherbergungsbetriebe sind mit geringen Einschränkungen in den Hotels wieder geöffnet. Innerhalb einer Gästegruppe wird kein Sicherheitsabstand gefordert, auch Buffets und der Besuch des hoteleigenen Wellnessbereichs sollen möglich sein.

Im öffentlichen Raum muss ein Mindestabstand von einem Meter zu allen Personen, die nicht im selben Haushalt leben, eingehalten werden.
In öffentlichen Verkehrsmitteln, in Geschäften sowie in öffentlichen Gebäuden ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Ausgenommen sind Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr.

Schweiz

In der Schweiz läuft der Betrieb in Hotels, Restaurants, Museen, Seilbahnen und anderen touristische Einrichtungen mit einheimischen Gästen bereits einige Wochen mit Hygiene- und Abstandsvorschriften. Ab dem 15. Juni dürfen Touristen wieder einreisen.

Beschränkungen der Bewegungsfreiheit im Land gibt es nicht. Mund- und Nasenschutz wird dort, wo es voll werden kann, etwa in Seilbahnen, Bussen oder im Zug, empfohlen, aber nicht vorgeschrieben. Tickets sollten möglichst online besorgt werden, um Schlangen am Schalter zu vermeiden.

In den Restaurants gilt die Abstandsregel von zwei Metern zwischen den Tischen. Hotels dürfen Wellness anbieten, aber in Schwimmbad, Sauna und Dampfbad ist eine Person pro vier Quadratmeter Fläche.

Frankreich

In Frankreich werden die Grenzen ab dem 15. Juni für Besucher aus dem Schengen-Raum und Vereinigtes Königreich geöffnet. In weiten Teilen des Landes (grüne Zonen) haben Touristenunterkünfte wie Campingplätze oder Ferienhäuser für Urlauber wieder geöffnet. Auch Freizeitangebote sind wieder möglich. Theater dürfen fast im ganzen Land öffnen und die Strände sind wieder zugänglich. Es gibt jedoch regional noch sehr unterschiedliche Regelungen.

Strengere Regeln gelten zunächst noch im stark von der Pandemie betroffenen Paris. Dort dürfen Restaurants Essen nur auf der Terrasse servieren. Museen öffnen erst in ein paar Wochen. Besucher dürfen ab dem 25. Juni wieder auf den Eiffelturm.

Belgien

Vom 15. Juni an öffnet das Land seine Grenzen für Reisende aus dem Schengen-Raum und dem Vereinigten Königreich. Für Übernachtungen in Hotels, Ferienunterkünften, auf Booten und auf Campingplätzen gelten Hygiene- und Abstandsregelungen.
Seit 8. Juni dürfen Restaurants, Cafés und Bars unter Einhaltung strikter Regeln bis 1 Uhr nachts wieder öffnen. Auch Museen sind nun wieder für internationale Gäste offen.
Die Zahl der Züge und Flüge zwischen Belgien und Deutschland ist noch deutlich vermindert.

Luxemburg

Die Kontrollen an der Grenze zu Luxemburg sind in der Nacht zum 16. Mai beendet worden.
Luxemburg hat die Corona-Maßnahmen in Phasen wieder gelockert. Seit 29. Mai ist die Gastronomie unter Bedingungen wieder geöffnet: Es gibt nur Sitzplätze, an jedem Tisch max. 4 Personen, es sei denn, die Personen leben im selben Haushalt. Die Tische stehen in einem Abstand von mindestens 1,5 Meter oder sind durch Trennwände geschützt. Gäste müssen eine Maske tragen, sofern sie nicht am Tisch sitzen. Sperrstunde ist ab 24.00 Uhr.

Die Regierung Luxemburgs plant, alle etwa 600.000 Bewohner Luxemburgs auf das Coronavirus zu testen.

Niederlande

Grenzkontrollen finden nicht statt. Der Urlaub in den Niederlanden ist mit Einschränkungen Urlaubsunterkünfte sollten unbedingt vorab reserviert werden.

Stufenweise öffnen Bungalowparks ihre Tore, und es werden auch wieder Ferienwohnungen vermietet. Ab dem 1. Juli sollen dann alle Campingplätze und Ferienparks wieder ganz geöffnet werden. Bisher galt das nur eingeschränkt. So mussten etwa auf Campingplätzen Duschen und WC's geschlossen bleiben. Die sanitären Einrichtungen werden nach neusten Informationen ab 15. Juni auch an Stränden und in Naturparks wieder geöffnet.

Schon seit 1. Juni empfangen die Museen wieder Besucher - vorausgesetzt, sie melden sich vorher online an. Restaurants, Cafés, Strandpavillons und Kneipen dürfen wieder jeweils maximal 30 Gäste im Innenraum bewirten (keine Einschränkung auf Terrassen) - allerdings auch nur die, die reserviert haben. Ab Juli sind dann bis zu 100 Gäste erlaubt.

In den Niederlanden müssen die Menschen derzeit einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten. In öffentlichen Verkehrsmitteln herrscht Maskenpflicht für alle ab 13 Jahre.

Dänemark

Als eines der ersten Länder Europas hatte Dänemark am 14. März seine Grenzen dichtgemacht. Touristen kommen seitdem nicht mehr ins Land. Am 15. Juni nun öffnen die Grenzen zumindest wieder für Deutsche, Isländer und Norweger. Bedingung ist, dass sie mindestens sechs Übernachtungen außerhalb Kopenhagens gebucht haben. Kopenhagen darf nur tagsüber besucht werden. Menschen aus anderen Ländern müssen dagegen bis Ende des Sommers warten, bis sie einreisen dürfen.

Seit dem 25. Mai sind auch Durchreisen durch Dänemark für Personen mit festem Wohnsitz in Deutschland zu einem Urlaubsaufenthalt beispielsweise auf Sylt oder in Schweden erlaubt. Auch der Umsteigeverkehr an Flughäfen ist gestattet, soweit das Flughafen-Gebäude nicht verlassen wird.
Grundsätzlich wird jeder Einreisefall durch die Grenzbeamten im Rahmen ihres Ermessens geprüft und entschieden. Nicht-dänischen Staatsangehörigen, die Symptome von Covid-19 zeigen, beispielsweise Husten, Fieber, oder Ähnliches, wird die Einreise nach Dänemark unabhängig vom Grund verwehrt.

Polen

Die polnische Regierung will die Grenzen am 15. Juni wieder öffnen. Am 1. Juli könnten dann eventuell alle übrigen Coronavirus-Beschränkungen aufgehoben werden.

Für polnische Gäste haben in mehreren Schritten bereits Hotels und Einkaufszentren sowie Restaurants und Cafés wieder geöffnet. Dort ist ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Tischen Pflicht. Köche und Kellner müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Tschechien

Tschechien ist vom Coronavirus weitgehend verschont geblieben und lässt seit 5. Juni wieder Touristen aus Deutschland, Österreich und Ungarn ins Land, ohne dass ein negativer Corona-Test erforderlich ist. Für Angehörige anderer EU-Länder gilt vom 15. Juni 2020 das Ampelsystem, das sich nach der Zahl der Infektionsfälle im jeweiligen Herkunftsland richtet.

Spanien mit Mallorca

Generell öffnen Spaniens Grenzen erst am 1. Juli offiziell für Touristen. Ab 15. Juni dürfen lediglich 10.900 deutsche Urlauber innerhalb eines Pilotprojekts nach Mallorca und die anderen Balearen-Inseln reisen.
Zur Zeit müssen Personen, die aus dem Ausland in das spanische Staatsgebiet einreisen, nach ihrer Ankunft 14 Tage lang in Quarantäne gehen. Diese wird am 1. Juli wieder abgeschafft.

Für Spanien-Urlauber werden voraussichtlich strenge Regeln gelten. So könnten an Stränden Plexiglasscheiben aufgebaut werden; in jedem Fall müssen Badegäste auch hier einen Mindestabstand zueinander wahren.

Sogar Maximal-Verweildauern an den Stränden könnten eine Möglichkeit sein, wie die "Tagesschau" berichtete. In allen öffentlichen Bereichen herrscht wie in den meisten europäischen Ländern auch in Spanien Maskenpflicht.

Italien

In Italien läuft der Tourismus langsam wieder an. Seit 3. Juni herrscht Reisefreiheit für Urlauber aus 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz. Eine Virus-Quarantäne von zwei Wochen wird von ihnen nicht mehr verlangt.
Am 15. Juni sollen auch Kinos, Theater und Opernhäuser wieder öffnen dürfen. An Flughäfen, Bahnhöfen sowie in Museen und an anderen öffentlichen Orten müssen Reisende mit Fieber-Scannern rechnen.

Überall gelten strenge Abstands- und Hygienevorschriften, etwa am Strand, im Restaurant und in Hotels. Buffets sind verboten. Für öffentliche Strandbäder ist der Aufenthalt nur erlaubt, wenn sich die Gäste vorher angemeldet hatten. An privaten Stränden von Hotels und Campingplätzen können andere Regeln gelten. Überall müssen Badegäste aber darauf achten, genügend Abstand zum Nachbarn einzuhalten. Generell gilt die Regel: Pro Sonnenschirm mindestens zehn Quadratmeter Platz.

An öffentlichen Orten wie Supermärkten, Geschäften und Museen besteht zudem Maskenpflicht, teilweise auch Einweghandschuhpflicht. Masken müssen selbst mitgebracht werde, Handschuhe werden, wo vorgeschrieben, vom Betreiber gestellt.

Wer mit dem Auto fährt, darf über Österreich nach Italien einreisen, obwohl die Grenzen zwischen den beiden Ländern geschlossen sind. Allerdings sind Zwischenstopps im Land - auch Tank- und Toilettenstopps nicht gestattet. Bei Verstoß drohen Bußgelder von bis 1450 Euro.

Griechenland

Griechenland will ab dem 15. Juni Reisende aus 29 Staaten, darunter Deutschland, ohne Quarantänepflicht zulassen. Erst dann sollen auch wieder Fähren verkehren dürfen. Flüge aus dem Ausland soll es zunächst nur nach Athen und Thessaloniki geben. Ab dem 1. Juli sollen auch alle Regionalflughäfen für Flüge aus dem Ausland geöffnet werden. An den Flughäfen können stichprobenartig Corona-Kontrollen auf die Reisenden zukommen.

In Griechenland müssen Touristen sich an die geltenden Hygienevorschriften halten. So ist beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht, in Geschäften und Restaurants "dringend empfohlen". Auch Abstandsregeln müssen Besucher überall einhalten. An Privatstränden beispielsweise sind maximal 40 Personen pro 1000 Quadratmeter erlaubt und ein Mindestabstand von vier Metern zwischen den Sonnenschirmen ist obligatorisch. Diskussionen gibt es darüber, ob die Mahlzeiten als Buffet oder am Tisch serviert werden.

Zypern

Zypern hat seine Flughäfen für Touristen aus einigen Ländern geöffnet. Urlauber aus Deutschland und zwölf anderen Staaten können ohne Quarantänepflicht auf die Insel fliegen. Es gibt bis zum 20. Juni nur die Bedingung eines Coronatests für die Einreise.

Seit 1. Juni sind überwachte Strände, Museen und archäologische Stätten wieder zugänglich, auch die Häfen nehmen außer für Kreuzfahrtschiffe den normalen Betrieb wieder auf.

Sollten Reisende während ihres Aufenthalts auf Zypern an den Folgen einer Coronavirus-Infektion erkranken, will die Regierung der Inselrepublik die Kosten übernehmen.

 

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