Pflege der Vanille im Gewächshaus

Die Vanille ist bei uns recht selten erhältlich. Eine Kultur im Gewächshaus ist aber durchaus möglich, wenn man der kletternden und starkwüchsigen Orchidee ein stabiles Rankgerüst bietet. Die Vanille ist ein Tropengewächs und benötigt eine hohe Luftfeuchtigkeit und recht warme Temperaturen, die auch im Winter nie unter 15 Grad sinken dürfen. Sie liebt Halbschatten und regelmäßiges Besprühen mit Wasser. Gegossen werden sollte die Orchidee nur mit entkalktem und lauwarmem Wasser. Der Nährboden sollte locker und luftdurchlässig sein, damit sich keine Staunässe bildet. Gedüngt wird in der Wachstumsperiode am besten mit einem Orchideendünger. Im Winter wird die Pflanze trockener gehalten und nicht gedüngt. Eine Vermehrung durch Stecklinge ist möglich. Ab dem dritten Jahr beginnt die Orchidee zu blühen. Damit sich Kapselfrüchte ausbilden ist aber zumeist eine künstliche Bestäubung notwendig.

Anbau von Vanille für die Gewürzgewinnung

Zur Gewinnung des begehrten Gewürzes wird die Vanille heute in Plantagen angebaut. Hauptanbaugebiete sind Madagaskar, Mauritius, die Seychellen und Mexiko. In den Plantagen, werden der in der Natur bis zu 15 Meter hoch kletternden Vanille, niedere Rankhilfen geboten, die ein jederzeitiges Erreichen der Blüten zulassen. Da sich diese nämlich nur sehr kurz öffnen, muss die Vanille künstlich bestäubt werden. Die reifen Früchte werden zumeist als Schoten bezeichnet, sind aber botanisch gesehen Kapseln, die winzig kleine Samenkörner enthalten. Erst durch ein Bad in kochendem Wasser und einen langsamen Trocknungsprozess erreichen die Vanilleschoten ihr typisches Aroma. Wenn die Schoten ihr volles Aroma erreicht haben und in den Handel gelangen sind sie schwarz und haben an der Außenseite kleine Vanillinkristalle. Luftdicht verpackt bewahren sie lange ihr einzigartiges Aroma.

BIldquelle: Blüte einer Vanille; Monika Unger

Vanille als Gewürz

Die echte Vanille ist nach dem Safran, der aus den Staubgefäßen einer Krokusart gewonnen wird,  das zweitteuerste Gewürz. Vanille wird traditionell zum Aromatisieren von Süßspeisen verwendet. Sie findet sich in Schokoladen, Kakao, Puddings, Backwaren und sogar in CocaCola. Die meisten Aromastoffe befinden sich in der Vanilleschote, die Samen werden vor der ersten Verwendung herausgekratzt. Die Schoten können in Flüssigkeiten mitgekocht oder in zur Aromatisierung in Zucker eingelegt werden.

Vanillin wird heute großteils synthetisch hergestellt, doch das Aroma der echten Vanille enthält ein ganzes Gewürzbukett aus 50 Aromastoffen, an das das künstliche Vanillin nicht heranreicht.

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