Der Feuertod ist extrem grausam, auch wenn er von Bomber Harris kommt!

Es gab natürlich nicht genug öffentliche Schutzräume. Zwar muss jedes Haus baulich so sein, dass die Kellerdecke die Trümmerlast tragen kann. Der Keller also eine Art Luftschutzraum darstellt. Doch bei dieser Art der Bombardierung wird der Keller zur tödlichen Falle. Die Luft erhitzt sich schnell auf bis zu tausend grad. Eisen schmilzt, Haut wird von den Knochen geschält. Beim Einatmen verbrennt die Lunge. Glück hat, wer sofort durch die Explosion getötet wird. Aber viele werden "nur" verstümmelt. Andere werden unter der Trümmerlast regelrecht zerquetscht. Das wütende Feuer verbraucht den Sauerstoff, was langsames, qualvolles Ersticken zur Folge hat. Etliche, die damals dem Höllen-Inferno dennoch entkommen konnten, verstarben an Rauchgasvergiftung, auch kein schöner Tod. Der Körper wird dann nicht mehr mit Sauerstoff versorgt, was einem Ertrinken ohne Wasser sehr nahe kommt. Alles in allem, Todesarten, die ich meinem ärgsten Feind nicht wirklich wünsche. Meine Großmutter hat damals aus relativ großer Entfernung Dresden brennen sehen. Was zu einem Traumatismus führte, den sie nie überwunden hat. 

 

 

Bomber Harris und die Bombardierung Dresdens.

 

 

 

Besonders nach den Februarangriffen auf Dresden drängte die US-Militärführung die Briten dazu, diese Taktik aufzugeben. Doch die RAF war überwiegend für Flächenbombardements ausgerüstet und ausgebildet. Am 28. März 1945 erwog Winston Churchill, den Luftkrieg gegen deutsche Städte einzustellen und distanzierte sich in einem Telegrammentwurf an General Ismay und die britischen Chiefs of Staff und Chief of the Air Staff von dessen Ausrichtung, ZITAT:

"Der Moment scheint mir gekommen, wo die Frage der Bombardierung deutscher Städte einfach zum Zwecke der Erhöhung des Terrors, auch wenn wir andere Vorwände nennen, überprüft werden sollte. Sonst werden wir die Kontrolle über ein total verwüstetes Land übernehmen. Die Zerstörung Dresdens bleibt eine ernste Frage an die alliierte Bombardierungspolitik. Ich glaube, es ist nötig, dass wir uns mehr auf militärische Ziele konzentrieren wie Öllager und Kommunikationszentren hinter der unmittelbaren Kampfzone, statt auf reine Akte des Terrors und der mutwilligen Zerstörung, wie beeindruckend diese auch immer sind."

Dass Harris – anders als andere führende Militärs – nach dem Krieg in Großbritannien keine staatliche Ehrung erhielt und erst spät in den Adelsstand erhoben wurde, gilt manchen als Hinweis auf eine Distanzierung Winston Churchills von seinem "Bomber"! Allerdings war Harris auch nur Befehlsempfänger. In einer Anweisung, Area Bombing Directive, wurde dem neuen Oberkommandierenden der RAF Arthur Harris mitgeteilt, er könne seine Streitkräfte ab sofort ohne jede Beschränkung einsetzen: "You are accordingly authorised to use your forces without restriction." Darüber hinaus wurde Harris informiert, dass die Einsätze auf die Moral der feindlichen Zivilbevölkerung zu konzentrieren seien – insbesondere auf die der Industriearbeiter: "It has been decided that the primary objective of your operations should be focused on the morale of the enemy civil population and in particular the industrial workers".

Die Politik macht sich selber halt nicht gerne die Finger schmutzig und kennt ihre Handlanger später nicht mehr. Und nach dem Krieg geht es ja auch irgendwie weiter. Deshalb wird zumindest nach außen die weiße Weste getragen.

 

Terror gegen die Zivilbevölkerung

Hetze bleibt Hetze, von links oder rechts. Nur fordern doch gerade die GRÜNEN Political Correctness ein.

Der Berliner Grünen-Politiker Matthias O. hat auf Twitter eine Bombardierung Dresdens wie im Zweiten Weltkrieg gefordert. Kritik auch aus der eigenen Partei weist er zurück. Eine Entschuldigung wäre verlogen. Diesen Slogan hat sich natürlich auch die Antifa-Dresden auf ihr Banner geschrieben. Und eine 23 Jahre alte Studentin posierte mit nackter Brust und dem Satz "Bomber Harris do it again" im Internet. Nun gut, mit so wenig Brust und so viel Speck auf den Hüften würde ohne solch einen Spruch wohl auch keiner hinschaun. Sie ist Ex-Pirat und studiert Politik. Diese Leute kommen also nicht aus bildungsfernen Schichten. Aber meiner Meinung nach aus realitätsfernen Schichten. Wir leben in einer zumindest sogenannten Demokratie. Da bekämpft man Andersdenkende mit Argumenten. Menschen, Frauen, Kindern und vor allem einfache Arbeiter (das war ja 1945 die Hauptzielgruppe) den Feuertod zu wünschen, zeugt nicht gerade von moralischer Größe und demokratischem Verständnis. Und besonders die LINKE, die sich ja immer für die einfachen Arbeiter und Menschenrechte einsetzt, dürfte so einen Spruch schon mal gar nicht bringen. Sie reduziert sich damit selbst auf den alten Reim:

"Und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein."

Andersdenkende zu verbrennen hatten wir in Deutschland schon mal! Eine Wiederholung zu verhindern ist eine Sache, sich aber auf die gleiche Stufe zu begeben, eine andere. Vor allem ist es rein politisch betrachtet ausgesprochen dämlich. Gräben zu vertiefen hat noch nie eine Lösung gebracht!

Autor seit 5 Jahren
291 Seiten
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