Hier, in diesem Hafenstädtchen, zeigt sich der Charme der beliebten Cote D'Azur noch von seiner ursprünglichen Seite, die geprägt ist von einer gewissen Beschaulichkeit, dem Ländlichen und Provinziellen. Und das nur unweit vom bunten, lauten Trubel und Treiben Nizzas und Monacos, denn Villefranche-sur-Mer befindet sich mitten zwischen der nur wenige Kilometer westlich gelegenen Hafenstadt und dem gut 10 Kilometer in östlicher Richtung entfernten Fürstentum. 

Ein sehr schönes Video im Zeitraffer über Villefranche-sur-Mer und viele weitere Informationen habe ich auf: http://www.villefranche-sur-mer.de/ gefunden.

Provinziell, aber keineswegs glanzlos – das Hafenstädtchen hat ein reizvolles architektonisches Erbe

Den ersten glanzvollen Moment erfahren Besucher des renommierten Städtchens schon während ihrer Ankunft – egal, ob vom Wasser oder von der berühmten Küstenstraße "Grand Corniche" aus, das ehrwürdige Panorama aus dem azurblau funkelnden Mittelmeer, der majestätisch geschwungenen Küstenlinie sowie der felsigen, leicht bewaldeten Hügellandschaft bleibt garantiert unvergessen. Doch Villefranche-sur-Mer ist auch selbst wunderschön und besticht neben den vielen herrschaftlichen Villen im "Belle Epoque"-Stil auch durch eine wunderschöne Altstadt und weitere, reizvolle Architektur. Absolutes Highlight unter den Sehenswürdigkeiten ist die im Jahr 1554 nach Plänen des italienischen Architekten Gian Maria Olgiatti erbaute Zitadelle. Die Befestigungsanlage gilt als für damalige Zeiten neuartige Form des Festungsbaus, weist sie mit den erdgefüllten Mauern und dem Fehlen des toten Winkels im gesamten Bauwerk doch zwei Hauptmerkmale dieser besonderen Bauart auf. Diente die Zitadelle in früheren Zeiten der Verteidigung vor Angriffen vom Meer, so sind in ihren 1979 restaurierten Mauern heute Rathaus und Polizei sowie das städtische Kunstcenter, bestehend aus den Museen der Zitadelle, dem Auditorium als auch dem Open-Air-Theater, untergebracht. Von der Zitadelle gelangt man direkt in die hübsche, kleine und historische Altstadt. Hier befindet sich auch die wundersame "Rue Obscure". Ein Gang durch diese aus dem 14. Jh. stammende Straße ist ein ganz besonderes Erlebnis, denn die auf 130 m Länge an der alten Stadtmauer vorbeiführende "Rue Obscure" ist vollständig überdacht. Ein wahres Kunstwerk von innen als auch außen ist die im romanischen Stil erbaute "Chapelle St. Pierre". Innen wie außen wurde die Kirche vom bekannten französischen Schriftsteller, Regisseur und Maler Jean Cocteau ausgestaltet. Nicht minder imposant erscheint die barocke "Eglise St. Michel" aus dem Jahr 1757. Besonders die Orgel der Brüder Grinda, zugleich die älteste Orgel im gesamten Department "Alpes-Maritimes", sowie Altar und Hochaltar als auch das große Gemälde des "Heiligen Michaels", dem Schutzpatron der Kirche, sind wirklich sehenswert.

Am Wasser oder im Schatten der Bäume – Orte der Ruhe sind vielfältig

Wer schließlich einen Ort sucht, an dem er in angenehm ruhiger Atmosphäre all die Eindrücke des herrlichen Stadtrundgangs verarbeiten oder nach einem kleinen Einkaufsbummel durch die Geschäfte und Boutiquen der Altstadt sich in natürlicher Umgebung erholen kann, dem steht einige prächtige Parks und Gärten zur Auswahl. Einen wirklich grandiosen Ausblick auf die kleine Stadt und ihren Hafen bietet der "Jardin des Chausseurs alpines". Eine echte Blütenpracht erwartet Besucher im blumenreichen Rosengarten "Jardin de la Roseraie et de l'Echauguette", der zur Anlage der Zitadelle gehört. Mit dem Auto oder dem Bus lohnt sich zudem ein Besuch des "Jardin Saint Michel" nahe der "Grande Corniche", neben ausreichend Platz zum Picknicken und einem kleinen botanischen Garten begeistert besonders das einmalige Panorama mit Blick über die Bucht von Villefranche, die markante Halbinsel Saint Jean Cap Ferrat sowie das Mittelmeer. Dem Mittelmeer sind Besucher bei einem Besuch des Hafens "Port de la Darse" oder am der Stadt vorgelagerten Strand. Der Hafen ist geprägt von der Fischerei, die über viele Jahrhunderte das Leben der Bürger von Villefranche-sur-Mer geprägt hat sowie von den riesigen Kreuzfahrtschiffen, denn seit einigen Jahren besitzt die südfranzösische Hafenstadt den größten Kreuzfahrthafen Frankreichs. Das rege Treiben am Hafen lässt sich am besten von der Terrasse eines der vielen Cafés an der Promenade beobachten. Wer die unzähligen Sonnenstunden des warmen und langen Sommers jedoch noch intensiver genießen möchte, für den ist ein Sonnenbad im warmen Sand des stadtnahen Strandes unverzichtbar. Und brennt die südfranzösische Sommersonne doch einmal zu stark, hilft immer noch ein Sprung in die angenehm kühlen Fluten des Mittelmeeres.

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